Wie die Beschriftung von Restauranttoiletten zur Erheiterung der Gäste beitragen kann
Letzte Woche war ich in München im Tassilogarten essen. Neben leckerer und kreativer Küche, fällt dort neuen Gästen vor allem eines auf: Die Beschriftung der Toiletten. An diesen prangen nämlich jeweils nur die zwei Buchstaben XX und XY. Wer jetzt nicht weiß, für welche Türe er sich entscheiden würde, liest am besten mal bei Wikipedia nach. Diese Möglichkeit hat der Restaurantbesucher meistens nicht. Und mit dem Handy vor der Toilette rumfummeln nur um zu wissen, wo man rein muss ist eben auch nicht der Hit.
Also spielen sich dort immer wieder amüsante Szenen wie die folgenden ab, so dass sich ein Sitzplatz in Sicht der Toiletteneingänge durchaus lohnt...
Ein männlicher Besucher öffnet die Türe zur Herrentoilette und schaut in den Vorraum. Unsicher testet er danach die Damentoilette um sich dann doch für die richtige Toilette zu entscheiden.
Kurz darauf sucht ein asiatischer Besucher die Örtlichkeiten auf. Er ist deutlich vorsichtiger und klopft erst mal höflich an die Herrentoilette. Er öffnet die Türe einen Spalt weit und spät in den Vorraum. Dann das selbe Spiel mit dem Damentoilette: Klopfen und vorsichtig hineinblicken. Nochmal wirft er einen vorsichtigen Blick in die Herrentoilette und bleibt unentschlossen vor beiden stehen. Etwas ratlos blick er Richtung Gastraum von wo aus ich ihm mit einer leichten Handbewegung die richtige Türe weise. Er öffnet sie ganz langsam und verschwindet endlich in der richtigen Toilette.
Nachdem er wieder an seinen Platz zurückgekehrt ist, folgt eine Weile später ein weiterer asiatischer Besucher. Offensichtlich wurde er von seinem Kollegen schon aufgeklärt und geht daher zielstrebig auf die richtige Türe zu. Öffnet sie dann aber sehr langsam, schaut hinein und verschwindet langsam in der Herrentoilette.
Einfach köstlich. :-)
Geschrieben von Jan Theofel am 29.04.2008 um 21:05 Uhr | Permalink
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