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10 Tipps zum Autogas-Tanken

Heute bin ich beim Tanken von Autogas (LPG) auf zwei Neulinge getroffen und habe ihnen ein paar Fragen beantwortet. Das passiert mir in der letzten Zeit häufiger – kein Wunder bei diesen Benzinpreisen. Für euch habe ich Antworten auf die Fragen zum Autogas-Tanken in Form einiger Tipps zusammengestellt:

  1. Nicht zu fest zudrehen. An eurem Gasadapter befinden sich an dem inneren und äußeren Gewinde jeweils Dichtungen. Es reicht den Adapter und den Hahn fest anzudrehen, aber man muss es nicht übertreiben. Wer zu fest anzieht riskiert Schäden an den Gewinden oder bekommt es später nicht mehr gelöst.
  2. Einfache Lederhandschuhe zum Tanken anziehen. Das hat gleich drei Vorteile: Es erleichtert das Anbringen des Tankadapters, man macht sich an den Anlagen die Hände nicht dreckig und man schützt die Hände vor austretendem Gas. Das hat immerhin eine Temperatur von -40 °C. Aus diesem Grund weisen auch die Tankanleitungen auf Schutzhandschuhe hin.
  3. Den Startknopf mit der ganzen Hand drücken. Nach dem Verbinden der Tankanlage mit dem Auto muss der Startknopf gedrückt werden. Da es sich nicht nur um einen Startknopf handelt sondern auch um den Totmannschalter handelt, muss man den Kopf während des ganzen Tankvorgangs gedrückt halten. Da der Tankvorgang eine ganze Weile dauert, muss man eine ganze Weile den Knopf gedrückt halten. Das geht mit der ganzen Hand viel leichter als mit dem Daumen.
  4. Am Ende tritt etwas Gas aus. Das ist ganz normal. Es ist das restliche Gas vor dem letzten Ventil. Kein Grund zur Sorge.
  5. Gastankstellen für längere Fahrten vorher heraussuchen. Auf gas-tankstellen.de könnt ihr vor der Fahrt Gastankstellen heraussuchen. Für die Suche entlang von Autobahnen gibt es eine spezielle Suche. Viele Autobahntankstellen haben aber inzwischen auch Autogas angeschrieben. Wenn ihr Abends und an Wochenenden unterwegs seit, achtet auf die Angaben zu den Öffnungszeiten. Viele Tankstellen werden von Autohäusern oder Gasfirmen betrieben und haben entsprechende Öffnungszeiten. Außerhalb könnt ihr teilweise an Tankautomaten selbst mit der EC- oder Kundenkarte bezahlen.
  6. Auch bei Autogas gibt es Preisunterschiede. Wenn ihr wie Markus in eurer Nähe einen Gasbetrieb/-vertrieb habt, der LPG verkauft, versucht dort zu tanken. Die sind meistens nochmal preiswerter als reguläre Tankstellen.
  7. Der Tank ist voll, wenn nix mehr rein geht. Moderne Tanks können „bis zum Anschlag“ betankt werden. Ihr merkt an der Anzeige, dass das Gas irgendwann nur noch sehr langsam in den Tank strömt. Bei mir hört man kurz vorher noch ein Klappergeräusch der Ventile. Wenn das Gas nur noch langsam läuft könnt ihr mit etwas Geduld meistens noch zwei Liter in den Tank reinpressen. Ich bin dafür meistens zu ungeduldig und gebe die Zapfsäule für folgende Fahrer frei.
  8. Das Tankvolumen kann nie ganz ausgeschöpft werden. Nur 80% des nominalen Tankvolumens können genutzt werden. Das hat natürlich Einfluss auf die Tankhäufigkeit und muss entsprechend berücksichtigt werden.
  9. Nach dem Tanken den Kilometerzähler zurücksetzen. Das hilft zumindest wenn man eine Tankanzeige nur über LEDs hat. Da ich viel gleichbleibede Nutzung (Stadtverkehr) habe, weiß ich bis auf ca. 10 km genau, wie weit ich mit einer Autogasfüllung komme. Das ist wesentlich genauer als die 5 LEDs zur Füllstandsanzeige.
  10. Immer zusätzlich etwas Benzin im Tank behalten. Ich halte meinen Benzinstand bei etwa 15 bis 20 Litern konstant. Da Autogasanlagen bivalent sind könnt ihr jederzeit auf Benzin umschalten. Das hilft wenn keine Autogastankestelle in der Nähe ist oder die angefahrene einen Defekt an der Zapfsäule hat. Außerdem starten die meisten Autos mit Benzin und bei hoher Last wird auch auf Benzin umgeschaltet. Das hilft wenn man es auf unbeschränkter Strecke mal sehr eilig hat. Den Benzintank dabei aber nicht ganz voll machen, denn das ist ja Gewicht, dass ihr zusätzlich durch die Gegend fahren müsst.
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