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Rezept: Apfelstrudel aus Bayern

Da ich heute in Nürnberg bin, passt tagesaktuell ein Rezept aus Bayern auch ganz gut hier ins Weblogs. Das habe ich allerdings schon letzte Woche zubereitet und nicht hier vor Ort. Bei dem Rezept handelt es sich um einen bayrischen Apfelstrudel. Während mir der häufiger anzutreffende Wiener Apfelstrudel etwas zu trocken ist, ist diese Variante aus Bayern sehr schön saftig.
Einziger Wermutstropfen: Diese Saftigkeit erkaufen wir uns durch eine Menge Fett in Form von Butter, Rahm und Milch. Zum Abnehmen ist dieser Apfelstrudel daher weniger geeignet.
Für die Zubereitung des Rezepts benötigt ihr außerdem eine große feuerfeste Form. Ich habe eine Form verwendet, die fast 30x40 cm groß ist.
Ich würde die Menge als Nachtischportion für 6 bis 8 Leute einstufen. Dazu passt eine Vanillesauce (um das ganze noch saftiger zu machen), beispielsweise meine Vanillesauce ohne rohes Ei.
Zutaten
Mengenangaben für 6-8 Portionen
Für den Teig:
- 500 g Mehl
- 250 ml Wasser
- 2 Eier
- 1 Prise Salz
- 2 EL neutrales Öl
Für die Form:
- 80 g Butter
- 250 ml Milch
- 1 EL Zucker
Für die Füllung:
- 1,5 kg säuerliche Äpfel
- 100 g Zucker
- 80 g Rosinen
- etwas Zitronensaft (bei mir: Saft 1/2 Zitrone)
- 250 ml saure Sahne
- 60 g Butter
Zubereitung
- Das Mehl um Klumpen zu vermeiden auf die Arbeitsfläche sieben. Die restlichen Zutaten bis auf das Öl verquirlen und langsam in das Mehl einarbeiten. Alles zu einem homogenen Teig verarbeiten.
- Etwas einölen und 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lasssen.
- Währenddessen die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in feine Schnitze schneiden. Die fertigen Stücke mit etwas Zitronensaft mischen um eine Braunfärbung zu vermeiden.
- Mit den Rosinen, dem Zucker und der sauren Sahne mischen und ebenfalls etwas ruhen lassen.
- Die Butter für die Füllung und für die Form schmelzen. Den Backofen auf 190 °C vorheizen.
- Den Teig auf vier gleichgroße Stücke verteilen und diese mit dem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn und rechteckig ausrollen. Die lange Seite des Rechtecks sollte dabei so lang sein, wie die lange Seite der Form.
- Jedes Teigstück auf ein Küchentuch legen, mit flüssiger Butter einstreichen und mit einem Viertel der Apfelmasse belegen. Dabei die Stücke so drehen, dass sie etwa parallel zur langen Kante laufen. Dann mit Hilfe des Tuchs von dessen langer Seite her einrollen.
- Die Milch mit 40 g der Butter und dem Zucker in die Form geben und die Strudelrollen hineinlegen. Die restliche Butter zu kleinen Flöckchen schneiden und über dem Strudel verteilen.
- Den Apfelstrudel 45 Minuten bei 190 °C backen.
Service
Quelle:
Original Bayrisch - The Best of Bavarian Food, Seite 58 (englisch Seite 59)
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Nachtisch
Geschrieben von Jan Theofel
am 3.01.2007um 23:50 Uhr
Permalink
Abgelegt unter Nachtisch
12 Kommentare
TrackBacks für »Rezept: Apfelstrudel aus Bayern«
12 Kommentare zu »Rezept: Apfelstrudel aus Bayern«
Beim Ausrollen des Teiges ist wichtig, dass er wirklich gleichmäßig und sehr dünn wird. Als Faustregel nannte meine Oma immer, dass man eine unter dem Teig liegende Zeitung lesen können sollte. Da dies mit dem Nudelholz (aka Wellholz) alleine kaum gelingt, nimmt man den ausgerollten Teig auf die Hand und Unterarm und zieht ihn über den Handrücken vorsichtig immer dünner aus.
In dem bayrischen Kochbuch war es zumindest so beschrieben. Es gibt aber auch sicherlich viele bayrischen Apfelstrudel, die ohne Rosinen sind, weil die Bäckerin/der Bäcker sie selbst nicht mögen.
Und Rezepte sind ja ohnehin dazu da, sie den eigenen Vorlieben anzupassen. Also: Lass die Rosinen doch einfach weg. :-)
Lieber Jan, ganz Ganz liebe Grüße aus Bayern, Marion
Chef de cuisine
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1 | Jürgen | 6.01.2007 um 1:36