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Murks powered by OpenBC

Martin Röll hat handelsblatt.net entdeckt. Sieht nicht nur aus wie OpenBC sondern ist auch OpenBC. Nur eben mit einem anderen Logo oben dran gepappt, ein paar an das Logo angepassten Farben und ein bischen teureren Preisen. Martin meint: "Ist bestimmt für irgendetwas nützlich. Bestimmt."

So sehe ich das auch: Ist für den Betreiber sicher nützlich. Aber nicht für den Anwender. Bestimmt. Ganz bestimmt sogar:

  1. Wieso sollte ich mich hier anmelden, wenn ich die selbe Leistung bei openbc.com direkt preiswerter bekomme? Zumal es im Original auch kostenlose (wenn auch eingeschränkte) Accounts gibt, die es auf dem Klone nach der Testphase (drei Monate ab der Anmeldung) nicht zu geben scheint.
  2. Ist der Schriftzug "Handelsblatt" auf einer Webseite oben wirklich 30% Aufschlag wert?
  3. Warum soll ich mich mit einer kleineren Teilnehmerzahl in der neuen Plattform vorlieb nehmen, wenn ich mich in der originalen Plattform mit viel mehr bestehenden Teilnehmern vernetzen kann?
  4. Die Benutzerdatenbanken sind andere: Soll ich mir nun zwei Accounts anlegen und zweimal zahlen, nur weil ein paar Leute die ich kenne hier und die anderen dort registriert sind? Und wo wird das enden? Wann kommt mein dritter, mein vierter, mein fünfter, etc. Account?
  5. Wie sollen sich die Benutzer des "alten OpenBC" fühlen, wenn das Handelsblatt.net mit "Sie finden auf Handelsblatt.net die Wirtschaftselite Deutschlands" beworben wird. Immerhin besteht die Hoffnung, dass man wenigstens die "normale" Elite ist. Die Wirtschaftselite ist man zumindest schon mal nicht, wenn man sich nicht ein zweites Mal anmeldet.

Ob es für OpenBC Sinn macht sich selbst Konkurenz zu schaffen wage ich zu bezweifeln. Auf der selben Benutzerbasis aufgebaut wäre es vielleicht sogar eine gute Idee auf diesem Weg neue Benutzerkreise zu erschließen. Und wenn man den Handelsblatt.net-Benutzern einen zusätzlichen Mehrwert (statt einen Minderwert) bietet wäre sogar der höhere Preis gerechtfertigt. Aber so sehe ich da keinen Sinn drin.

Dazu kommt dann noch Kritik am System selbst, beispielsweise auch wieder von Martin: Er sezierte die unsinnige Kontaktaufnahmebeschränkung in OpenBC ja schon vor einigen Wochen. Vielleicht wird Mario Sixtus mit seiner kürzlichen Prophezeiung, dass OpenBC verschwinden wird doch irgendwann Recht bekommen...

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Geschrieben von Jan Theofel am 17.05.2005 um 19:06 Uhr (Permalink)
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Murks powered by OpenBC:

Handelsblatt mit OpenBC
Das Handelsblatt hat auf Basis von OpenBC ein Netzwerk für die "Wirtschaftselite" gegründet. Die neue Plattform kostet mir und bietet sicherlich nicht soviele Mitglieder und eine geringere Breite als das Original. Jan Theofel fragte sich als Reaktion auf [Weiterlesen]

» C-Blog - Das Weblog von Christoph Hörl | 31.05.2005 um 20:28

Handelsblatt mit OpenBC
Das Handelsblatt hat auf Basis von OpenBC ein Netzwerk für die "Wirtschaftselite" gegründet. Die neue Plattform kostet mir und bietet sicherlich nicht soviele Mitglieder und eine geringere Breite als das Original. Jan Theofel fragte sich als Reaktion auf [Weiterlesen]

» C-Blog - Das Weblog von Christoph Hörl | 31.05.2005 um 20:28

2 Kommentare zu »Murks powered by OpenBC«

So schnell würde ich handelsblatt.net nicht abtun. Vielleicht ist es ja gar nicht dumm, angesichts des wuchernden OpenBC und der daraus resultierenden Probleme vertikale Communities einzurichten?

Das Handelsblatt hofft auf eine "exklusive" Business-Klientel, die lieber unter sich bleibt und nicht von Hinz und Kunz eingeladen wird. Ein Verlag kann die SocialSoftware mit allen möglichen Zusatzleistungen aufpeppen, ich denke da nicht nur an Inhalte, sondern auch an die Handelsblatt-Kongresse. Ich könnte mir gut vorstellen, dass noch weitere openBC-Ausprägungen für diverse Zielgruppen entstehen werden.

Ob man Konten bei openBC und handelsblatt.net doppelt anlegen muss, weiß ich nicht. Nachdem beide auf der gleichen Software laufen, könnten die Daten ja abgeglichen werden. Die Pressemitteilung zum Start von handelsblatt.net findet sich übrigens hier.

1 | Wolfgang Sommergut | 18.05.2005 um 9:26

Irgendwie kommt mir dieses "openbc" sowieso "spanisch" vor. Es müssen unbedingt Cookies zugelassen werden.... was ich überhaupt nicht mag. Da ich mein System ändern muss, nur um mich bei openbc anmelden zu "dürfen". Das Forum "Freiberufler Projektmarkt / freelance projects exchange" wird anscheinend ausschließlich von der Firma XPSNET "gecoacht"?!?!?! https://www.openbc.com/img/forums/3866b2.png Ich nehme stark an, dass dadurch die Fa. XPSNET direkt an der Quelle sitzt und alles "abgreifen" kann. Gleiches passiert bei DV-Treff. Dahinter steckt allein die Fa. Manß und Partner (übrigens NICHT zu empfehlen!). Und da gibt es noch zig andere Seiten, die scheinbar "unabhängig" daher kommen, aber gezielt von einzelen Firmen gesteuert wird. Bei Handesblatt.net und Openbc geht es wie in 99% solcher Fälle, nur darum, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

2 | Kar | 10.07.2005 um 2:16

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