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Restaurantkritik: Pier 51 (Stuttgart-Degerloch)

Vor einigen Tagen war ich in Stuttgart mit den Xing-Restauranttesten mal wieder zu Besuch in einem weiteren Restaurant. Die "Chefin" hatte dieses mal das Pier 51 in Stuttgart-Degerloch als Testobjekt auserkoren. Und so waren wird diese Mal mit einer etwas kleineren Gruppe von etwa 16 Leuten dorthin unterwegs und haben Speisen, Service und Ambiente unter die Lupe genommen.

Dieser Bericht spiegelt im wesentlichen meine persönlichen Eindrücke wieder wobei ich natürlich auch rechts und links auf die Teller geschaut habe. :-)

Speisen

Bei den Getränken bin ich meiner üblichen Taktik treu geblieben. Eine große Flasche Wasser hält erst mal eine Weile. Die 0,75 l kamen von einer Marke, ich meine Teinacher - bin mir aber nicht mehr ganz sicher. (Nächstes Mal schreibe ich mir das auf...) Keine Kritik so weit außer dem Umstand, dass ich etwas lange auf das Wasser warten musste. Aber bei einer nach und nach eintreffenden Gruppe kann das schon mal vorkommen.

Die Küche selbst ist auf Amerikanisch abgestimmt. Das gibt eine Reihe Freiheiten, weil dort bekanntlich diverse Einwanderer ihre Spuren in der Esskultur hinterlassen haben. (Siehe auch meine USA-Rezepte). Dazu kommen aber auch amerikanische Klassiker, die hier aber nichts mit Fast-Food-Unkultur zu tun haben.

Einen kleinen Happen vorneweg gab es hier leider nicht. Dafür gibt es zur Auswahl der Speisen drei verschiedene Karten. Eine davon ist die Bistrokarte, eine die Restaurantkarte und die dritte enthielt eine Aktionskarte. Dabei kann man allerdings beliebig zwischen den Karten mischen.

Das Pier 51 ist für seinen frischen Hummer bekannt. Die Tiere werden hier lebend angeliefert und dürfen sich in großen Wasserbecken aufhalten bis der Gast sie bestellt. Da ich aber in den nächsten Wochen ohnehin selbst Hummer zubereiten werde, wollte ich diesen nicht als Hauptspeise bestellen. Statt dessen habe ich als Vorspeise eine Hummersuppe gewählt. Diese war sehr lecker und hatte auch ordentliche Stücke Hummerfleisch mit dabei.

Für den Hauptgang habe ich mir dann ein Fischgericht herausgesucht. Auch wenn es hier viel verlockende Auswahl gab, fiel meine Entscheidung am Schluss auf ein Lachsgreicht. Dabei hat mich vor allem interessiert wie denn wohl Lachs schmeckt, der in Teebaumrinde gedämpft wurde. Dazu gab es mashed potatoes und dreierlei Saucen. Während der Lachs mit den Kräutern und die Kartoffeln sehr lecker waren, konnten mich nur zwei der drei Saucen überzeugen. Die dritte passt meiner Meinung nach nicht zu Fisch. Aber zu dem restlichen Brot von den Vorspeisen hat diese sehr gut geschmeckt. (Mit dieser Meinung war ich übrigens nicht alleine.)

Generell darf man sagen die Speisen - gerade beim Hauptgang - sehr schön angerichtet worden sind. Damit und auch mit der Qualität der Waren zielt man eindeutig auf die etwas gehobenere Küche. Das passt im Großen und Ganzen auch. In Details wie bei mir die Sauce oder bei einem gegrillten Fisch, der auch eher als gedämpft herausstellte (nicht meiner) gibt es hier aber noch Bedarf zur Optimierung.

Als ordentlicher Tester darf man natürlich nicht mit dem Hauptgang schließen - da muss noch ein Nachtisch her. Geordert habe ich mir einen kleinen Kirschauflauf mit frischen Beeren und Erdnusseis. Was erst unheimlich süß und klebrig klang stellte sich aber als erfreulich leicht und lecker heraus. Insbesondere das Eis hat mich sehr positiv überrascht. Serviert wurde der Nachtisch auf einer Schiefertafel und auch wieder wunderbar angerichtet.

Der Preis für diese Speisen lag bei knapp über 40 Euro. Damit zählt das Pier 51 nicht unbedingt zu den preiswerten Restaurants in Stuttgart. Wer ein Gutscheinbuch besitzt wird darin einen Gutschein vom Pier 51 finden, bei dem von zwei Hauptspeisen die günstigere umsonst ist. Ausgenommen sind leider die Hummergerichte.

Bedienung

Obwohl wir (soweit ich das mitbekommen habe) fast nur von einer Person bedient worden sind, gab es keinerlei lange Wartezeiten oder Probleme. Nur die Getränke zu Beginn hätten etwas zügiger am Tisch sein dürfen. Ansonsten gab es keinen Grund zur Beanstandung.

Zusätzlich sollte bemerekt werden, dass die Karte komplett in Deutsch und Englisch gehalten ist und Bestellungen auch auf Englisch aufgegeben werden können. Die Bedienung scheint diese dabei auch auf Englisch zu notieren, was manchmal zu kurzen Rückfragen bei den deutschen Bezeichnungen der Gerichte geführt hat.

Ambiente

Obwohl man sich im Pier 51 als amerikanisches Restaurant sieht, ist das Ambiente nicht übertrieben amerikanisch. Statt Chrom findet man hier doch eher einen schlicht aber modern eingerichteten Gastraum, in dem auch ohne weiteres für größere Tisch Platz ist.

Von der Straße abgewandt gibt es zudem eine Terasse, die im Sommer die Möglichkeit bietet auch draußen zu genießen.

Lage

Das Pier 51 ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Direkt gegenüber liegt eine U-Bahn-Haltestelle (das müsste die Endhaltestelle Degerloch sein) und wer mit dem Auto kommt findet im Hof einige Parkplätze. Nur durch die Lage außerhalb des Zentrums muss man etwas Fahrtzeit einplanen.

Fazit:

Auch wenn es kleine Schwächen gibt bietet das Pier 51 eine anspruchsvolle Küche. Diese Qualität hat aber auch ihren (berechtigten) Preis. Wer es also etwas stilvoller und amerikanisch mag, der ist hier gerne Gast.

Kontaktdaten:

Pier 51
Löffelstraße 22
70597 Stuttgart-Degerloch
Telefon: 0711 / 976 - 9997
Webseite: www.pier51-stuttgart.de

Tags: ort:stuttgart restaurant:amerikanisch

Geschrieben von Jan Theofel
am 31.07.2007um 22:54 Uhr

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1 Kommentare

 

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1 Kommentare zu »Restaurantkritik: Pier 51 (Stuttgart-Degerloch)«

Lieber Jan, als Mittester der RTF kann ich Deine Bemerkungen gerne bestätigen. Ich hatte einen Red Snapper, der perfekt gemacht war, noch saftig genug und doch das - beim Snapper oft zu - feste Fleisch noch sehr saftig. Über die Qualität dieses gerichtes waren alle drei einig, die dies ausgewählt hatten. Ich war schon öfters in diesem Lokal und kann bestätigen, dass der gute Eindruck kein Einzelfall war, ich war dort bisher eigentlich immer gut bedient worden und die Küche hatte mit einer lässlichen Ausnahme vor Jahren nie Ausfälle. Vielleicht solltest Du noch die Weine erwähnen, die dort natürlich aus Napa und Sonoma kommen und wo es feine Tropfen gibt. Abschließend: Strassenbahnhaltestelle ist Degerloch-Albplatz. Herzliche Grüße , bis zum nächsten Mal Wolfgang

1 | Wolfgang | 1.08.2007 um 7:55

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