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Zarenhof Berlin Apartments - Eindrücke und Erfahrungen

Diese Woche habe ich mehrere Tage in einem Apartment des Zarenhof Berlin übernachtet. Es gibt noch ein Hotel Zarenhof und ab kommendem Monat soll ein weiteres Haus eröffnet werden. Eine Übersicht über alle Häuser gibt es hier. Hier einige persönlichen Eindrücke und Erfahrungen zur Übernachtung in einem der Apartments.

Empfang

Bei der Anreise gelangt man zunächst in einen kleinen Empfangs- und Rezeptionsbereich. Dort bekomme ich den Zimmerschlüssel, einen PIN-Code und eine Karte für die Garage ausgehändigt. Erst später wundere ich mich darüber, dass wir für ein Doppelzimmer nur eine Karte bekommen und hole am nächsten Morgen eine zweite Karte. Der Empfang wird sachlich, freundlich und flott abgewickelt.

Nach dem Parken (siehe nächster Abschnitt) geht es durch eine andere Türe (die ist unabhängig vom Empfangsbereich, daher den PIN-Code) und einen Innenhof in den zweiten Innenhof. Auch dort gibt man nochmal den PIN ein um das Gebäude betreten zu können.

Anreise/Parken

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kann es kaum besser treffen. Die U-Bahn-Haltestelle Eberswalderstraße liegt direkt vor dem Hotel. Von dort erreicht man über nur eine Station die S-Bahn-Haltestelle Schönhauser Allee und mit der Linie U2 so ziemlich den ganzen Innenstadtbereich - oder zumindest den Teil, den ich davon sehen wollte.

Mit dem Auto ist die Anreise deutlich beschwerlicher. So gibt es in der Nähe kaum freie Parkplätze. Nur an einem nahegelegenen Stadion kann man wohl welche ergattern. Ich entscheide mich wegen dem Wetter lieber für die Tiefgarage. Diese kostet 10 Euro am Tag und ist leider zwei Häuserblöcke entfernt auf dem Geländer der Kulturbrauerei untergebracht.

Zimmer

Das Zimmer macht auf den ersten Blick einen guten und großen Eindruck. Direkt am Eingang gibt es eine kleine Küchenzeile mit zweiflammigen Herd, Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher und Kaffeemaschine. Gegenüber befindet sich ein Tisch und zwei Stühle. Dieser Esstisch ist durch eine kleine Wand vom Bett geteilt

Es gibt einen großen Kleiderschrank, der auch den Zimmersafe beherbergt, eine sehr große Couch und einen Schreibtisch. Ideal für Datenreisende: Der Schreibtisch ist nicht nur groß, sondern bietet zweiSteckdosen. Dazu gibt es kostenfreies WLAN. Über dem Schreibtisch ist noch ein ausreichend großer Fernseher angebracht.

Vor dem Zimmer gibt es einen langen Balkon mit zwei Stühlen, der im Sommer sicherlich am Abend sehr angenehm ist.

Für eine Stromversorgung im Zimmer muss wie üblich die Hotelkarte neben der Türe eingesteckt werden. Das führt leider auch dazu, dass man keine Geräte in Abwesenheit laden kann.

Positiv auch: Die Zimmer sind ausgesprochen ruhig. Von der Straße ist im zweiten Hinetrhof nichts zu hören und auch die Zimmernachbarn waren diesbezüglich nicht vorhanden.

Bad

Auf den ersten Blick offenbart das Bad keine besonderen Schwächen. Eine großzügige Dusche, ein großes Waschbecken, Spiegel, Toilette. Als Standardausstattung gibt es Seife, eine Tücherbox und einen Fön. Aber bei der Nutzung merkt man die Schwachpunkte im Bad sehr schnell.

Da wäre zunächst der Duschvorhang. Er ist in meinen Augen nicht nur unhygienisch, da schlecht zu reinigen. Er ist auch nicht fix und man flutet das Bad beim Duschen - ob man will oder nicht. Eine Duschkabine sollte in Hotels in meinen Augen daher immer Standard sein.

Und dann die Wandbefestigungen: Sie sollten so gewählt sein, dass man die nutzen kann. Bei einem leichten(!) Zug am aufgehängten Handtuch hielt ich plötzlich die ganze Handtuchstange samt Aufhängung in der Hand. Selbiges passierte mir gleich zwei Mal mit dem Toilettenpapierhalter. Hier wurde eindeutig am falschen Ende gespart.

Frühstück

Das Frühstücksbuffet fällt für ein Drei-Sterne-Haus umfangreicher als üblich aus. es gibt diverse verschieden herzhafte warme Speisen, mehrere Sorten Käse und Aufschnitt, Lachs, Kaviar (ungetestet), Müsli mit Milch oder Kefir, kleinen süße Blinis, rote Grütze, Kuchen und einige andere Dinge.

Säfte, Wasser (hier sehr ausreichen, in meinen Augen ein großer Pluspunkt), Tee und Kaffee gibt es zur Selbstbedienung.

Nur in Details offenbart sich Verbesserungspotential. So sind viele Sachen eindeutig als Convenienceprodukte zu erkennen. Auch die angebotenen Toasts ohne Toaster irritieren mich. Auch die vollmundig auf der Webseite angekündigten Blinis haben mich enttäuscht. Denn ich kenne Blinis nur als herzhafte Ausführung und nicht als kleines pancakeartiges Gebäck. An einigen Punkten würde ich mir auch über die Qualität der Produkte Gedanken machen, aber für Hotels war es durchaus schon ordentlich.

Schön ist das Harfespiel, dass am Samstag und Sonntag das Frühstück der Hotelgäste begleitet.

Service

Kommen wir zum großen Schwachpunkt des Zarenhof: Dem Service bzw. der Serviceorientierung.

Erster Fauxpas war, dass man vergessen hat am ersten Tag unser Zimmer zu reinigen. Das damit zu begründen, dass wir unser Zimmer erst um 13:30 Uhr verlassen hätten und der Zimmerservice da schon Feierabend hätte ist ist weder akzeptabel noch korrekt. Als wir gegenagen sind wurde nämlich noch im Gebäude gesaugt. Und am letzten Tag wurde das Zimmer erst nach 15:00 Uhr gereinigt. Ebenfalls unschön: Der Müllbeutel mit dem Nagellackentferner wurde nicht geleert. Wie Bad und Zimmer danach gerochen haben könnt ihr euch etwas vorstellen...

Auch setzt der Zimmerservice wohl nur ab und zu die Abdeckungen des Abfluss in Waschbecken und Dusche nach dessen Reinigung wieder ein. Und der von mir reklamierte Handtuchhalter wurde innerhalb von drei Tagen nicht wieder befestigt.

Ungewöhnlich ist auch der Checkout bis 11 Uhr. Zusammen mit einem Frühstück bis 10 Uhr (bzw. 11 Uhr am Wochenende) ist das Hotel für Langschläfer nur bedingt geeignet. Unverständlich ist mir auch, warum man den Gast nicht auf den frühen Checkout hinweist. (Alle anderen Hotels die ich kenne erwarten einen Checkout bis 12 Uhr.) Das ist besonders ärgerlich, wenn man kurz danach vom Frühstück auf sein Zimmer zurückkehrt und dieses wegen inaktiver Zugangskarte nicht mehr betreten kann.

Die Krönung war dann, dass ein Mitarbeiter während unseres Checkouts am Telefon negativ über einen anderen Gast gesprochen hat, der wohl ähnliche Probleme wie wir hatte. Das geht in Anwesenheit anderer Gäste gar nicht!

Fazit

Über einen speziellen HRS-Deal haben wir 60 Euro pro Nacht gezahlt. Dafür bietet das Hotel an einigen Stellen mehr als man von üblichen Drei-Sterne-Häusern erwartet. Das gilt insbesonders für die Zimmer. Andererseits gibt an einigen Stellen eklatante Schwächen. Das ist schade, denn das Hotel hat echtes Potential. Aber zur Zeit bin ich mit dem Preis-/Leistungsverhältnis leider nicht zufrieden.

Tags: Hotel berlin zarenhof

Geschrieben von Jan Theofel
am 15.02.2010um 0:34 Uhr

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1 Kommentare

 

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1 Kommentare zu »Zarenhof Berlin Apartments - Eindrücke und Erfahrungen«

Sehr ausführlicher Bericht und - boy - sehr kritisch. Ich denke aber, für 60 Euro kann man nicht wirklich mehr erwarten. In Berlin ist das zwar viel, woanders kann man dafür vielleicht in einer Jugendherberge übernachten. Abgeschreckt bin ich nicht und 11 Uhr Checkout ist Standard.

1 | Karin | 15.02.2010 um 17:57

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