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Android 4.4 Naming fail

Die meisten von euch werden es schon mitbekommen haben: Die neue Android-Version bekommt den Namen „KitKat“. Damit setzt Google die Tradition fort, die Versionen mit dem Namen einer Süßigkeit zu benennen. Im Gegensatz zu den vorherigen Version wird dieses Mal aber ein konkreter Produktname eines Herstellers verwendet. Und dabei leistet sich Google einen dicken Griff ins Klo.

FAIL #1

Aus ökologischer Sicht ist das namensgebende Produkt KitKat von Nestlé ein Desaster. Greenpeace hat schon vor über drei Jahren darauf hingewiesen, dass darin Palmöl verwendet wird, welches „dank“ Rodung von Urwäldern gewonnen wird. Das kostet viele Tiere, wie den Orang-Utan seinen Lebensraum.

Hier das eindrückliche Video von damals:

FAIL #2

Wenn ich ein Produkt so direkt in Zusammenhang bringe, dann erbe ich damit auch dessen Image mit. Was für ein Image hat KitKat bei einem Menschen wie mir? Genau: Den billig produzierte, minderwertiger Lebensmittel. Etwas was ich unter keinen Umständen zu mir nehmen möchte. Möchte Google uns etwa mitteilen, dass Android von genau so zweifelhafter Qualität ist, wie das namensgebende Produkt?

Sicher, ich bin vielleicht nicht repräsentativ – aber es dürfte nicht wenigen Menschen wie mir gehen. Das ist genau so fehl am Platz wie Milka-Schokolade (um mal einen anderen „Marken“-Hersteller zu bashen) im Zimmer eines gehobenen 4-Sterne-Hotels. Dort fragt man sich dann, ob der 30-Euro-Hauptgang im Hotelrestaurant mit ebenso billigen Zutaten produziert und nur überteuert verkauft wurde…

3 Kommentare

  1. Tristan Lins

    Interessant, dieser Zusammenhang war mir gar nicht bekannt… auf jedem Fall ist mir nach dem Greenpeace Spot der Appetit vergangen -.-

  2. Diether Ast

    Ist nicht schön. Aber man muß immer vorsichtig sein mit dem Bashing, weil wir meistens irgendwelche Produkte besitzen oder konsummieren , die, bei näherer Betrachtung, auch zweifelhaft sind. Da hat der Herr Jesus angeblich einen guten Spruch zu: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“

  3. Diether: Ich würde nicht behaupten, dass ich ein Heiliger bin. Auch ich habe sicherlich immer wieder Produkte mit zweifelhaften Eigenschaften im Einsatz. Weil ich es nicht weiß oder weil es keine Alternativen gibt. Aber gerade das negative Image so eine Kampagne mit zu erben halte ich im Marketing für keine gute Idee.

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