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Artikel aus der Böblinger Kreiszeitung

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Der folgende Artikel erschien am 31.12.1998 in der Böblinger Kreiszeitung:

Wettbewerb: Jan Theofel startet für Deutschland

Physik lieber als Hobby denn als Schulfach

MAGSTADT * Mathe und Physik hat Jan Theofel als Leistungskurse fürs Abitur gewählt. Kein Wunder: der 18jährige errang mit der deutschen Mannschaft beim "Internationalen Turnier Junger Physiker" den zweiten Platz.

Alles fing an mit dem Computergrundunterricht in der achten Klasse: " Ich habe viel meinem früherern Lehrer zu verdanken", erzählt Jan. "Er hat mir die Möglichkeit gegeben, in der Schule zu programmieren und mich auf Mathematik-Wettbewerbe und das Kepler-Seminar aufmerksam gemacht."

Das "Kepler-Seminar" wird von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert. Es bietet wöchentlich naturwissenschaftliche Vorträge und Versuchsreihen an. So beschäftigen sich beispielsweise Schüler in den Ferien mit dem Treibhauseffekt. Jan, der im dritten Jahr das Seminar besucht, wäre eigentlich schon zu alt dafür, aber "es gibt ein kleines Team von Hyperaktiven, die auch in der Organisation helfen und selbst mal einen Vortrag halten." Der 18jährige gehört dazu.

Teamwork trainieren

Das Keplerseminar beschäftigte sich im vergangenen Jahr mit den Aufgaben des "International Young Physicists' Tournament" (IYPT). Denn um bei diesem Wettbewerb gut abzuschneiden, ist Teamwork gefragt. Neun Monate vor der Endrunde stehen die Aufgaben aus der aktuellen Forschung fest, dann "werden Lösungen von vielen Helfern, auch Studenten und Professoren ausgearbeitet." Doch nur fünf der Arbeitenden müssen die Lösungen letztlich im Disput mit den gegenerischen Mannschaften der Jury vorstellen. Einer aus diesem Team ist Jan. Er erreichte beim jüngsten Wettbewerb mit seinen Kollegen den zweiten Platz hinter der tschechischen Republik.

Auch in seiner übrigen Freizeit läßt das logische Denken den Schüer nicht los: Regelmäßig spielt er beim SV Magstadt Schach. Aber meistens beschäftigt sich Jan Theofel mit den fünf Computern im eigenen Netzwerk. Dabei baut er Internet-Seiten, zum Beispiel seine eigene (www.theofel.de) oder - ums Taschengeld aufzubessern - die einer Computerfirma. Und wenn ihm mal ein Hilfsprogramm fehlt, schreibt er es eben selbst. Außerdem hat er zusammen mit einem Freund bei der letzten " Jugend-forscht"-Ausscheidung mit einem Datenverschlüsselungskonzept den Regionalsieger-Titel errungen und sich fürs Landesfinale qualifiziert.

Und so ganz nebenbei ist Jan auch noch Schüler am Gymnasium Unterrieden. Im Frühling steht das Abitur an. Aber darüber spricht er nicht so gerne. "So toll sind meine Mathe- und Physiknoten dann auch wieder nicht. Ich schlag' mir halt lieber mit dem Physik-Turnier und Jugend forscht die Zeit um die Ohren."


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Erstellt von Jan Theofel (E-Mail: jan.AT.theofel.DOT.de) - Fassung vom 27.9.2003
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