Wasser- und Geschicklichkeitstest bei der Deutschen Bahn
Zur Zeit probiere ich gerne mal die eine oder andere Flasche einer mit bis dahin unbekannten Wassermarke aus. So hatte ich schon ein Wasser von den Fiji-Inseln und eines von einem Isländischen Gletscher. Beide waren recht teuer konnten mich aber nicht so recht überzeugen. Daher habe ich auch nichts darüber geschrieben.
Allerdings hatte ich am Sonntag im Zug nach München aber das Glück zunächst in einem Abteil zu sitzen, in dem die Klimaanlage defekt war. Als kleine Entschädigung hat man den Reisenden kostenloses Wasser angeboten. Und so hielt ich das erste mal einen Tetrapak mit Christinen carat, einem Mineralwasser ohne Kohlensäure, in der Hand. Für Reise ist dieser Tetrapak natürlich recht praktisch, weil kein Pfand darauf anfällt.
Auf der Verpackung prangt ein goldenes DLG-prämiert-2006-Emblem. Ich wusste noch gar nicht, dass es das auch für Mineralwasser gibt. Das Christinen-Wasser entspringt der Flämischen Felsenquelle bei Wiesburg in Brandenburg. Diese liegt 101 m tief unter dem Naturpark "Hoher Fläming". Das klingt schon ziemlich ungewöhnlich und schmeckt wie ich finde auch sehr gut. Da es zudem natriumarm ist, ist es auch für Babynahrung geeignet.
Ob das Christinen carat wirklich die "Krone der Erfrischung" ist, wie der Hersteller auf die Verpackung druckt lasse ich mal dahingestellt. Es ist aber deutlich besser als viele andere Wasser, die ich bereits kenne. Auf jeden Fall werde ich mal schauen, ob es das Wasser auch in größeren Flaschen zu kaufen gibt.
Eigentlich war ich der irrigen Annahme, dass dieser Artikel an dieser Stelle zu Ende geschrieben wäre und ich ihn Sonntag Abend nach meiner Ankunft in München vom Hotel aus online stellen würde. Dem war aber leider nicht ganz der Fall. Denn nach dem Wassertest folgte der Geschicklichkeitstest.
Kurz vor Augsburg hielt der ICE nämlich auf freier Strecke mit einem Triebwerksschaden. Auch ein Neustart der Lok wollte den Zug nicht wieder zum Leben erwecken. Daher durften wir dann eine ganze Weile später über Notstege aus dem ICE klettern und in den auf dem Nebengleis stehenden ICE wieder einsteigen.
So bin ich dann statt kurz nach 22:00 Uhr gegen 1:00 Uhr nachts im Hotel angekommen. Auf die Fahrtpreisgutschrift von ca. 5,00 Euro für die man wieder extra anstehen müsste, habe ich dankend verzichtet. Nur ein Wasser hätte ich gerne noch genommen. Aber die Flaschen sind im Gegensatz zu den Fahrgästen leider nicht mit evakuiert worden...


