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Restaurantkritik: Floating Market (Stuttgart)

Die letzten beiden Tage war es hier leider ruhig, weil ich eine kleine Verschnaufpause gebraucht habe und gestern Abend wieder mal nett Essen war. Und zwar wollte ich aus gegebenem Anlass (dazu demnächst mehr) mal wieder das Floating Market in Stuttgart besuchen. Hier bin ich häufiger Gast und sollte euch daher nicht meine Eindrücke vorenthalten. :-)

Der Name, der von den schwimmenden Märkte in Thailand her rührt, ist natürlich Programm. Im Floating Market gibt es Thailändische Küche, bei der traditionelle thailändische Gerichte mit modernen Akzenten serviert werden. Davon habe ich mir gestern folgendes Menü gegönnt:

Speisen

Zuerst wieder ein Blick auf die Getränke. Wie üblich habe ich mir eine große Flasche Wasser geordert. Später gab es noch einen Cocktail (Coconut Kiss), der lecker geschmeckt und vor allem nicht zu süß war. Alles in allem aber keine besondere Herausforderung für ein solches Restaurant.

Beim Bestellen habe ich mir statt des Menüs, welches aus vielen Wahlmöglichkeiten besteht, lieber einzelne Speisen von der Karte herausgesucht. Preislich macht das auch kaum einen Unterschied, nur hatte ich eben keine Suppe. Zum Essen kann man wahlweise Holzstäbchen oder auch Messer und Gabel verwenden. Beides befindet sich auf dem Tisch, so dass man sich auch keine Blöse geben muss nach "normalem" Besteck bei der Bedienung zu fragen.

Leider gab es keine kleinen Appetithäppchen vorab, so dass es direkt mit der Vorspeise los ging. Ich habe mich für Fischküchlein mit Kaffirblättern, rotem Curyy und grünen Bohnen (Nummer 35) entschieden. Diese kamen mit einem leckern Dipp und waren mit etwas Salat und einer essbaren Blume angerichtet. Ich habe alles mit Stäbchen gegessen, wobei ich die Küchlein vorher mit dem Messer in handliche Stücke geschnitten hatte. So haben sie dann auch in den Dipp gut reingepasst. Bis auf dieses kleine Handling-Problem eine sehr gelungen Vorspeise die mir sehr gut geschmeckt hat.

Als Hauptgericht habe ich mir dann Hummerkrabben mit Wasserspinat, rotem Curry und Kokosmilch (Nummer 77) bestellt. Auch hier gab es wieder die übliche Dekoration mit Bananenblatt (nicht essbar :-) und der essbaren Blume auf dem Teller. Von der Optik her also schon mal sehr schön. Und auch geschmacklich war der Hauptgang ganz ausgezeichnet. Die Schärfe war genau richtig für mich und die Zutaten haben wunderbar miteinander harmoniert. Hier war ich dann lediglich mit den Stäbchen etwas überfordert. Der Reis ist zwar sehr klebrig aber sobald er sich mit der leckeren Sauce vermischt hat, wird es für mich allerdings schwierig. Das man das aber durchaus mit Stäbchen bewältigen kann, haben mir die Alex und Paula gezeigt. :-)

Zum süßen Abschluss gab es schließlich Sticky-Rice in Kokosmilch mit Früchten und Vanilleeis (Nummer 95). Das ganze erinnert ein wenig an Milchreis nur eben exotisch und viel leckerer. Zum Dessert wurden dann ein kleiner Löffel und eine Gabel gebracht, so dass ich hier keine Stäbchenprobleme hatte... Bedenken hatte ich nur bei den Früchten, da sich diese als Mangos herausgestellt haben. Bislang dachte ich ja, dass ich die nicht vertrage aber dem scheint wohl doch nicht der Fall zu sein. Zumindest von der Sorte gestern habe ich bislang gut vertragen. Und obwohl ich den Nachtisch mit gemischten Gefühlen was einen möglichen Hautauschlag anging gegessen habe war er sehr lecker.

Alles in allem ein wunderbares Essen, wie ich es auch von früher her im Floating Market gewohnt war. Preislich liegt das Floating Market dabei etwas über anderen Restaurants. Aber der gute Geschmack und die gute Qualität des Essens rechtfertigen das auf jeden Fall.

Bedienung

Die Bedienung im Floating Market habe ich auch dieses Mal wieder als sehr hilfsbereit und zuverlässig erlebt. Ohne zu stören wird man schnell und fehlerfrei bedient. Es gibt keine Rückfragen, keine Unachtsamkeiten. Lediglich der Umstand, dass die Bedienung mir immer den freien Stuhl am Tischkopf gegen mein Bein gedrückt hat war etwas unangenehm.

Ambiente

Wer das Restaurant betritt verlässt in dem Moment die Welt, aus der er kommt. Von der Stadt Stuttgart begibt man sich in eine asiatische Umgebung, die aufwendig gestaltet ist ohne dabei übertrieben zu wirken. Im unteren Bereich gibt es beispielsweise ein großes Becken in dem Kois schwimmen und die recht zutraulich zu den Gästen an den Tisch kommen.

Auch auf dem Tisch stimmt das Gesamtbild. Hier gibt es neben den essbaren Blumen und Bananenblättern auf den Tellern schöne Stäbchen aus Holz und mit Blumen verzierte Servietten. Wer nicht gerade mit Blick auf die Theodor-Heuss-Straße sitzt kann wirklich vergessen, dass er sich gerade in Stuttgart befindet.

Lediglich die Plätze entlang der Straße finde ich nicht so schön. Auch wenn diese draußen liegen und auch schön dekoriert sind ziehe ich die Plätze im Inneren vor.

Lage

Um in den wunderbaren Genuss der thailändischen Küche zu kommen muss man sich verkehrstechnisch nicht verbiegen. Das Floating Market liegt zentral in Stuttgart an der Theodor-Heuss-Straße. Die Haltestelle Stadtmitte liegt in unmittelbarer Nähe und auch Parkplätze sind hier zu finden.

Fazit:

Nicht ohne Grund bin ich im Floating Market immer wieder gerne zu Gast. Das Essen schmeck hervorragend und auch die optischen Eindrücke entführen einen nach Thailand.

Kontaktdaten:

Adresse: Theodor-Heuss-Straße 14, 70174 Stuttgart
Telefon: 0711 222 0 228
E-Mail: e-mail@floating-market.de
Webseite: http://www.floating-market.de/

Tags: ort:stuttgart restaurant:thailändisch

Geschrieben von Jan Theofel
am 7.06.2007um 13:24 Uhr

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4 Kommentare

 

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4 Kommentare zu »Restaurantkritik: Floating Market (Stuttgart)«

Dem Fazit kann ich mich nur anschließen - zu besonderen Anlässen gehe ich auch immer wieder gerne ins Floating Market, besonders weil man auch als Veganer sehr leckeres Essen bei freundlicher Bedienung und außergewöhnlichem Ambiente findet.

1 | Martin | 12.06.2007 um 18:58

Wer aus Stuttgart und Umgebung kommt und die thailändlische Küche nicht ablehnt sollte sich den Floating Market auf jeden Fall "antun" ;) Selbst Bekannte die davor keine Freunde der thailändischen Küche waren konnte ich hier überzeugen. Das Essen ist wirklich äußerst gut und die Bedienungen und das Ambiente einfach nur empfehlenswert. Ich freu mich schon auf nachher, denn dann geh ich erstmal Essen.. und das natürlich im Floating Market!!!

2 | Laura | 13.03.2009 um 18:31

"... so dass man sich auch keine Blösse geben muss nach "normalem" Besteck bei der Bedienung zu fragen."

Normal ist wie immer relativ!

Normal in Thailand ist es mit Löffel und Gabel zu essen. Nicht normal: Messer zum Essen gibt es i.d.R. nur in westlichen Restaurants zu westlichen Speisen. Stäbchen werden für die chinesische und japanische Küche genutzt. Thailänder essen bestimmte Nudelgerichte gerne mit Stäbchen, aber eigentlich keine Reis, zumal der nicht klebrig gekocht wird. Zur Nudelsuppe gibt es zu den Stäbchen einen Löffel dazu.

Die Blöße (und ein bisschen mehr) gibt man sich, wenn man im Restaurant 3 Stunden für ein grünes Curry mit Reis braucht, weil man meint es wäre authentisch jedes Reiskorn einzeln zu essen. Das habe ich schon einmal beobachten dürfen…

;-)

Abgesehen davon gehört die thailandische Küche zu den Top 5 der Welt, wobei ich in Deutschand bisher kein wirklich brauchbares Restaurant gefunden habe.

3 | German | 28.10.2010 um 15:30

Danke für deine Ergänzung zur den Essuensilien. In der Tat schwere ich da die asiatische Küche viel zu sehr über einen Kamm, was das Essen mit Stäbchen angeht.

Was deine Meinung über die thailändische Küche angeht, gebe ich dir Recht: Sie ist eine der leckeren dieser Welt und ich Esse sie sehr gerne - wenn sie nicht gerade mit Glutamat zubereitet wird.

4 | Jan Theofel | 28.10.2010 um 20:56

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