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Alle Artikel aus dem Monat April 2008
29.04.08
Letzte Woche war ich in München im Tassilogarten essen. Neben leckerer und kreativer Küche, fällt dort neuen Gästen vor allem eines auf: Die Beschriftung der Toiletten. An diesen prangen nämlich jeweils nur die zwei Buchstaben XX und XY. Wer jetzt nicht weiß, für welche Türe er sich entscheiden würde, liest am besten mal bei Wikipedia nach. Diese Möglichkeit hat der Restaurantbesucher meistens nicht. Und mit dem Handy vor der Toilette rumfummeln nur um zu wissen, wo man rein muss ist eben auch nicht der Hit.
Also spielen sich dort immer wieder amüsante Szenen wie die folgenden ab, so dass sich ein Sitzplatz in Sicht der Toiletteneingänge durchaus lohnt...
Ein männlicher Besucher öffnet die Türe zur Herrentoilette und schaut in den Vorraum. Unsicher testet er danach die Damentoilette um sich dann doch für die richtige Toilette zu entscheiden.
Kurz darauf sucht ein asiatischer Besucher die Örtlichkeiten auf. Er ist deutlich vorsichtiger und klopft erst mal höflich an die Herrentoilette. Er öffnet die Türe einen Spalt weit und spät in den Vorraum. Dann das selbe Spiel mit dem Damentoilette: Klopfen und vorsichtig hineinblicken. Nochmal wirft er einen vorsichtigen Blick in die Herrentoilette und bleibt unentschlossen vor beiden stehen. Etwas ratlos blick er Richtung Gastraum von wo aus ich ihm mit einer leichten Handbewegung die richtige Türe weise. Er öffnet sie ganz langsam und verschwindet endlich in der richtigen Toilette.
Nachdem er wieder an seinen Platz zurückgekehrt ist, folgt eine Weile später ein weiterer asiatischer Besucher. Offensichtlich wurde er von seinem Kollegen schon aufgeklärt und geht daher zielstrebig auf die richtige Türe zu. Öffnet sie dann aber sehr langsam, schaut hinein und verschwindet langsam in der Herrentoilette.
Einfach köstlich. :-)
Tags: toilette
Geschrieben von Jan Theofel am 29.04.2008 um 21:05 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Geschichten | 6 Kommentare
27.04.08

Als kürzlich Paula Schramm
bei mir zu Besuch war, haben wir ein paar Kleinigkeiten zusammen gekocht.
Seit dem fragt sie mich bei jedem Besuch nach dem Rezept dieser
Walnuss-Peperoni-Creme. Nun will ich mir endlich etwas
Ruhe verschaffen und das Rezept hier online stellen.
Wir haben den Dip und etwas Tzaziki übrigens zu Faldenbrot und rohen
Paprika- und Möhrensticks gegessen. Sehr einfach aber unheimlich lecker.
Ihr könnt den Dip auch als ganz normalen Brotaufstrich
einsetzen.
Weiter lesen "Rezept: Walnuss-Peperoni-Dip" »
Eignung:
vegetarisch: ja
/ vegan: nein
/ glutenfrei: ja
/ laktosefrei: nein
Tags: rezept:vegetarisch rezept:glutenfrei zutat:zitrone zutat:chili zutat:walnuss zutat:pepperoni zutat:walnussoel zutat:schafsjoghurt
Geschrieben von Jan Theofel am 27.04.2008 um 22:24 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Saucen und Dips | 2 Kommentare
21.04.08
Ich habe da mal ein paar Fragen an euch: Am Samstag haben wir uns natürlich auch über unsere Weblogs unterhalten. Zeit sowohl einige neue als auch schon lange angepeilte Umbaumaßnahmen durchzuführen. Dazu würde ich gerne eure Meinung hören.
- Der erste Kritikpunkt kommt vom Fressack, der da meint, meine Rezepte wären mehr Werbung für die Kochbücher denen sie bzw. die Vorlage entstammen als Rezepte. Habe ich so noch nie betrachtet, ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Zumindest nimmt das Buch mit dem Bild eine bedeutende Rolle im Rezept ein. Den Verweis würde ich gerne drin lassen, aber ohne Bild. Fragt sich was ich mit dem Link zu Amazon mache. Nutzt kaum jemand, aber für die, die es Nutzen sehe ich es als sinnvollen Service. Gegenmeinungen?
- Und noch mal von ihm: Die Bilder sind grünstichig. Ich kann das beim besten Willen bei mir nicht erkennen. An zwei Rechnern und von zwei Kameras. Daher tippe ich eher auch eine optische Überlagerung durch das Layout. Vielleicht wirkt das auch nur auf bestimmten Monitoren/Browsern so. Kommen bei euch die Bilder sauber an?
- Mein Foto fliegt so raus. Genau genommen fliegt die Kochmütze weg. Denn die ist zwar ganz nett, aber ich bin nun mal kein Koch. Das führt zu Verwechslungen, die ich eigentlich nicht will. Gegenstimmen?
- Eine frische Blogroll muss her. Mit allen drin, die ich lese. Zur Zeit 40 kulinarische Weblogs. Als Liste in der Seite eigentlich zu lang. Im Footer zu unbedeutend. Wohin damit?
- Die Werbung wird - erst mal - im aktuellen Umfang (bis auf die Kochbuchthematik) erhalten bleiben. Zur Zeit knapp 300 Euro Kosten pro Monat (Server, Arbeitsplatz, Housing) wollen refinanziert werden. Hinweise für effizientere aber weniger störende Werbung nehme ich gerne entgegen.
- Generell würde ich am Design gerne mal wieder spielen. Irgendwie habe ich mich an dem Grün sattgesehen. Geht euch das auch so? Vorschläge für Alternativen?
Danke schon mal für euer Feedback!
Tags: relaunch2008
Geschrieben von Jan Theofel am 21.04.2008 um 23:59 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Über Küchenleben | 13 Kommentare
Danke für's Wecken, Jutta. Ich war gestern einfach zu müde (ewige Fahrerei durch den Nebel) um noch einen Rückblick auf die fress:publica08 werfen zu können. Und heute habe ich erst mal noch Paula Schramm Schokolade verkosten müssen. Aber jetzt bin ich wieder da...
Erst mal: Danke an Louis für das Event! Ihr kennt ihn eher als Fressack (nur echt mit zwei s). Ich muss ja zugeben, dass ich etwas skeptisch war, weil wir gewisse Meinungsverschiedenheiten hatten. Aber er hat sich als feiner Kerl entpuppt und neben Lob auch konstruktive Kritik an meinem Weblog geäußert. Beides hat mich sehr gefreut. Danke. Dazu gleich nochmal ein eigener Beitrag.
Dann habe ich mich natürlich sehr gefreut, all die Menschen hinter den Blogs kennenzulernen. Danke, dass ihr alle da wart! Wenige kannte ich bislang persönlich, viele durch ihre Weblogs, ein paar noch gar nicht. Das hat sich jetzt geändert. (Dem werde ich in den nächsten Tagen auch mit der lange überfälligen Überarbeitung der Blogroll mal endlich Rechnung tragen.) Jürgen hat eine Liste zusammengestellt, wer alles da war.
Das Essen sowohl vom Goldenen Engel und den anderen Teilnehmern war köstlich. (Wenn auch nicht alles für Vegetarier geeignet. :-) Auch hierfür mein Dank an die KöcheInnen. Wenn ich nächstes Jahr nicht auch direkt vorher geschäftlich unterwegs bin werde ich hoffentlich auch selbst etwas zubereiten und mitbringen können. Womit auch klar wäre, dass ich nächstes Mal gerne wieder dabei bin.
Bilder vom Abend und die Artikelübersicht bei Genussblogs gibt einen guten Eindruck des Abends. Es war schön und ich war gerne dabei. Bis zum nächsten Mal...
Tags: fress:publica08
Geschrieben von Jan Theofel am 21.04.2008 um 23:34 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Events | 0 Kommentare
20.04.08
Bin wohlbehalten von der fress:publica08 zurück gekehrt. Schön war's. Nach dem Schlafen mehr... Gute Nacht.
Tags: fresspublica08
Geschrieben von Jan Theofel am 20.04.2008 um 4:42 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Über mich | 3 Kommentare
16.04.08

Es wird höchte Zeit für mein erstes Spargelrezept dieses Jahr. Die ersten
Stangen aus deutschen Landen sind ja inzwischen erhältlich und leckere
Erdbeeren gibt es ja auch schon. In Kombination gibt das
grünen Spargel mit Erdbeer-Walnuss-Sauce. Schmeckt
wunderbar nach Frühling. Endlich.
Weiter lesen "Rezept: Grüner Spargel mit Erdbeer-Walnuss-Sauce" »
Eignung:
vegetarisch: ja
/ vegan: ja
/ glutenfrei: nein
/ laktosefrei: ja
Tags: rezept:vegan rezept:laktosefrei zutat:erdbeere rezept:vegetarisch zutat:spargel zutat:sojasauce zutat:walnuss zutat:zitronensaft zutat:walnussoel
Geschrieben von Jan Theofel am 16.04.2008 um 21:21 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Vorspeisen | 2 Kommentare

Nach dem Anmeldeschluss gestern ist heute die Abstimmung zum Koch-Event Aphrodisische Gaumenfreuden gestartet. Stimmen werden noch bis zum 18.4.2008 um 22:00 Uhr angenommen.
Es würden eine große Zahl interessanter Rezepte eingereicht. Meinen Beitrag, die Schokokekse in Cookie-Sutra-Form stehen durch die späte Einreichung recht weit unten auf der Abstimmungsliste.
Tags: koch-event
Geschrieben von Jan Theofel am 16.04.2008 um 20:50 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Koch-Wettbewerbe | 0 Kommentare

Ich habe euch sträflicher Weise noch gar nicht auf die Abstimmung zum Gastro Online Award von restaurant-kritik.de hingewiesen. Dort stehen nach einer Vorauswahl durch die Jury 30 Webseiten zur Publikumsabstimmung bis zum 25. April bereit.
Ich war ja bereits als Juror tätig und habe mir eine ganze Menge mehr Seiten angeschaut als die, die nun noch zur Auswahl stehen. Ganz kurz mal die Information, worauf ich bei meinem Voting geachtet habe:
- Technik: Flash für Inhalte und Navigation geht gar nicht. Ich habe nichts gegen ein kleine Animation am Rande aber die Webseite muss ohne benutzbar sein. Klares KO-Kriterium. Hier sind bei mir schon v iele große Seiten sofort aus der Auswahl rausgeflogen.
- Technik: Standardkonforme Seiten haben bei mir einen Bonus bekommen. Hier war ein guter Webdesigner am Werk, für den in der Regel auch Barierrefreiheit kein Thema ist. Gut so!
- Inhalt: Sind alle wesentlichen Informationen (Öffnungszeiten, Adresse/Anfahrt, Kontaktdaten inkl. Telefonnummer leicht auffindbar?
- Inhalt: Gibt es die Karte, insbesonder die Mittagskarte online? Wenn ja auch in geeigneten Formaten um sie schnell online anzuschauen und eine Druckversion?
- Interaktion: Gibt es Weblogs, Online-Buchung, etc? Da stehe ich als Web-2.0-Jünger natürlich total drauf.
- Webdesign: Wenig Herausragendes, viel Durchschnittliches. Nur in ganz extremen Fällen habe ich Designs, die in den Augen geschmerzt haben aussortiert.
Tags: goa2008
Geschrieben von Jan Theofel am 16.04.2008 um 20:42 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Links | 0 Kommentare
15.04.08

Liebe Kinder:
Bitte hier entlang.
Danke.
Nach meinen beiden letzten Einträgen über Cookie
Sutra und die passenden Ausstecher
dürfte wohl nun klar sein, was für ein Rezept ich für das Koch-Blog-Event 33 -
Aphrodisische Gaumenfreuden einreiche: Ein Rezept für Schoko-Cookie-Sutra-Kekse. Ihr könnt das Rezept natürlich
auch mit anderen Ausstechern zubereiten.
Im Bild sind ein paar verschiedene Ausstecher zu sehen. Der große in der Mitte stammt
aus der Geschenkbox zum Buch
Cookie Sutra, die anderen aus der Ausstecher-Collection.
Wie ihr seht muss man bei den Köpfen, Armen und Beinen gut darauf achten, dass die Kekse an diesen Stellen
nicht verbrennen.
Weiter lesen "Rezept für Schokokekse (hier in Cookie-Sutra-Form)" »
Eignung:
vegetarisch: ja
/ vegan: nein
/ glutenfrei: nein
/ laktosefrei: nein
Tags: rezept:vegetarisch zutat:kakao zutat:mehl zutat:zucker zuttat:butter
Geschrieben von Jan Theofel am 15.04.2008 um 22:27 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Süßes Gebäck | 3 Kommentare
Liebe Kinder:
Bitte hier entlang.
Danke.

Wer die frivolen Kekse aus dem Cookie Sutra nachbacken steht vor einer kleinen Herausforderung: In der Geschenkbox wird nur der Ausstecher für eine Stellung mitgeliefert. Alle anderen müssen selbst von Hand aufwendig ausgeschnitten werden.
Wem das zu aufwendig ist, dem seien die abgebildeten Ausstecher von PIPPARKAKAN empfohlen. Es gibt zwei verschiedene Sets mit jeweils vier verschiedenen Cookie Sutra Stellungen.
Auf der Webseite gibt es passende Keksrezepte auf Englisch. Ich habe selbst nach einem eigenen Rezept Schokokekse gebacken. Es kann fast jeder Teig verwendet werden, der für Keksausstecher geeignet ist. Allerdings sind die Formen zum Teil für den Transfer aus dem Ausstecher auf das Blech etwas heikel, weil sie relativ groß und fein sind. Ich habe daher den Teig direkt auf dem Backpapier ausgerollt, dann die Ausstecher eingedrückt und den Teig dazwischen wieder entfernt. Das geht ganz gut.
Die Boxen kosten jeweils 35,00 Euro inkl. Versandkosten (Stand 15.4.2008) und werden von Schweden aus verschickt. Bestellungen können direkt beim Hersteller aufgegeben werden.
Ausstecher entdeckt bei Thomas Gigold.
Tags: ausstecher
Geschrieben von Jan Theofel am 15.04.2008 um 21:59 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Küchengeräte | 0 Kommentare


Liebe Kinder:
Bitte hier entlang.
Danke.
Kennt ihr das Lied My Aphrodisiac is You (Link zum
Video bei YouTube) von Katie Meluas Album Call
Off the Search (Link zu Amazon)? Sehr schön, wie eben das ganze Album. Und ich zitiere daraus mal eine Passage:
Some people like
To read the Khama Sutra first,
But I don't need it,
I think if I should read it I'd be worse!
Nun Katie, da will ich dir nicht widersprechen. Ein Buch, was du aber auf jeden Fall lesen
solltest ist das Cookie Sutra. Genau. Kekse in -ähm- eindeutigen Stellungen
eben.
Weiter lesen "Buchvorstellung: Cookie Sutra" »
Tags: kochbuch:kekse verlag:lardon
Geschrieben von Jan Theofel am 15.04.2008 um 21:32 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Bücher | 0 Kommentare
13.04.08

Heute habe ich das erste Mal dieses Jahr frische Erdbeeren gekauft. Neben einer Schale "normalen Erdbeeren" ist mir noch eine wesentlich kleiner Schale Erdbeeren der Sorte "Sweet Supreme" ins Auge gefallen. Angebaut und vertrieben werden sie von Beekers Berries in den Niederlanden.
Zugegeben - die ersten Erdbeeren schmecken jedes Jahr ganz speziell. Aber diese Sorte ist darüber hinaus wirklich etwas Besonderes. Schon alleine der Duft, den diese Erdbeeren verströmen, ist atembetörend. Selbst jetzt, mehrere Stunden nachdem die letzte der Sweet-Supreme-Erdbeeren gegessen ist, riecht die Schachtel noch unglaublich intensiv nach den frischen Früchten. Da kann man den ersten Bissen kaum abwarten.
Und genau so intensiv wie sie riechen, schmecken diese Beeren auch. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal so gute Erdbeeren gegessen habe oder ob ich überhaupt schon mal so gute Erdbeeren gegessen habe. Unglaublich. Trotz der frühen Jahreszeit ist das Erdbeerarome stark ausgeprägt und die Früchte sehr süß.
Seit 2003 gibt es die Sorte Sweet Supreme bereits. Die Pflanzen werden dabei unter einer Folie angebaut um sie vor schlechter Witterung zu schützen. Das wiederstrebt mir etwas, weil es eben kein natürlicher Vorgang ist. Der Produzent Beekers Berries gibt jedoch an, so die Qualität stets sicherstellen zu können.
So viel Geschmack hat natürlich seinen Preis. Die abgebildete Schale Erdbeeren wiegt gerade mal 100 Gramm und kostet doch stolze 9 Euro. Den Kilopreis könnt ihr euch selbst leicht ausrechen und auch wie viele Kilo "normale" Erdbeeren ihr dafür kaufen könntet. Bezugsquelle für solche Ware ist in Stuttgart die Markthalle.
Trotz des hohen Preises gilt für mich der Spruch auf dem Boden der Schale. "Schmeckt nach mehr..." steht dort. Ja gerne. Aber nur für besondere Gelegenheiten.
Tags: swett-supreme beekers-berries
Geschrieben von Jan Theofel am 13.04.2008 um 0:36 Uhr | Permalink
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08.04.08

Wie schon bei der WM
vor zwei Jahren werde ich auch die diesjährige EM hier im Blog begleiten. Dazu gibt es wie gehabt
zu jedem Spiel jeweils zwei Rezepte aus den beiden Ländern der Rivalen.
Dieses Mal sind es "nur" 32 Spiele, was für euch 64 Rezepte
bedeutet. Dazu kommen dann noch ein paar allgemeine Fußballrezepte und die jeweiligen
Kochbüchern. Los geht es mit dem "Vorprogramm" etwa in einem Monat.
Zu den Rezepten wird es dieses Mal aber wie bei der
80-Tage-Aktion
noch weitere begleitende Blogger geben. So werde ich mit Paula bei Schokolade
geht immer jeweils Schokoladen aus den spielenden Ländern vorstellen. Andere Themen sind noch in Planung und
Beteiligung anderer Blogger willkommen.
Mehr Informationen zum Projekt gibt es in der Projektankündigung.
Foto: Bernhard Widmann
Tags: em-rezepte
Geschrieben von Jan Theofel am 8.04.2008 um 23:31 Uhr | Permalink
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Zum Abschluss meiner Berichte von der Slow Food Messe 2008 habe ich noch eine kleine Übersicht über alle Artikel zusammengestellt, die ich von der Messe geschrieben habe. Enthalten sind auch die, die Artikel drüben im Schokoladen-Blog und Verweise auf Berichte in anderen Weblogs.
Artikel vom Samstag, den 5.4.2008 (Messetag)
Artikel vom Sonntag, den 6.4.2008 (Messetag)
Artikel vom Montag, 7.4. (Messenachbereitung)
Artikel in anderen Weblogs
Die restlichen Blogposts sind leider alles nur Vorankündigungen oder reine Kopien der Pressetexte. War denn außer uns kein Blogger anwesend?
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 8.04.2008 um 0:07 Uhr | Permalink
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07.04.08

Die Slow Food Messe 2008 ist vorüber und es wird Zeit für mich, ein Fazit zu ziehen. Und das fällt bei mir klar positiv aus. Die Messe war ein klarer Gewinn für mich. Es gab Vieles (neu) zu entdecken und die Schnecke in mir ist wacher denn je. Ich hoffe ich konnte euch diese Begeisterung in den fünfzig Artikeln (eine Übersicht folgt gleich noch) vermitteln. Wer nicht da war, kann darin nachlesen, was er verpasst hat. Ich empfehle klar den Besuch bei der Slow Food Messe 2009!
Insgesamt haben 65.000 Besucher die Frühjahrsmessen besucht. Das waren deutlich mehr als ursprünglich erwartet. Aus der Pressemitteilung der Messe geht allerdings nicht hervor, wie viele davon den Slow-Food-Bereich in Halle 3 aufgesucht haben. Auf jeden Fall waren es hier wesentlich mehr Besucher als letztes Jahr.
Durch die begleitenden Messen hat sich das Publikum (wie schon berichtet) gewandelt. Viele Besucher sind zum ersten Mal mit der Slow-Food-Idee in Berührung gekommen, was begrüßenswert ist. Denn nur so kann die Philosophie von Slow Food weiter verbreitet werden. Auf der anderen Seite haben die Anbieter auch viel mehr "Jäger und Sammler" - hier Probierer - bemerkt, die, ohne Interesse an den Produkten zu haben, einfach nur ein kostenloses Essen zusammenprobiert haben. Das ist schade und eigentlich genau das Gegenteil von dem was man hier erreichen will: Nachdenken über die Qualität der Lebensmittel.
Überdenken sollte man aus meiner Sicht auch die Wahl der Aussteller. Die einen haben einen offensichtlichen Bezug zu Slow Food und berichten mit leuchtenden Augen auch am vierten Messetag vom Erhalt traditioneller Lebensmittel. Bei anderen fragt man sich hingegen, ob es hier nur um das Verkaufen geht. An einigen Ständen wurde regelrecht gemauert, wenn man mehr über die Produkte wissen wollte oder müde auf die ausliegenden Prospekte verwiesen. So wurde häufig der Bezug zu Slow Food nicht klar und ich habe mir vorgenommen, genau diese Frage nächstes Jahr zu stellen wenn ich wieder von der Messe berichten werde. Und zwar an jedem Stand - egal ob gemauert wird oder nicht.
Für mich ist auf jeden Fall klar, dass wir uns auf der nächsten Slow Food Messe wieder sehen. Wenn es mein Arbeitspensum erlaubt an allen (wieder?) vier Tagen. Und natürlich auch wieder mit Berichten hier im Weblog. Bis dahin!
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 7.04.2008 um 23:11 Uhr | Permalink
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06.04.08
Mit den Standartikeln bin ich hier nun durch. Morgen kommen noch die restlichen Schokostände drüben im Schokoladen-Blog dran. Dann gibt es noch ein Fazit und eine Gesamtübersicht über alle Artikel. Wenn ihr das verlinken wollt würde ich mich freuen, wenn ihr das dann verlinkt, weil da dann wirklich alles übersichtlich zusammengefasst ist. Danke!
Aber jetzt muss ich erst mal ins Bett. So viel Neues muss der Kopf noch verarbeiten und die zwei Tage Messe spürt man doch etwas in den Beinen. Bis morgen!
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 23:59 Uhr | Permalink
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Wer nach so viel genialen Slow Food Lebensmitteln sich als Schnecke (dem Slow Food Zeichen) outen möchte, hat dazu viele Möglichkeiten. Das Slow Food Merchandising startet beim Babylatz und geht bis zum XXXL-Shirt. Dazu gibt es natürlich Schürzen und andere nützliche Dinge.
Wer sich nicht auf der Messe eindecken konnte, kann die Produkte auch im Slow Food Shop online bestellen.
Tags: slow-food-messe-2008 slow-food
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 23:51 Uhr | Permalink
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Als letzten Stand möchte ich euch hier nun noch die Manufaktur Jörg Geiger vorstellen. Unter dem Titel "ausgewählte Geschenkideen" werden dort hervorragende Produkte verkauft. Der Andrang am Stand - hier im Bild kurz vor Messeschluss - spricht für sich...
Eines der ausgefallensten Produkten aus dem Hause ist sicherlich der Birnenschaumwein aus der Champagner Bratbirne. Das Ausgangsprodukt, die Champagner Bratbirne ist einer der Passagiere der Arche des Geschmacks von Slow Food. Für den Erhalt der Art spielt die Weiterführung der traditionellen Produktion von Schaumweinen aus der Birne eine wichtige Rolle.
Da ich selbst ja ohne Alkohol lebe (ja, ich weiß, dass ihr das nicht verstehen könnt :-), habe ich mich vor allem für zwei alkoholfreie Produkte interessiert. Dabei handelt es sich um einen alkoholfreien Cocktail, der als "Der Rote" und "Der Weiße" im Sortiment geführt werden. Mir hat "Der Weiße" besser geschmeckt, weil er überhaupt nicht an Fruchtsaft erinnert, was beim "Der Rote" noch ganz leicht der Fall ist.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 23:43 Uhr | Permalink
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Reges Probieren herrscht an den Senftöpfen der historischen Senfmühle Monschau. Seit 1882 wird in der Senfmühle nun in der vierten und fünften Generation Senf hergestellt. Durch zahlreiche Berichte in den Medien ist der Monschauer Senf inzwischen weit bekannt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen, die sich "historisch" oder "Mühle" nur zu Werbezwecken in den Namen schreiben, gibt es hier nicht nur den historischen Ursprung. Auch heute wird der Senf noch alter handwerklicher Tradition hergestellt und zwischen Mühlsteinen gemahlen.
Zur Zeit werden 18 verschiedene Sorten Senf geführt. Dazu kommen Senfpralinen und eine Pralinentafel. Von den Senfpralinen konnte ich noch zwei ergattern und ich habe sie wirklich genossen. Nur bei einer war mir die weiße Schokolade um den Senf etwas zu süß.
Weitere Informationen über Produkte und Führungen gibt es online. Im Online-Shop können die verschiedenen Senfsorten bestellt werden.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 23:23 Uhr | Permalink
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Die Betreiber von Wild und Grün sind ebenfalls mit einem Stand hier auf der Messe vertreten. Angeboten werden handgemachte Spezialitäten aus dem Biosphärenreservat Rhön. Die Produkte sind aber nur einer der Geschäftsbereich neben Catering und einem Restaurantbetrieb im Jagdschloss Fasanerie.
Ich habe mit mit den Betreiben, hier im Bild im Gespräch mit anderen Besuchern, ein wenig über die Hintergründe eines solchen Biosphärenreservats unterhalten. Davon gibt es weltweit über 500 von der UNESCO anerkannte Gebiete. Im Gegensatz zu Naturschutzparks, wo die Natur vor dem Menschen geschützt wird, wird hier die Natur für den Menschen erhalten. Ziel ist eine wirtschaftliche Nutzung des Biosphärenreservats und dieses gleichzeitig zu erhalten. Die Rhön ist seit 1991 Biospärenreservat.
Einige der Unternehmen haben sich erst kürzlich zur Kooperation Best of Biosphäre Rhön zusammengeschlossen. Darunter befinden sich neben Produzenten von Lebensmitteln und gastronomischen Betrieben auch Handwerker, die Produkte aus der Biosphäre verarbeiten und eine entsprechende Philosophie verfolgen. Spezielle Aufnahmekriterien gibt es für diesen Verband nicht. Die Unternehmer entscheiden selbst, wer aufgenommen wird und wer nicht. Ein Netzwerk auf Vertrauen, was für die Kunden sicherlich wertvoll ist.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 22:29 Uhr | Permalink
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Einer von mehreren auf der Messe vertretenen Käseherstellen ist die Schafkäserei Langenburg. Der dort produzierte Schafskäse wie etwa Schafsfeta, -camembert und -schnittkäse sowie als Spezialität ein Blauschimmelkäse aus Schafsmilch werden zu 70% im Direktvertrieb vermarktet.
Wer den beiden Betreiben Berit und Norbert Fischer über die Schulter schauen will muss dazu nicht nach Langenburg reisen. Auf Arte ist am 26.5.2008 ab 17:35 Uhr die Wiederholung der Sendung "Bauern in Europa" mit dem Untertitel "Von Schafen, Bakterien und anderen Mitarbeitern"
zu sehen. Trotz der Sendung sieht man aber hier keine Gefahr mit Anfragen überrannt zu werden. Der geringe Absatz über Händler lässt das schlicht nicht zu.
Die Produkte probieren und kaufen kann man auch auf der Ökomesse in Schwäbisch Hall vom 18.-20.4.2008. Mehr Informationen zur Messe gibt es online.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 22:05 Uhr | Permalink
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Pains ist der französische Begriff für Brot. Und das zu Backen versteht Jean Kircher bestens. Seine Produkte bei Pains et Tradition sind von SlowBaking zertifiziert und werden nach alten bewähnten Vorgehensweisen gefertigt.
Im Gespräch umschreibt er seine Kollegen mit der 3S-Formel:"Schneller, Schöner, Schlechter". Nicht nur unsägliche Backshops sondern auch viele Bäckereien, die nur Teiglinge aufbacken, unterschreiben ungewollt. Das Credo von Pains et Tradition ist hingegen "le gout, c'est tout!" - der Geschmack ist alles. Natürlich kommt der nicht aus Aromastoffen und Hilfsmittelchen sondern ganz alleine aus den natürlichen Zutaten.
In zwei Werken auf beiden Seiten der belgisch-französischen Grenze werden die Produkte gefertigt, die auch Sterneköche zufriedenstellen. Dazu wird hier beispielsweise der Teig noch von Hand geschlagen. Im Gegensatz zu modernen Knetmaschinen ist damit ein Überkneten des Teiges und damit den Einschluss von zu viel Luft schlicht nicht möglich. Auch auf das richtige Verhältnis zwischen Mehl und Wasser achtet man hier penibel. Der Teig darf nicht zu trocken sein. Beides Probleme die andere Bäcker mit Hilfsstoffen ausgleichen müssen.
Beim Gärprozess wird nicht auf die Zeit sondern vor allem auf die richtige Temperatur geachtet. Keine drei Tage muss das Brot gären - wenige Stunden reichen. Die dann aber nicht halb gefroren sondern bei etwa 25°C, was die optimale Temperatur für den Gärprozess ist. Der Teig wird so optimal veredelt. Die Bäcker arbeiten im Schichtbetrieb an sechs Tagen der Woche um Backwaren aller Art zu produzieren - so wie das auch früher üblich war.
So kommt das Brot völlig ohne jegliches "Teigdoping" aus. Und obwohl ohne Konservierungsstoffe gearbeitet wird, bleibt das Brot viel länger frisch als die kurzlebigen Produkte der Kollegen. Das vor fünf Tagen gebackene Brot am Stand schmeckt immer noch besser als fast(?) alles, was man hier frisch in der Bäckerei kaufen kann. Verkaufen will Jean Kircher es trotzdem nicht. Das könne er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren.
So viel Qualität wissen die Kunden in aller Welt zu schätzen. Bis nach Russland und Japan werden die Backwaren verkauft. Hier geht Pains et Tradition den einzigen Kompromiss mit der neuen Welt ein: Für den Versand werden die Produkte halbgebacken tiefgefroren und dann vor Ort fertig gebacken. Denn anders ist die Qualität leider nicht über diese Transportstrecken erhaltbar.
Tags: slow-food-messe-2008 slow-baking
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 21:49 Uhr | Permalink
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Auch auf einer Slow Food Messe darf es natürlich leckere Häppchen für zwischendurch geben. Quasi slowes Fast-Food. Eine Möglichkeit dazu gab es am Stand der Firma Käse Schuster. Dort war ein Walliser Raclette aufgebaut. Darin wird der Käse unter einer Art Grill erhitzt (vorne rechts im Bild) und dann mit einem Messer auf ein längliches Stück Weißbrot gezogen. Das sieht dann so aus:

Zum Probieren war mir die Schlange dann allerdings zu lang. Aber da Käse Schuster vom Feinschmecker als einer der besten Käseversender in Deutschland empfohlen wird, denke ich dass sie verstehen, was sie da machen. :-)
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 21:04 Uhr | Permalink
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Sakuska ist eine Spezialität aus Rumänien. Dabei handelt es sich um eine vielseitige Creme aus gegrilltem Sommergemüse, die hier in Deutschland vor allem Personen bekannt ist, deren Vorfahren aus Rumänien stammen.
Um diese Genusslücke zu schließen wird es nun in Deutschland von der Firma Feinkost Transsylvania angeboten. Hergestellt wird diese rumänische Spezialität nach einem alten Familienrezept aus gegrillten Auberginen und Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Salz und Chili runden den Geschmack ab während das Sonnenblumenöl der Konservierung dient. Angeboten werden wird eine mild und eine leicht feurige Sorte, beide zu jeweils 140 Gramm im Glas.
Sakuska dient übrigens nicht nur als Brotauftstrich. Man kann es auch als Beilage zu Kartoffeln, Fleisch oder Nudeln verwenden und zu Käse eignet es sich hervorragend als Dip.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 20:55 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Events | 3 Kommentare

Auch den Milchhorizont eines typischen Verbrauchers kann die Messe
hier erweitern. Denn während man Kuhmilch überall bekommt und ab und zu
auch noch Ziegenmilch findet, gibt es fast keine Anbieter für
Stutenmilch. Einer davon ist bis heute Deutschlands
erster Anbieter von Stutenmilch. Inzwischen in der dritten Generation
wird diese auf dem Kurgestüt Hoher Odenwald gewonnen.
Die Milch wird dabei in verschiedenen Formen direkt an den Endkunden
verkauft. Zu nennen wäre die gefrorene Form, gefriergetrocknetes
und getrocknetes Milchpulver. Abgerundet wird das Sortiment um
verschiedene aus Stutenmilch hergestellte Produkte.
Im Gegensatz zur Kuhmilch kann die Stutenmilch tatsächlich eingefroren
werden. Davon habe ich ich selbst überzeugt indem ich frisch wenn
auch pasteurisierte und eingefrorene Stutemilch gleichermaßen gekostet
habe. Da ist wirklich kein Unterschied zu merken. Die Milch hat
im Vergleich zur Kuhmilch einen dezenteren Geschmack und ist
aber deutlich süßer.
Da die Milch wesentlich ähnlicher der Muttermilch ist, eignet sie sich
auch für Babynahrung und wird häufig als Milchersatz
verwendet. Obwohl die Stutenmilch ebenfalls Laktose enthält wird sie
von vielen Personen mit einer Laktoseintolleranz vertragen. Warum das
der Fall ist, ist allerdings nicht bekannt.
Der Bezug der Stutenmilch ist wie bereits
erwähnt direkt vom Kurgestüt Hoher Odenwald
möglich.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 15:54 Uhr | Permalink
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Ich bin ja ein Fan von herausragenden Käseprodukten. Ein Anbieter
hier in der Region ist die Fromagerie Holzapfel
aus Kuppingen bei Herrenberg, die ich hier aus der Messe kennengelernt habe.
Dort werden besonderes edele Käsesorten angeboten.
Diese werden von persönlich ausgewählten Käsereien bezogen und
teilweise noch mehrere Wochen oder Monate im eigenen Käselager
nachgereift. Diese Besondere
Auswahl führte zur Auszeichnung als "Artisan Fromager", die für
besondere Dienste und Leistungen für die französische Käsekultur
steht.
Abgerundet wird das Sortiement durch Feinkostprodukte. Das komplette Sortiement
ist auf den Wochenmärkten in Herrenberg, Nagold und Ulm
und im eigenen Marktladen zu beziehen.
Hier am Stand gibt es zusätzlich leckere Crepes, die aber nicht mit
den sonst üblichen geschmacklosen Tütenkäsen hergestellt werden.
Ich habe mir einen mit Bergkäse gegönnt und zwei "Hosenknöpfe"
(Button du Culotte, eine kleine Ziegenkäseart) mitgenommen.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 15:38 Uhr | Permalink
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Eine Delikatesse sollen ja Weinbergschnecken sein. In den letzten
Tagen habe ich mal irgendwo die Bezeichnung "schwäbische Auster" gelesen. Die Firma
Escargots kommt allerdings nicht von hier, bietet
aber die Weinbergschnecken an.
Das Sortiment umfasst vor allem zwei verschiedene Sorten aus dem Glas. Einmal sind
die gekochten Schnecken in einem Kalbsfond mit Estragon eingelegt, bei der anderen
Variante in einem Gemüsesud mit einer Fenchelnote. Dazu gibt es noch tiefgefrorene
Produkte und lebendige Schnecken. Diese sind aber für den gastronomischen Einsatz
bestimmt. Die Kochzeit dieser Schnecken beträgt dann zwei bis drei Stunden.
Gezüchtet werden die Weinbergschnecken auf einem drei Hektar großen
Gelände.
Dort wird auch das Gemüse als Futter direkt angebaut. Mindestens zwei Jahre
müssen die Schnecken hier wachsen, bevor sie als kleinste Größe verkaufsfähig
sind. Größere Tiere leben vier oder fünf Jahre. Während dieser Zeit
leben die Tiere dabei ganzjährig im Freien.
Für passende Rezepte sorgt ein Schneckenkochbuch. Darin finden sich
rund dreihundert Rezepte für verschiedenste Schneckensorten und
teilweise auch für Muscheln.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 15:27 Uhr | Permalink
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Die Quittenprodukte von MUSTEA spiegeln
in wunderbarer Weise die Ideen von Slow Food wieder.
Angeboten werden hier zwei Quittenweine,
wovon einer im Barric-Holzfass
gereift ist. Der Anbieter schreibt das Wort "quittenwein" - also klein -
um sich von anderen kurz gereiften Weinen die mit Aromen "veredelt"
werden abzusetzen. Dieser Wein reif drei Monate um die rund 120
verschiedenen Aromen der Quitte optimal hervorzubringen.
Zusätzlich werden auch Quittenprosecco und ein
Quittensaft angeboten.
Der Saft kann in dieser Qualität allerdings nur in sehr geringer Menge
produziert werden, so dass dieser hier auf der Messe nicht angeboten wird.
Der besondere Hintergrund der Produkte neben der hohen Qualität der
Lebensmittel ist nun folgender: Zum Einsatz kommt hier alte
Quittensorten aus der Region Franken. Mit den Erlösen aus den Verkäufen
wird aktiver Artenschutz für viele alte Quittenarten betrieben. Von
manchen der ursprünglich mehreren dutzend Sorten gibt es teilweise nur
noch einzelne Bäume, so dass diese Arten massiv vom Aussterben bedroht sind.
Durch das Projekt entdecken die Kunden aber wieder den Geschmack der
(alten) Quitten(sorten) für sich. Dadurch wird wiederum die Nachfrage nach den Produkten
angeregt was wiederum zu einer besseren Erhaltbarkeit der Biodeiversität der
Quitte führt. Der Bestandsschutz erfolgt dabei nicht nur regional sondern
auch über Quittenbäume aus der eigenen Baumschule, die reißenden Absatz
finden. Inzwischen wurde auch der
Astheimer Quittenlehrpfad
eingerichtet, wo unter anderem hundertjährige Quitten bestaunt werden
können.
Der Name MUSTEA entstammt übrigens der römischen Zeit,
also die Römer Quitten speziell für die Weinkelterei produziert haben.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 15:09 Uhr | Permalink
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Ich brauch mal kurz eine Verschnaufpause und werde erst mal die Besuche der letzten Stände in Worte fassen. Bis ich damit durch bin wird es hoffentlich wieder etwas ruhiger. Denn während man gestern noch recht gut an die Stände rankam muss man sich heute schon wirklich durch überfüllte Gänge quetschen und geduldig warten, bis die Standbetreiber Zeit für das Gespräch finden. Ganz slow eben...
Wie das aussieht, wenn ich hier auf der Messe Informationen sammel, könnt ihr übrigens in Theos Bericht Slow Food Messe Blogger auf Recherche betrachten. Da hat er mich klammheimlich und ohne das ich es gemerkt hätte abgelichtet. Wir müssen uns da noch mal über die Rechte am eigenen Bild unterhalten Theo. :-)
Etwas seltsam war übrigens auch das Verhalten am Messestand der Hofpfisterei. Nachdem ich dort sagte, dass ich einen kleinen Messebericht im Internet schreibe, traute wollte man mir dort keine Informationen geben. Die Marketingabteilung würde das wohl gerne selbst machen. Ich habe zwar mal mein Kärtchen da gelassen aber da wird wohl kaum ein Artikel draus werden. Schließlich will ich euch subjektive Messeindrücke und frische News liefern und kein abgestandenes Marketingmaterial. Sorry! (Einen Link gibt es trotzdem, da ich ja weiß, dass deren Produkte echt gut sind.)
Die Besucherströme scheinen die ganze Zeit während ich das hier schreibe eher zum Ausgang zu tendieren. Die Chancen, dass ich nach dieser Schreibrunde wieder besser durchkomme, stehen also ganz gut.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 14:51 Uhr | Permalink
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Eigentlich war die Idee mal ein Gag, heute ist es ein hochwertiges
Lebensmittel: (Weihnachts-)Stollen aus dem (Bergwerk-)Stollen.
Das mag zunächst wirklich verrückt klingen, aber der Stollen schmeckt
tatsächlich sehr lecker.
Willinger Christinen-Stollen ist der Name dieses ungewöhnlichen
Gebäcks, benannt nach dem Namen des Schieferbergwerkstollen
Christine. Dort wird der Stollen, der nach einem jahrhundertealten
Traditionsrezept der Familie gebacken wird, bei hoher Luftfeuchtigkeit
nach dem Backen gelagert und gereift.
Seit gut 10 Jahren gibt es den Stollen aus dem Stollen nun schon. Für den
Kunden stehen neben dem Klassiker mit 500 und 1000 Gramm auch eine
Version in Bio-Qualität und eine Sorte zum flambieren
zur Auswahl. Bei
letzterer wird eine kleine Flasche Whisky zum Flambieren mitgeliefert.
Die Produkte von Wolfgang von der Heide sind bereits
mehrfach von der DLG ausgezeichnet worden. Also
Slow-Baking-Mitglied
steht er dabei auch bei seinen anderen für naturbelassene Teige, die
durch lange Ruhezeiten und einen natürlichen Fermentationsprozess
ihren Geschmack gewinnen.
Wer sich von dem Geschmack des Stollens aus dem Stollen selbst
überzeugen möchte, kann diese auf der Webseite
von Wolfgang von der Heide bestellen.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 12:42 Uhr | Permalink
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"Mehlig- oder festkochend?" Das ist so ziemlich die einzige
Frage, die dem Verbraucher auf einem normalen Stand auf dem
Wochenmarkt gestellt wird, wenn er Kartoffeln kaufen möchte. Denn
mehr als diese beiden "Sorten" - vielleicht noch in unterschiedlichen
Gebindegrößen - stehen meistens nicht zur Auswahl.
Aber zum Glück gibt es ja Spezialisten wie Taruiffli's. Dort
gibt es zu aktuell 21 Sorten Kortoffeln aus der Erntesaison 2007
natürlich auch die passende fachkundige Beratung.
Darunter befindet sich auch die Sorte Bamberger
Hörnla, die euch vielleicht als Passagier
der Arche des Geschmacks von Slow Food ein Begriff sein dürften.
Passend ist auch der Name der Webseite "Erlesene
Kartoffeln". Dort können die Kartoffeln per bundesweitem Versand
bestellt werden. Es werden bevorzugt Kartoffeln aus Demeter- oder alternativ
Bio-Anbau in das Sortiment aufgenommen. Nur bei wenigen Sorten muss auf den
konventionellen Anbau zurückgegriffen werden.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 12:30 Uhr | Permalink
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Wie viele Sorten Tomaten kennt ihr? Denkt mal kurz nach. Mehr als ein oder zwei
Dutzend dürften es bei den wenigsten sein. Ganz anders beim österreichischen
Anbieter Stekovics: Etwa 3000 verschiedene Sorten Tomaten
werden hier genutzt. Dazu kommen nochmal um die 2000 Sorten anderer Früchte
und Gemüse.
Dabei handelt es sich um viele "vergessene Sorten", die keine besonders guten
Lagerfähigkeiten besitzen und schlecht für den Transport geeignet sind. Dieses
Problem wird hier durch Einlegen bzw. Weiterverarbeitung zu Aufstrichen,
Konfitüren (probiert die alte Erdbeersorte!) und Ähnlichem gelöst.
Aber auch der Ertrag dieser ursprünglichen Sorten ist relativ gering.
Dafür ist der Geschmack aber um so intensiver. Ich
habe verschiedene Produkte probiert, die alle einen sehr kräftigen Geschmack
haben. So etwas schaffen eben nur sehr alten Sorten und nicht die
auf Ertrag und Stabilität gezüchteten Sorten.
Bestellt werden können die Produkte über die Webseite
von Stekovics.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 12:18 Uhr | Permalink
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Heute morgen habe ich mir am Stand von Bionade mal ein kurzes
Statusupdate bezüglich neuer Sorten geholt.
Dort habe ich erst mal erfahren,
dass Forte nun "Aktiv" heißt. Damit richtet es sich nun auch
mit dem Namen mehr an "aktive" Sportler. Denn für die ist diese Sorte ja
ursprünglich entwickelt worden.
Demnächst kommt wohl auch eine neue Sorte auf den Markt. Mehr habe ich aber
nicht in Erfahrung bringen können, da die Sorte noch geheim ist. Schade,
aber angesichts
Nachahmungsprodukt
durchaus verständlich.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 12:11 Uhr | Permalink
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Whisky aus Baden-Württemberg - geht das denn? Ja, denn den kann man hier auf
der Messe auch kaufen. Black Horse heißt der Whisky aus
Tübingen. Der Name rührt von dem Ort der Destillerie her, die sich in einem
alten Stall befindet.
Die Herstellung findet ganz nach schottischer Tradition statt. Der Whisky
wird doppelt gebrannt und lagert mindestens sieben Jahren im Eichenfass.
Whisky-Kenner bescheinigen dem Whisky eine gute Qualität, so sagte man mir
am Stand, auch wenn ihm die typische Torfnote der schottischen Sorten fehlt.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 12:05 Uhr | Permalink
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Am Stand von Confitures & Mehr gibt es viele leckere Sorten Konfitüren (Marmeladen sind nur die aus Zitrusfrüchten) zu kaufen und zu probieren. Die meisten Sorten sind ausgefallen, wie etwa Banane-Orange-Schoko-Chili.
Entstanden ist das Angebot aus der ursprünglichen Hobbyproduktion von Konfitüren. Auch jetzt für den Verkauf werden diese alle von der Schöpferin selbst zubereitet. Ihr Mann darf nur ganz wenige (leichte :-) Sorten herstellen. Dabei enthalten die Rezepturen "nichts, was nicht rein darf". Also nur Früchte und Zucker. So fragte eine Dame neben mir am Stand, ob das Chili in Form von Pulver zugegeben würde. Sie hat erst mal einen recht entsetzten Blick als Antwort erhalten.
Die Schärfe kommt übrigens durch die Zugabe eine weiteren Marmelade. Es gibt von diesem Anbieter nämlich eine reine Chilikonfitüre. Die ist schön scharf aber auch angenehm süß. Allerdings eignet sie sich natürlich mehr zum Verfeinern von Speisen denn als Brotaufstrich.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 11:58 Uhr | Permalink
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Als einen der ersten Stände heute morgen habe ich morgen die Firma Härdtner besucht.
Hauptgeschäft sind dort hochwertige Backwaren, die über zahlreiche Naturkostläden in der Region
verkauft werden. Ein Direktbezug über die Webseite möglich. Teile des Sortiments
entsprechen den Demeter-Kriterien und sind dementsprechend zertifiziert.
Gestern habe ich ja noch Kaiserschmarrn zum Frühstück zubereitet. Heute hatte ich dazu keine
Zeit und habe mir hier statt dessen ein Panini mit Tomaten und Büffelmozarella als
Start in den Tag gegönnt.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 11:57 Uhr | Permalink
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Guten Morgen von der Slow Food Messe! Gleich geht es hier mit der zweiten Runde an Berichten weiter.
Ich habe den Eindruck, dass es heute noch mal voller wird als gestern. Bei dem miesen Wetter heute morgen kein Wunder - da werden sich viele lieber in Messehallen begeben statt raus in die Natur. Inzwischen sieht es ja zum Glück wieder besser aus.
Ich hoffe, dass ich euch heute noch so viel wie möglich verschiedene Stände vorstellen kann. Der Rest wird aber sicherlich erst in den späten Abendstunden folgen, wenn die Messe rum ist. Auch die Bilder werde ich wieder nachreichen, weil sich das gestern als sehr zeitersparend herausgestellt hat.
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Geschrieben von Jan Theofel am 6.04.2008 um 10:45 Uhr | Permalink
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05.04.08

Bereits aufgefallen waren mir die Bücher über Ernährung von Dr. Watson Books. Heute habe ich die Möglichkeit ergriffen mich mal näher mit dem Verlag auseinanderzusetzen und am Stand Informationen aus erster Hand zu bekommen.
Der Verlag ist aus dem Projekt "Dr. Watson Der Food Detektiv(R)" entstanden. Dabei handelt es sich um eine Online-Datenbank, in der alle E-Nummern gelistet werden. Beschrieben wird für Verbraucher der Einsatzzweck aber vor allem auch die Risiken und Nebenwirkungen. Dabei wird stets auf einfache Beschreibungen geachtet. Basis sind zahlreiche wissenschaftliche Studien die auch als Quelle angegeben werden. Dadurch wird die Bewertung wissenschaftlich transparent.
Aus diesem Projekt entstand dann das erste Buch des Verlags mit dem Titel Echt künstlich. Dabei handelt es sich quasi um eine Offline-Version der Datenbank mit den E-Nummern. Das Buch selbst versucht dabei durch einen Plastikeinband die Künstlichkeit auch haptisch begreifbar zu machen.
Als weiteres Buch folgte dann Leinöl macht glücklich. Das Buch geht der Frage nach, was dieses traditionelle Lebensmittel ausmacht, wie es gesundheitlich wirkt und warum es fast wieder von der Bildfläche verschwunden ist (oder war). Dazu gibt es eine Reihe von Leinölrezepten, die teilweise auch in Luxushotels den Gästen angeboten werden. Andere Rezepte zielen wiederum auf den gesundheitlichen Aspekt, indem sie beispielsweise Leinöl mit Milchprodukten kombinieren und so für den Körper leichter aufnehmbar machen. Gebunden ist dieses Buch natürlich in Leinen und folgt durch eine traditionelle Aufmachung auch dem traditionellen Lebensmittel Leinöl.
Der neueste Titel, der erst vor wenigen Tagen erschienen ist, ist Die Kalorienlüge. (Bei Amazon noch nicht verfügbar aber vorbestellbar.) Hier wird beschrieben warum Leute das essen, was sie essen. Es werden grundlegende Mechanismen zur Regelung unserer Nahrungsaufnahme aufgezeigt und wie diese durch industriell gefertigte, der Natur entfremdete Produkte beeinflusst werden. Von diesem Buch habe ich ein Exemplar mitgenommen und werde nach der Lektüre hier ausführlicher berichten.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 23:43 Uhr | Permalink
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Im Rahmenprogramm zur Slow Food Messe gibt es dieses Jahr auch einen Kochwettbewerb. Ich habe nur mal kurz reingeschaut und dabei das nachstehende Foto geschossen. Außer, dass der Wettbewerb sich wohl an Jugendliche richtet, habe ich keine näheren Informationen bekommen. Da muss ich morgen wohl mal nachfragen.
Auf dem Bild seht ihr vorne links ein Team, dass sich schon an die Arbeit gemacht hat. Das andere Team präsentiert noch was nun gekocht wird. Rechts die drei Jurymitglieder aus dem Publikum.

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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 23:19 Uhr | Permalink
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Die Artikel zum Thema Schokolade auf der Slow Food Messe habe ich in das Schokoladen-Weblog ausgelagert, weil die dort thematisch besser passen. Daher hier mal die Links für heute:
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 23:08 Uhr | Permalink
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Auf dem Stand der Ölmühle Werder werden verschiedene Sorten Pflanzenöle angeboten. Wichtig ist dabei die naturbelassenheit der Öle. Sie werden kalt gepresst, nicht gefiltert und nicht maschinell abgefüllt.
Wie das praktisch aussieht, kann man sich am Beispiel der Leinenölmühle ansehen, die auf dem Messestand tagsüber frisches Leinenöl presst. Ein wichtiger Punkt für den Vertrieb des Öls ist hier auch, dass es nur wenige Monate als sein soll. Am besten jedoch frisch gepresst.
Ursprünglich kommt die Ölmühle Werder übrigens gar nicht aus dem klassischen Lebensmittelbereich. Auch heute noch steht die gesundheitsfördernde Wirkung der verschiedenen Ölsorten für viele Kunden im Mittelpunkt.
Neben den reinen Ölen werden auch hieraus zubereitete Pesto-Produkte mit vertrieben. Die Produkte sind sowohl lokal auf Märkten als auch über den Online-Shop erhältlich.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 22:18 Uhr | Permalink
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Einer der flächenmäßig größten Stände ist der von Edeka. Es werden vorwiegend vier Bereiche der Lebensmittelpalette präsentiert: Fleisch/Wurst, Käse, Obst/Gemüse und Fisch (Deutsche See).
Aber Moment mal: Was bitte hat Edeka mit Slow Food zu tun? Die Frage stellt auch Theo, den ich dort getroffen habe, und einer meiner Leser in einem Kommentar. Also bin ich mit genau dieser Frage auf den Edeka-Stand marschiert und habe dort mit dem stellvertretenden Vertriebsleiter der Edeka Südwestfleisch gesprochen.
Im Gespräch zeigen sich natürlich schon Parallelen mit den Grundsätzen von Slow Food - auch wenn man Edeka ganz sicher nicht mit dem kleinen Slow Food Produzenten ums Eck vergleichen kann. Der wesentliche ist wohl, dass Edeka regionale Produkte vermarktet. 95% der Lebensmittel kommen aus den Regionen im Süden Deutschlands, die zum Kerngebiet des Unternehmens gehören. Beispielweise stammt das Lammfleisch ausschließlich aus Baden-Württemberg. Generell wird das Fleisch von speziellen Vertragsbauern bezogen, die von Edeka Vorgaben beispielsweise bezüglich des Futters und dem Platz für die Tiere einhalten müssen.
Bei Obst und Gemüse setzt die Supermarktkette möglichst weit auf saisonale Produkte. Natürlich müssen auch hier Produkte wie Tomaten ganzjährig verkauft werden, weil dies fast alle Konsumenten von solchen Supermärkten erwarten und diese Nachfrage befriedigt werden muss.
Zusätzlich steht es den Einzelhändlern vor Ort frei, das Sortiment eigenständig um besondere und lokale Lebensmittel zu erweitern. Einen von Ihnen kennt ihr vielleicht in Form des Shopbloggers, der ja fleißig Zotter verkauft. (SPAR gehört ja inzwischen zu Edeka.)
Der Fischbereich von Edeka wird zu großen Teilen von der Deutschen See beliefert, die ein breites Spektrum an Biofisch und nachhaltig gefischten Produkten einsetzen.
Bei einigen Supermärkten ist es auch üblich Kundenseminare und Verkostungen zu bestimmten Themen anzubieten. Ich habe das hier noch nicht erlebt aber ihr könnt ja mal bei euch darauf achten und hier gerne in den Kommentaren darüber berichten.
Insgesamt hat sich damit mein Bild von Edeka im Lebensmittelbereich ein wenig bestätigt. Zumindest hatte ich bislang schon den subjektiven Eindruck, dass Edeka hier mehr Qualität anbietet als andere Ketten. Dennoch bleibt - schon alleine aufgrund der benötigten Mengen - der Vergleich mit dem kleinen Slow-Food-Produzenten nicht möglich.
Bliebe also zu wünschen, dass einzelne Märkte gezielt kleine Mengen regionaler Slow-Food-Produkte in ihr Sortiment aufnehmen und diese auch speziell kennzeichen. Das würde ich echt begrüßen. Vielleicht machen es Leute wie der Geschäftsführer der Edeka Südwest Fleisch möglich. Er ist nämlich - so sagte man mir - persönlich Mitglied bei Slow Food.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 21:59 Uhr | Permalink
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So sieht also eine Variante der typischen italienischen Cassata aus. Die Pasticceria Cernigalia stellt auf der Slow Food Messe 2008 das erste Mal in Deutschland aus. Am Stand gibt es zahlreiche verschieden italienische Süßigkeiten zu kaufen. Alle sind selbst hergestellt.
Man verzeiht der Dame am Stand, dass ich nach ein paar Sätzen auf Deutsch meine Englisch-Kenntnisse bemühen muss. Ich erzähle, dass ich vor ein paar Wochen selbst eine Cassata zubereitet habe. Eine ganz andere allerdings. Aber eben auch mit viel Ricotta, Schokolade und kandierten Früchten. Sie erwidert, dass bei Ihnen nur der Vater die Cassata zubereiten darf. Er ist der Meister, steht hinter ihr und nickt. Die kleine Version (es gibt die Cassata hier klein, mittel und groß) genehmige ich mir. Sie schmeckt unheimlich süß aber verdammt lecker. Innen gefüllt mit einer weichen Ricottacreme. Einfach himmlisch. Dankend mache ich mich auf den Weg zu den weiteren Ständen. Welche Köstlichkeit ich mir hier wohl morgen noch genehmigen werde?
Eine Webseite der Pasticceria habe ich leider nicht gefunden. Daher hier die Adresse: Pasticceria Cerniglia; Via Porta Palermo, 173; 90048 San Guiseppe Jato; E-Mail: pasticceriacerniglia(AT)liberto(DOT)it. Wer dem Italenischen mächtig ist, kann ein paar der Produkte auch online bestellen. Ich kann leider nicht ausreichend Italienisch um zu sagen, ob sie dort auch nach Deutschland liefern.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 21:29 Uhr | Permalink
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Was für die mediterrane Küche das Olivenöl ist, dass ist das Arganöl für Marokko. Es ist aus der marokkanischen Küche nicht wegzudenken und wird aber auch für die Herstellung von Kosmetikprodukten verwendet. Dieses Öl gibt es in zwei Sorten auf dem Stand der Firma Mogador: Eines ist aus ungerösteten Samen gepresst, das andere aus gerösteten Samen. Ich bevorzuge die Sorte aus gerösteten Samen, da es intensiver und aromatischer schmeckt.
Dieses Arganöl wird vom Anbieter selbst hergestellt. Die Früchte des Arganbaums werden dabei von Frauen gesammelt, die zu einer Frauengemeinschaft zusammengeschlossen sind. Von diesen 200 Frauen werden die Früchte direkt bezogen und der Einkauf angemessen vergütet, so dass hier auch die Familien vor Ort das Geld für ihre Arbeit erhalten statt der Zwischenhändler. Das fördert damit auch den Erhalt der handwerklichen und traditionellen Arganölgewinnung.
Beide Sorten Arganöl werden gemäß den Öko-Kriterien hergestellt und wurden wegen ihrer hochen Qualität beiden mit der Goldmedallie der DLG 2007 ausgezeichnet.
Neben den beiden Ölsorten sind am Stand auch Bücher über Öl allgemein und das Arganöl im Speziellen erhältlich. Seit dem 1.4.2008 gibt es auch eine eigene Kosmetikreihe der Firma, die über Manufactum vertrieben wird.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 21:13 Uhr | Permalink
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Viele Lebensmittel gibt es in ganz unterschiedlichen Qualitäten
zu kaufen. Ein gutes Beispiel dafür ist Honig. Von der - pardon -
billigen Einheitspampe bis hin zu hochwertigen Naturprodukten
ist die Palette breit. Für die hochwertigen Produkte steht beispielsweise die
Schloss-Imkerei Tonndorf, die auch hier auf der Messe vertreten sind.
So kann man hier mal direkt verschiedene Honigsorten im Vergleich
ausprobieren. Dazu sind verschiedene Sorten von mild bis kräftig
zur Verkostung aufgebaut.
Daneben gibt es verschiedene Sorten Honigsenf und verschiedene
Produkte
aus Honig, wie etwas Seife. Interessant - aber zur Zeit nicht in der Saison -
sind honiggesüßte Schokoladen aus sortenreinen Honigen und daraus hergestellte
Pralinen. Die Schokoladen gibt es daher nicht zu kaufen, Pralinen sind (noch?)
vorhanden.
Ich habe die Gelegenheit mal genutzt um den Imker nach der Sortenherstellung
zu befragen. Das ist im Prinzip ganz einfach: Er fährt mit dem Lastwagen und
den Bienenvölkern durch ganz Deutschland und stellt diese in jeweils
entsprechenden Gebieten auf. Dabei hat er zum Teil Stammplätze andererseits
gibt es aber auch Sorten, bei denen man auf etwas Glück und Stellplatztipps
befreundeter Imker angewiesen ist.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 19:15 Uhr | Permalink
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Auch italienische Feinkost ist natürlich auf der Slow Food Messe 2008
zugegen. Einer der Anbieter ist die Firma
Toscanaverde, die Produkte
aus Italien anbieten. Oder genauer gesagt aus der Toskana - das
impliziert ja bereits der Name.
Die Palette umfasst dabei untern anderem Olivenöl, süßes und salziges
Honig und Wein. Dabei werden nur wenige aber hochwertige Produkte
von kleinen Herstellern angeboten. Ein Teil stammt auch von der
Bewirtschaftung eigener Olivenhaine durch Freunde in der Toskana.
Alle Produkte können über die Webseite
bestellt werden. Einige der angebotenen Waren sind biozertifiziert.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 19:04 Uhr | Permalink
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Der Johannishof ist auf die Herstellung
von Kürbiskernprodukten spezialisiert. Dazu wird das Sortiment um passende Produkte wie
etwas ein Himbeeressig erweitert, der zusammen mit dem Kürbiskernöl eine leckere
Salat-Viangrette ergibt.
Für die Produktion der Kürbiskernartikel werden eigene Kürbisse angebaut. Nur bei sehr starker
Nachfrage werden Produkte geeigneter Bauern zugekauft. Die Produktpalette hier auf der Messe
umfasst neben einem feinen Kürbiskernöl auch ein leckeres Kürbiskernpesto und Kürbiskerne
zum Knabbern. Letztere werden sowohl in einer süßen als auch in einer salzigen Variante
angeboten. Getestet und von mir für lecker befunden ist auch der Kürbiskern-Feigen-Senf.
Alle Produkte, die übrigens nach alter handwerklicher Tradition hergestellt werden, können
auch online bestellt werden.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 18:22 Uhr | Permalink
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"Eiscafe Cadillac"
Da gehen die Gedanken doch erst mal in Richtung
billigem Softeis ohne Geschmack und Närwert. Zum Glück steht am
Stand viel größer Bioeis aus der Uckermark. Und
da fühle ich mich dann sofort angesprochen.
Das Eis vom Eiscafe Cadillac in Templin kommt
ohne Farbstoffe, ohne künstliche und natürliche Aromen und
ohne Emulgatoren in die Tiefkühlung. Die Produkte sind dazu
noch glutenfrei. (Wobei mir noch mal nachfragen muss, ob dass
für alle Produkte gilt.) Neben Kuhmilch kommen hier auch
Ziegenmilch, Schafsmilch und Wasserbüffelmilch zum Einsatz.
So entsteht ein einzigartiges Eis, das natürlich zum
Slow-Food-Gedanken sehr gut passt.
Leider wird das Eis nur im eigenen Eiscafe angeboten oder für
Gastronomen oder Caterings verschickt. Dabei stehen die
Versandkosten aber nicht wirklich im Verhältniss zum
finanziellen Wert. Aber wie gut, dass man hier am Stand
probieren kann.
Ich habe drei Sorten Eis probiert: Ziegeneis-Vanille,
Grüner-Tee-Eis und Schokoade-Valrhona. Einfach
himmlisch. Ich hoffe das es morgen noch genug Bioeis gibt,
damit ich mir nochmal einen Nachschlag holen kann, wenn
ich morgen nochmal da bin. :-)
Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 16:37 Uhr | Permalink
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Vielleicht sind euch die Pfannen von Anne auch schon mal auf der
einen oder anderen Genussmesse aufgefallen. Ich meine, dass ich sie hier zum
dritten oder vierten Mal sehe.
Wie ihr wisst besitze ich bereits
schmiedeeiserne
Pfannen von Franz Scholl. Wenn man der Verkäuferin glauben darf, sind diese
hier noch eine Nummer besser weil zusätzlich veredelt. Das kann ich natürlich nicht
wirklich beurteilen.
Trotzdem ist es ganz hilfreich den beiden bei den Verkaufsgesprächen ein wenig
zuzuhören. Denn dabei erfährt man immer noch den einen oder anderen Kniff, was
man im Umgang mit den eigenen Pfannen besser machen kann. Außerdem habe ich mir
gleich noch zwei Pfannenwender aus Edelstahl mitgenommen, denn die Schaden diesen
robusten Pfannen ja nicht.
Generell sind diese Pfannen völlig unbeschichtet und daher extrem langlebig. Man
kann mit hitzebständigen Küchenwerkzeugen darin bedenkenlos arbeiten. Nur den
guten Messern sollte man das natürlich nicht antun, denn im Gegensatz zur Pfanne
nehmen die hier Schaden. Die Pfannen sind für alle Herdarten (auch Induktion)
und zum Garen bzw. Backen im Backofen bestens geeignet.
Wer die Pfannen nicht auf einer Messe entdeckt, kann sie auch über die
Webseite des Herstellers
beziehen. Die scheint allerdings gerade außer Gefecht zu sein.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 16:22 Uhr | Permalink
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Und noch mehr Fisch vom
SlowFisch-Stand:
Als kleines Häppchen zwischendurch habe ich mir eine kleine Portion Meeräschen-Terrine
mit etwas Rote-Bete-Meerrettich-Sauce und Bremer Scheerkohl gegessen.
Der Bremer Scheerkohl ist eine Blatt- bzw. Schnittkohlart, die mit dem Raps verwandt ist. Bis zum Ende des
letzten Jahrhunderts gab es zahlreiche Schnittkohlarten, die ein beliebtes
Gemüse waren. Da sie heute kaum noch angebaut werden bemüht sich das Bremer
Convivum um den Erhalt des Bremer Scheerkohl und seine Aufnahme in die
Arche des Geschmacks. Die Samen
für den Bremer Scheerkohl am Stand waren leider schon aus. Es gibt hier
eben zu viele Gärtner.
Als Deko gab es noch ein Eck Möhre (das ist ja schon fast oridinär für eine
Slow Food Messe :-) und etwas Quella. Das ist wiederum eine Pflanze, die ich
persönlich als algenähnlich beschreiben würde. Sie wächst auf den Salzwiesen
durch das Meerwasser vor den Deichen. Heute wird sie kaum noch genutzt weil
das Sammeln sehr mühsam ist. Am Stand erzählte man mir allerdings, dass
neulich Sarah Wiener im Fernsehen damit gekocht hat.
Solche ausgefallenen Produkte finden sich auf normalen Food-Messen natürlich
kaum. Das ist schaden denn die Meeräschen-Terrine und der Bremer
Scheerkohl haben sehr gut geschmeckt.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 16:07 Uhr | Permalink
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Hier auf der Messe am SlowFisch-Stand
habe ich heute meine erste Auster gegessen. Denn wenn
nicht hier, wo dann?
Einzelne kleine Austern, von Hand geerntet - ganz frisch.
Vor meinen Augen und der Linse meiner Kamera geöffnet und direkt
aus der Schale ohne irgendwelche Zusätze außer dem restlichen Meerwasser geschlürft. Lecker! Das war
sicherlich nicht meine letzte Auster. Fragt sich nur, ob die anderen
dann auch so gut sein werden, wie diese erste Auster...
Fotos folgen heute Abend.
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 15:39 Uhr | Permalink
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Am Stand der mgh (Messe und Ausstellungsgesellschaft Handa Gmbh) findet sich
hier auf der Slow Food Messe 2008 quasi eine Mini-Ausgabe der kommenden
SlowFisch, die Anfang
November in Bremen stattfinden wird.
Bislang richtet die mgh mit der
Fish International
alle zwei Jahre die einzige deutsche Fachmesse zum Thema
Fisch aus. Dort ist gerade
auch die Nachhaltigkeit des Fischfangs immer ein Thema und es gab immer
wieder Nachfragen von Endkunden nach einer Fischmesse. Daraus enstand
mit dem Vorbild der SlowFish-Messe
in Genua die Idee auch in Deutschland eine solche Messe ins Leben zu rufen.
Daher findet in Zusammenarbeit mit Slow
Food Deuschland e.V. vom
7. bis 9. November 2008 die erste SlowFisch in Bremen statt.
Dabei wird Fisch im Zeichen der Nachhaltigkeit und Ursprünglichkeit das
Messethema sein.
Auf der Messe wird es verschiedene Bereiche geben. Zum einen ist das
der Marktplatz auf dem die Aussteller den Besuchern
präsentieren können. Im Forum werden Vorträge und
Seminare stattfinden, in denen über Wissen und vor allem
Hintergrundwissen über das Produkt Fisch vermittelt wird. Bei den
Geschmackserlebnissen steht schließlich der
Geschmack, der Geruch, die Haptik und das Aussehen von Fischen und deren
bewusste Wahrnehmung im Vordergrund. Begleitet wird die Messe von einem
speziellen Programm für Kinder und Jugendliche.
Als kleinen Vorgeschmack auf das Programm gibt es hier am Stand diverse
Fischprodukte zu essen und zu kaufen.
Tags: slow-food-messe-2008 slow-fisch-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 15:33 Uhr | Permalink
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Auf der Messe trifft man natürlich auch immer wieder alte Bekannte. Darunter befindet sich natürlich auch wieder der Hädecke Verlag deren Kochbücher ich sehr schätze. Auch wenn ich schon sehr viele Bücher aus diesem Verlag kenne, gibt es doch immer wieder den einen oder anderen für mich neuen Schatz dort zu entdecken. Einige Exemplare werden auch preiswert angeboten. Schnäppchen-Tipp: Küchenschätze der Indios und Indianer aus der Kiste mit den reduzierten Büchern.
Weiterführende Links
Kochbuchrezensionen zu Büchern aus dem Hädecke-Verlag
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Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 12:50 Uhr | Permalink
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Seit ich das Kochbuch Feine Pilzküche besitze und gerne empfehle, bin ich auf dem Markt immer wachsam was die Verfügbarkeit von ausgefallenen Pilzsorten angeht. Denn für diese finden sich in diesem Kochbuch vorzügliche Rezepte.
Diese Lücke füllen die Produkte der Firma Pilzgarten. Dort werden verschiedenste Edelpilze angebaut und über den Großhandel vertrieben. Eine direkte Bestellung durch Endkunden ist leider nicht möglich. Aber fragt einfach bei dem Händler eures Vertrauens nach, er kann die Produkte über den Großhandel (beispielsweise dem Frischparadies Moll in Stuttgart) auch in kleinen Mengen beziehen.
Nachdem sich in vielen anderen Bereichen immer mehr Edelvarianten von Lebensmitteln durchgesetzt haben, könnte sich das dank solcher Anbieter auch für Pilze abzeichnen. Es wäre doch schön, wenn zum Beispiel die leckeren Limonenseitlinge in Zukunft viel einfacher einzukaufen sind als bislang.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 12:42 Uhr | Permalink
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Gänzlich neu für mich sind die Produkte, die am Stand von Blütensekt angeboten werden: Blütenzucker und Blütensalz. Ich habe zwar schon ein mit Blüten aromatisiertes Meersalz aus Spanien, aber das hier ist schon eine andere Dimension weil die Auswahl viel umfangreicher und die Produktion eine andere ist.
So werden die Blüten bei der Deutschen Blütensekt Manufaktur fast ausschließlich wild geplückt. Nur 10% werden von Biobauern zugekauft, weil es sich dabei um Sorten handelt, die nicht wild wachsen bzw. geschützt sind. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass es sich bei dem Salz um Meersalz handelt.
Die Blütensalze bzw. Blütenzucker können direkt während der Zubereitung zu den Speisen gegeben werden und dabei normales Salz bzw. normalen Zucker ersetzen. Die Blütenaromen überstehen dabei auch Hitze gut und bleiben in in der Speise erhalten. Alternativ kann man die Produkte nach der Zubereitung zum Verfeinern einsetzen. Es stehen verschiedene Sorten (Salz vier Sorten, Zucker acht Sorten) zur Auswahl beispielsweise Topinamburblütensalz oder Zimtblütenzucker.
Ein anderes Produkt, dass aus den Blüten gewonnen wird, sind verschiedene Sorten Blütensirup. Hier umfasst die Auswahl etwas 40 verschiedene Sorten. Fast alle davon erfüllen die Bio-Kriterien.
Solche spannenden Produkte lassen natürlich auch Juroren nicht kalt und haben unter anderem zu einer Auszeichnung mit dem Gründerpreis 2005 für die Inteligenteste Geschäftsidee geführt. Die Produkte können direkt beim Hersteller bezogen werden.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 12:31 Uhr | Permalink
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Als erstes möchte ich vom Stand der Initiative Schmeck den Süden berichten. Zum einen liegt er nahe dem Halleneingang und zum anderen möge mir man etwas Vorliebe für "unser Ländle" zugestehen. :-)
Bei Schmeck den Süden handelt es sich um einen Auszeichnung und einen Zusammenschluss von Gastronomen aus Baden-Württemberg. Diese bieten nicht nur regionstypische Gerichte an sondern beziehen hierzu auch Zutaten aus dem Land Baden-Württemberg. Diese Selbstverpflichtung der Restaurants wird dabei einmal jährlich kontrolliert. Unterschieden wird zwischen einem und drei Löwen: Je mehr Löwen, desto mehr Gerichte und Getränke auf der Karte stammen von hier.
Insgesamt etwa 160 Betriebe arbeiten inzwischen mit dem Schmeck-den-Süden-Logo und kennzeichnen die Gerichte auf der Karte entsprechend. Bei den meisten war die Nutzung regionaler Produkte ohnehin schon selbstverständlich und so ist die Zertifizierung nur eine Formsache.
Mit Rezepten aus 30 dieser Restaurants ermöglicht es das Kochbuch "Schmeck den Süden" die Gerichte nicht nur in den gastronomischen Betrieben zu genießen, sondern diese auch zu Hause in der eigenen Küche nachzukochen. Dieses Kochbuch werde ich mir natürlich noch besorgen und ausführlich darüber berichten.
Mehr Informationen gibt es auf der Webseite Schmeck den Süden.
Tags: slow-food-messe-2008 baden-württemberg
Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 12:16 Uhr | Permalink
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Seit knapp zwei Stunden bin ich nun auf der Slow Food Messe 2008. Mein erster Eindruck: Ich vermisse vom letzten Jahr die "Gruppenatmosphäre". Es war mehr ein großes Treffen von Slow-Food-Fans. Man war ein wenig unter sich. Man versteht sich. Dieses Jahr hat das ganze mehr einen Messecharakter wie man ihn auch von der Mondo Italia und der Kulinart kennt. Das Publikum ist anders, eher oberflächlich - einfach nicht so tief im Thema. Das spüren auch die Aussteller wie man mir sagte.
Eine Ursache wird die parallel andere Messen in den Nachbarhallen statt finden. Zu nennen sind da die wellviva, die GARTEN, die ISA 2008, die Lifestyle und die "Antiquitäten. Design. Raum". Das zieht natürlich eine Menge "Laufpublikum", das eigentlich die anderen Messen besucht. Insgesamt denke ich, dass dies dem Slow Food Gedanken zuträglich ist. Die Messe spricht so mehr Besucher an und wirbt damit mehr und besser für Slow Food. Die "alten Hasen" werden hingegen auch so miteinander kommunizieren.
Positiv empfinde ich die Nutzung nur einer aber dafür größeren Halle für die Messe. Letztes Jahr gab es doch ziemlich versteckte Stände außerhalb der eigentlichen Halle. Das ist dieses Jahr besser weil übersichtlicher.
Aonsonsten werde ich mich jetzt in die Berichte über die Stände stürzen. Leider muss ich die Fotos heute Abend nachreichen, weil ich den Card Reader für meine CF-Karte vergessen habe. Es sei denn Theo hat einen dabei. Den treffe ich nachher hier noch.
Tags: slow-food-messe-2008
Geschrieben von Jan Theofel am 5.04.2008 um 12:01 Uhr | Permalink
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03.04.08


Wer von euch einen Walnussbaum im Garten hat, der weiß, dass Walnüsse
im September und Oktober Saison haben. Glücklicherweise gibt es die
gesunden Nüsse aber auch außerhalb der Saison zu kaufen. Und so
schadet es nicht, dass Das goldene Buch der Walnuss
im Frühjahr erschienen ist.
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Tags: verlag:haedecke autor:erica-bänzinger kochbuch:walnuss
Geschrieben von Jan Theofel am 3.04.2008 um 0:28 Uhr | Permalink
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01.04.08

Oliven und Orangen haben durchaus Gemeinsamkeiten: Beispielsweise wachsen sie
in wärmeren Gegenden und sind bei uns nur importiert zu bekommen. Geschmacklich
habe ich sie bislang aber nicht kombiniert. Bislang, denn dieser spanische
Orangen-Oliven-Salat zeigt, dass die beiden Zutaten auf dem
Teller sehr gut harmonieren können.
Weiter lesen "Rezept: Orangen-Oliven-Salat" »
Eignung:
vegetarisch: ja
/ vegan: ja
/ glutenfrei: ja
/ laktosefrei: ja
Herkunft:
Spanien
Tags: rezept:vegan rezept:laktosefrei rezept:vegetarisch rezept:glutenfrei zutat:olive zutat:mandel zutat:orange
Geschrieben von Jan Theofel am 1.04.2008 um 23:21 Uhr | Permalink
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Übermorgen startet in Stuttgart die Slow Food Messe 2008 an der neuen Messe Stuttgart. Ich hatte letztes Jahr leider nicht viel Zeit die Messe zu besuchen. Aber dieses Jahr werde ich mir dafür zwei Tage Zeit nehmen und hier auch ausführlich von der Messe berichten. All Informationen über die Messe findet ihr auf der zugehörigen Webseite.
Wer mich Samstag oder Sonntag dort treffen möchte, schickt mir bitte einfach eine E-Mail. Am Samstag wird es noch ein kleines Bloggertreffen. Interessenten schreiben bitte bei Theo in die Kommentare.
Tags: slowfoodmesse2008
Geschrieben von Jan Theofel am 1.04.2008 um 22:01 Uhr | Permalink
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