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Backbuchrezension: Brotgeschichten aus Hohenlohe

Brotgeschichten aus Hohenlohe mit umfangreicher Rezeptsammlung / Ausgezeichnet als weltbestes Brotbuch

Ein Blick in Läden, die Brot und Brötchen verkaufen, offenbart heute schnell eine traurige Realität. Die Grundlebensmittel Brot und Brötchen verkommen immer mehr zu industriell gefertigten Produkten. Aus großen Produktionsstraßen laufen Teiglinge, die tiefgefroren zu Selbstbedienungsbäckereien oder in Supermärkte geliefert werden. Dort werden sie nur noch fertig gebacken und als frische Backwaren verkauft.

Doch während auf der einen Seite diese Produkte zu geringen Preisen und ohne Geschmack verkauft werden, verlangen Kunden auf der Gegenseite nach hochwertigen, ursprünglichen und traditionell gefertigten Backwaren. Man findet sie in den kleinen Dorfbäckereien die dem Preiskampf mit Qualität trotzen oder in den privaten Küchen wo man (wieder?) selbst Brot backt. Wer auf diese Art sein Brot und seine Brötchen genießen möchte, dem sei das Buch Brotgeschichten aus Hohenlohe mit einem umfangreichen Rezeptteil ans Bäckerherz gelegt.

Schon die Auszeichnung als weltbestes Brotbuch bei den World Cookbook Awards lässt ahnen das man hier ein ganz besonderes Buch in den Händen hält. Es beschreibt die Kulturgeschichte von Brot und Brötchen in der Gegend Hohenlohe im Norden Baden-Württembergs.

In den verschiedenen Geschichten erfährt man viel Wissenswertes rund um die kleinen und großen Runden Laiber. Warum und wann sind eigentlich unsere Backhäuser entstanden? Wann fand die Kartoffel Einzug in das Brot? Und welche ursprünglichen Getreidesorten finden inzwischen wieder stärkere Verbreitung? Diese und viele andere Fragen werden in den Geschichten zwar nicht gestellt aber dafür um so treffender beantwortet. Und so lernen wir als Leser das Brot kennen wie Brot auch sein kann und sein sollte ohne das es eine Maschine nur in großen Mengen ausspuckt.

Wer selbst Hand an den Teig legen will findet in dem Buch zahlreiche Rezepte. Von klassischen über historische bis hin zu ausgefallenen Brotrezepten ist hier alles vertreten. Der Leser lernt das Brot der alten Römer am Limes ebenso kennen wie Sorten aus Kamut oder Hanf. Dazu gibt es jeweils eine übersichtliche Zutatenliste und eine knapp gehaltene Zubereitungsanweisung. Mit etwas Übung und den richtigen Zutaten kommt man hier schnell zu schmackhaften Ergebnissen.

Und auch die Aufmachung des Buches gefällt. Neben einem angenehmen Layout mit kurzen augenfreundlichen Zeilen auch bei den Geschichten gibt es ein stabiles Hardcover mit einer belastbaren Bindung. Die Rezepte und auch die sonstigen Texte werden durch schöne Bilder bekräftigt. Spätestens bei ihrem Anblick kribbelt es einen in den Fingern und man möchte das Mehl für diese Köstlichkeiten am liebsten sofort mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig formen.

Fazit:

Dieses Buch ist kein Kompendium des Brotbackens und will es auch nicht sein. Statt dessen findet man hier ausgewählte Brotrezepte und spannendes Hintergrundwissen in einer perfekten Aufmachung. Den Preis "weltbestes Brotbuch" haben sich die Autoren redlich verdient.

Übersicht:

Titel: Brotgeschichten aus Hohenlohe mit umfangreicher Rezeptsammlung
Autor(en): Roland Silzle, Dieter Ziegler-Naerum
Verlag: Silberburg-Verlag
ISBN: 3-87407-574-5
Bezugsquelle: Amazon

Hinweis: Diese Rezension entstand dank eines Rezensionsexemplares, welches mir der Verlag überlassen hat.
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Tags: verlag:silberburg backbuch:brot

Geschrieben von Jan Theofel
am 16.11.2006um 23:01 Uhr

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» multikulinarisch.es | 21.09.2009 um 12:39

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