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Ganesha - Indisch essen in Stuttgart

Gestern war ich zum zweiten Xing-Restauranttester-Treffen im Ganesha in Stuttgart. Ganz in der Nähe von unserem Büro gelegen war es mir bislang leider noch nicht aufgefallen. Allerdings wurde es mir gegenüber inzwischen als "bester Inder in Stuttgart" angepriesen.

Mit insgesamt 21 Leuten haben wir dieses Mal getestet und dabei den kleinen Nebenraum des indischen Restaurants brechend voll bekommen. Hier eine kurzer Überblick von meinen Eindrücken.

Speisen

Bei den Getränken habe ich wie üblich zwei große Wasser (jeweils 0,5 l) bestellt. Später folgte ein weiteres Wasser (0,25 l) und ein Litchisaft.

Etwas ungeschickt fand ich, dass das Wasser mit Flasche und Glas serviert wurde. Dadurch wurde es auf Tisch nur unnötig viel Platz benötigt - und der war ohnehin reichlich knapp. Gläser in diesen Größen gab es statt dessen nur für Getränke wie etwa einen Mango Lassi. Aber qualitativ gibt es nichts zu meckern: Das Wasser war irgend eine bessere Marke, die ich mir allerdings nicht gemerkt habe. Der Litchisaft folgte zum Nachtisch direkt im Glas und war sehr lecker. Vor allem war er nicht zu süß.

Vor den Speisen gab es indisches Faldenbrot (Roti) mit vier verschiedenen Pickles. Das Brot war frisch und lecker, und die Pickles haben dazu gut geschmeckt. Einer war sehr mild auf Joghurt-Basis, ein weiterer etwas fruchtig und gut scharf. Nummer drei war säuerlich (nicht so mein Fall) und der vierte süßlich, den ich aber aufgrund der enthaltenen Mango nicht probiert habe.

Als Vorspeise habe ich Paneer Pakora (Kartennummer 18) bestellt. Paneer ist ein indischer Käse, der hier im Restaurant gemacht wird. Diese war in einem Kichererbsenteig frittiert und mit einem kleinen Salat garniert. Dazu gab es nochmals das fruchtig-scharfe Pickle, das sehr gut zu dem Käse passt. Alles zusammen war eine gelungene indische Vorspeise, die mir gut geschmeckt hat.

Weiter ging es mit dem Hauptgang, den Tandoori King Prawn (Nummer 32). Der Tandoori ist ein klassischer indischer Ofen, in dem auch das Roti gebacken wird. Für diesen Hauptgang durften darin aber statt dessen Rießengarnelen in einer Joghurt-Gewürz-Marinade und etwas Gemüse die Hitze des Tandoori kennenlernen. Dazu gab es eine Sauce und Reis. Auch hier gab es keine Beanstandungen von mir: Die Zutaten waren frisch, lecker und haben hervorragend zusammen geschmeckt.

Ein Nachteil bei dem Hauptgang war, dass wir alle einen riesigen vorgewärmten Teller bekommen haben und das Gericht extra auf einer Platte oder in einer Schale serviert wurde. Dadurch wurde es auf dem Tisch sehr eng aber irgendwie haben wir doch alles unter bekommen.

Zum abschließenden Nachtisch habe ich mir ein hausgemachtes Eis mit Kardamon (Kulfi, Nummer 148) bestellt. Das Eis war sehr süß aber gut. Nur drei Kugeln waren dann schon fast etwas zu viel der süßen Nascherei.

Alle Speisen haben mir bis auf das eine Pickle sehr gut geschmeckt. Allerdings sollte man darauf hinweisen, dass zumindest einige der Gerichte durchaus scharf sind. Man kann jedoch auch bei der Bestellung darauf hinweisen, dass man sie nicht so scharf oder extra scharf haben möchte. Wie für die indische Küche üblich haben hier auch Vegetarier eine große Auswahl an Gerichten.

Mittags gibt es spezielle Mittagsmenüs zwischen 11:30 Uhr und 14:30 Uhr. Alle Gerichte der Karte gibt es dabei auch zum Mitnehmen, wovon ich in Zukunft sicher öfters Gebrauch machen werde.

Bedienung

Wie stellt man sich die Bedienung in einem indischen Restaurant vor? Freundlich, hilfsbereit, aufmerksam aber zurückhaltend. Genau so war zumindest die Bedienung im Ganesha.

Die Getränke wurden schnell gebracht und auch während des Essens war es kein Problem bei einer der stets aufmerksamen Bedienungen etwas nachzubestellen. Dazu kam es - soweit ich das mitbekommen habe - zu keinem einzigen Fehler oder Vergessen einer Bestellung.

Trotz der Größe unserer Gruppe kamen die Gerichte sehr zeitnah beieinander. Nur eines wurde, allerdings aufgrund eines Missverständnisses bei uns Gästen, falsch zugeordnet und dann ohne weitere Rückfragen nochmal gebracht.

Auch bei meinem Eis verlief der Austausch ohne Probleme. Dieses kam nämlich mit einer Mangosauce, die ich nicht vertragen hätte. Und obwohl das sicherlich kein Fehler des Restaurants ist wurde es anstandslos gegen ein neues Eis ohne Sauce ausgetauscht.

Alles in allem ein perfekter Service, der kaum einen Wunsch offen lässt.

Ambiente

Die Einrichtung war natürlich auf indisch - wie könnte es anders sein. Allerdings fand ich diese nicht so übertreiben kitschig wie in man anderen indischen oder asiatischen Restaurants. Wenn man genau hinsieht kann man z.B. am alten Kachelofen im Nebenzimmer noch das ehemalige schwäbische Restaurant erahnen, das hier früher einmal drin war.

Wenn ich es richtig gesehen habe, gibt es leider keine Möglichkeit draußen zu sitzen.

Von der Lage her ist das Ganesha zwar nicht direkt im Zentrum aber dennoch zentral gelegen. Es befindet sich von der Innenstadt aus betrachtet direkt hinter dem Wagenburgtunnel. Da es sich um eine Wohngegend handelt sind die Parkplätze gegen Abend eher knapp. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist kann mit der Buslinie 40 fast direkt bis vor die Haustüre fahren (Haltestelle Tunnel Ostportal).

Fazit:

Ob das Ganesha das beste indische Restaurant in Stuttgart ist kann ich nicht sagen, weil ich bislang nur dieses hier kenne. Aber es ist auf jeden Fall ein ausgezeichnetes indisches Restaurant mit sehr leckerem Essen und einer guten Bedienung. Hier werde ich auf jeden Fall öfters zum Essen gehen und auch Mittags Essen holen.

Kontaktdaten:

Ganesha Restaurant
Adresse: Lembergstr. 19, 70186 Stuttgart
Telefon: 0711 / 4687 981
E-Mail: ganesharestaurant@hotmail.com
Webseite: http://www.ganesharestaurant.de/

Sparen im Ganesha

Für das Ganesha befindet sich im Gutscheinbuch für Stuttgart ein Gutschein.

Tags: ort:stuttgart restaurant:indisch

Geschrieben von Jan Theofel
am 2.06.2007um 17:56 Uhr

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Abgelegt unter Restaurants

4 Kommentare

 

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4 Kommentare zu »Ganesha - Indisch essen in Stuttgart«

Hallo Jan, bin immer wieder gern auf deinen Seiten. Sie sind vom Layout, vom Funktionellen und natürlich auch inhaltlich einfach schön. Bis demnächst wieder beim Testessen ; ) Susanne

1 | Susanne Schweigert | 5.06.2007 um 13:36

War heute auch Testessen und richtig enttäuscht. Wenn das der ultimative Inder sein soll, will ich nicht wissen, wie es bei einem nicht so guten Inder schmeckt. Wer schon mal in anderen Ländern indisch essen war, kann das bestimmt nachvollziehen. Hier: verkochte Lammfleischkrümel in einem Gericht, in einem anderen Convenience-Salat mit Maiskörnern und roter Bete (indisch?) und eine Tomatensuppe aus der Dose mit Zitrone und Korander aufgepeppt. DAS KANN ES JA WOHL NICHT SEIN!

2 | conny hebener | 19.07.2009 um 16:02

@Conny: Deien negativen Erfahrungen tuen mir natürlich leid. Den Convinience-Salat kann ich nicht nachvollziehen - zumindest nicht mit denen, die beim Mittagsessen dabei sind. (Das mir der nicht persönlich zusagt ist ein anderer Punkt. Ok.) Die Salate scheinen mir dort immer frisch und mit einer eigenen Salatsoße zubereitet zu sein. Die Tomatensuppe habe ich ebenso wie das Lammgericht beide noch nicht gegessen.
War das ein Besuch beim Ganesha oder verteilt auf mehrere mit immer negativen Erfahrungen?

3 | Jan Theofel | 19.07.2009 um 16:46

also ich habe dort schon dreimal bestellt und dann die gerichte abgeholt...

wir waren immer sehr zufrieden, manchmal etwas zu scharf aber immer sehr lecker und immer waren alle zutaten ganz frisch nix aus der dose, oder vorbereitet...

4 | susan | 12.03.2010 um 10:26

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