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Anleitung: Bildkopien suchen mit der Google Bildersuche

Wer gute Bilder online hat, dürfte das Problem kennen: Sie sind schnell kopiert und landen über kurz oder lang auf etlichen anderen Webseiten. Und meiner Erfahrung nach passiert das nicht nur mit guten Bildern, sondern auch mit ziemlich schlechten.

Wenn das Bild nicht gerade unter einer freien Lizenz veröffentlicht wurde, sind all diese Kopien rechtlich betrachtet Urheberrechtsverletzungen. Und auch wenn man meinen sollte, dass das inzwischen relativ gut bekannt ist – typischer Fall von „Denkste“. Meine Bilder nutzen nämlich nicht nur (unwissende) Jugendliche, sondern auch Unternehmen. Auch solche, die journalistisch oder als Agentur tätig sind, die also genau wissen müssten, dass sie das ohne Zustimmung des Fotografen nicht dürfen.

Aber wie findet man solche Bildkopien eigentlich?

Die einfachste Art bietet die Google Bildersuche. Das ist etwas manueller Aufwand, klappt aber erstaunlich gut. Dabei gibt es drei Herangehensweisen:

Variante 1: Bildupload

1. Du öffnest die Webseite der Google Bildersuche.
2. Klicke auf das kleine Foto-Symbol im Suchschlitz.
3. Lade das Bild hoch oder gib dessen URL ein und starte die Suche.
Alternativ: Ziehe das Bild per Drag’n’Drop auf den Suchschlitz der Bildersuche.

Dabei nimmt Google anhand des Bildes eine Bildbeschreibung vor. Woher genau (nur der Dateiname scheint es nicht zu sein) hat sich mir noch nicht genau erschlossen. Ich verwende ohnehin die andere Variante.

Denn typischerweise werden die Bilder am meisten kopiert, die genau über die Google Bildersuche gefunden wurden. Schließlich muss der Kopierer sie ja auch finden. Daher gehe ich selbst über die Bildersuche nach dem Begriff – was dort nicht gefunden wird, ist eher unkritisch.

Variante 2: Textsuche

1. Du öffnest die Webseite der Google Bildersuche.
2. Du trägst einen Text ein. Mein Beispiel ist immer „schwarz weiß rot mini“. (Jetzt nicht auf die Frauen in den Miniröcken klicken, hörst du?)
3. Klicke nun auf den ersten Treffer. Bei mir ist das ein kleiner roter Mini mit Sofa auf dem Dach, das Bild wurde schwarz-weiß-rot von mir verfremdet.
4. Du gelangst auf eine Trefferseite (im Beispiel diese hier). Dort gibt es rechts den Link „Bildersuche“ welcher Kopien dieses Bildes findet.

Variante 3: Browserplugin

Für Chrome gibt es ein Browserplugin. Damit kannst du auf jedem beliebigen Bild einer Webseite per Kontext-Menü die Bildersuche starten.

Und was dann?

Meine persönliche Herangehensweise bei derartigen Urheberrechtsverletzungen teil sich grob in drei Gruppen auf.
1. User Generated Content (beispielsweise Foren): Hier ist der Seitenbetreiber ohnehin rechtlich erst nach Kenntnisnahme haftbar zu machen. Ich schicke ihnen eine kurze E-Mail mit der Bitte, das Bild zu entfernen.
2. Private Webseiten, gemeinnützige Einrichtungen, etc.: Deren Betreiber erhalten von mir eine E-Mail mit der Aufforderung, mich als Urheber zu nennen.
3. Unternehmen: Hier versende ich ein Schreiben nebst Rechnung für die Bildnutzung per Post. Wer die darin gesetzte Frist verstreichen lässt, hatte seine Chance. Dann geht es zum Anwalt für eine Abmahnung. Besonders dubiöse, dreiste oder kniffelige Fälle landen teilweise auch direkt beim Anwalt.

Was ihr auf diesem Weg übrigens nicht findet, sind Webseiten, die euer Bild per Hotlinking nutzen. Also direkt von eurem Webserver einbinden. Besonders beliebt ist das bei Foren, da dort in der Regel keine eigenen Bilder mit gehostet werden. Das könnt ihr am leichtesten über eure Serverlogfiles ermitteln.

Edit 5.8.2013: Hinweis auf Browserplugin und Drag’n’Drop-Möglichkeit nach Hinweise der Leser ergänzt.

3 Comments

  1. Es lässt sich auch ein Bild aus einem anderen Browserfenster oder als lokal gespeicherte Datei per Drag and Drop in das Suchfeld der Google-Bildersuche ziehen.
    Gruß
    Harry

  2. Google sucht etwas fuzzy. Ich nutze oft Tineye.com, die machen exakte Suchen.

  3. Tinyeve habe ich aufgegeben. Der findet bei mir seit ich ihn teste nur ein Bild, wo Google zum Teil seitenweise Material findet. Vor allem auch keine Ausschnitte. Dafür nehme ich auch mal den einen oder anderen False-Positive bei Google in Kauf.

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