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Barcamp Nürnberg

Allmählich wird es Zeit meine beiden Fahrten vom Wochenende zu beschreiben. Ich war natürlich auf dem Barcamp Nürnberg. Wer nicht weiß, was Barcamps sind, kann hier nachlesen. Wenn es dann immer noch unklar ist, warum das eines der geilsten Veranstaltungsformate ist und warum man dort unendlich viel lernen, neue Inspirationen und neue Kontakte knüpfen kann... dann... fragt mich einfach mal persönlich! (Man kann mich übrigens auch als Organisator oder Moderator für solche Events buchen... ;-)

Hinwärts ging es ganz entspannt am Freitag Nachmittag mit dem IC 2069. Für unterwegs hatte ich mir den Film Die Heiler auf mein Notebook überspielt. Eine ziemlich spannende Dokumentation wie ich finde - allerdings auch etwas einseitig, weil keine Kritiker zu Wort kommen. Mit 80 Minuten Laufzeit hat sie fast die ganze Fahrt gefüllt. Am Anfang und am Ende war noch etwas Zeit vergeblich zu versuchen online zu kommen. Leider scheint diese Strecke da eher kein Favorit für mobile Onlinearbeiten von mir zu werden...

Am Freitag Abend ging es dann auch gleich mit dem Barcamp Nürnberg los. Meine ersten drei Sessions am Freitag waren: Eine Session über Xing (Oliver und Torsten) auf der ich nicht so viel Neues mitnehmen konnte, nachdem ich schon mal das Xing-Seminar von Oliver besucht hatte. Interessant waren aber auch die teilweise sehr gegensätzlichen Ansichten von Torsten.

Weiter ging es mit der Session von Alexander zur Frage Who to be successful in 8 steps. Dazu hat er uns ein TED Video gezeigt, welches acht Erfolgsfaktoren beschreibt. Ich stimme da nur bedingt zu, da mir "Erfolg" hier zu wirtschaftlich orientiert definiert war. Wie ihr wisst, stehen für mich seit geraumer Zeit Ziele wie Glück, Gesundheit und Entspannung deutlich vor Geld verdienen und materiellen Dingen.

Anschließend habe ich dann trotzdem eine Session zum Thema Blogs vermarkten gehalten, wo es dann darum ging, wie man mit Blogs sinnvoll Geld verdienen kann. Im Gegensatz zu Print werden online kaum Image-Kampagnen geschaltet, bei denen es nicht um Klickraten und Sales geht. Und wenn, dann kommt man als "kleiner" Blogger da schwer ran. Wir haben Lösungsmöglichkeiten diskutiert, beispielsweise Zweitverwertung des Blog-Contents, Erstellung von eBooks, Links verkaufen, wie kommt man doch an Image-Kampagnen, etc. Da waren ein paar Ideen dabei, aber so richtig DEN Gedanken für meine Blogs konnte ich noch nicht finden.

Den Abend abgerundet haben mal wieder einige Runden Werwolf - allerdings in einer deutlich abgespeckten Variante und mit selbst geschrieben Karten.

Am Samstag bin ich mit einer Session über Crowdsourcing von Michael (von designenlassen.de) gestartet. Nachdem ich für welche-schokolade.de in Indien ein Design für sehr wenig Geld gekauft habe, sind solche Plattformen eine mögliche Alternative für die Webdesigns meiner eigenen Projekte. Da muss ich mir mal noch näher die möglichen Kosten anschauen.

Anschließend habe ich mit Michael eine Session über Selbstfindung, speziell auch über unsere Erfahrungen mit "Wer bin ich wirklich?" gehalten. Die Session war gut besucht und wir haben den Teilnehmern glaube ich ein paar gute Impulse mitgegeben. In Stuttgart hat das, wie ich inzwischen erfahren habe, auch schon gut geklappt.

Dann hatte ich erst mal Pause und bin erst am späten Nachmittag in Maries Session über Contao gegangen. Als offizieller Partner für dieses CMS konnte ich ebenso wie einige anderen Nutzer- und Entwickler noch Wissen für die anderen Teilnehmer beisteuern.

Anschließend hat Dennis noch eine Session zu TAC angeboten, die ich natürlich mit einem Spielbrett und Erklärung unterstützt habe. Wer noch ein TAC braucht, kann sich gerne bei mir melden. Anschließend haben wir noch bis tief in die Nacht Werwolf gespielt, wobei ich zum ersten Mal gemerkt habe, wie viel mehr ich mich da auf meine Intuition verlassen sollte. Beim letzten Spiel hatte ich "gefühlt" wo die Werwölfe sitzen, dem Gefühl aber nicht vertraut. Schwerer Fehler, wir Dorfbewohner verloren das Spiel.

Am Sonntag habe ich es auch ruhig angehen lassen. Meine erste Session war Projektmanagment in Russland am Beispiel eines Stahlwerks von Andreas. Mit sehr viel zu Lachen. Und sehr viel zum Nachdenken. Denn "russisch gerade" auf dem Bild sieht lustig aus. Aber wie "russisch gerade" sind unsere Datenbankschnittstellen in unseren IT-Projekten? Und wann sind wir zum Beispiel das letzte Mal "russisch gerade" auf einen Menschen zugegangen, der uns interessiert und haben ihn oder sie angesprochen?

Danach haben - passend zur letzten Frage - Michael und ich nochmal unsere Selbstfindungs-Session wiederholt, weil danach einfach noch Bedarf war. Die Gruppe war zwar kleiner aber nicht weniger intensiv.

Schließlich habe ich in der Immosucks - Warum Immobilienwebseiten nix taugen-Session wiederum von Michael gelernt, dass meine Kunden nicht die einzigen sind, die mit unzureichenden Kundendaten zu kämpfen haben. Da könnte am Sonntag eine ganz neue Idee heraus geboren worden sein. Das werde ich heute Abend noch mal mit Michael besprechen.

Damit war das Barcamp leider auch schon wieder zu Ende. Vielen Dank an die Orga, an Daniela für die Übernachtungsmöglichkeit und an Steve für den Shuttle-Service.

Anschließend habe ich mich noch mit Andreas und Christoph zur gemeinsamen Contao-Diskussion und zum Abendessen getroffen. Mit dem letzten IC ging es dann Sonntag Abend wieder zurück nach Stuttgart. Und da war eine Traurigkeit über das Ende dieses Wochenendes in mir aber auch über mich, weil mir viele kleine Aspekte wieder gezeigt haben, wie viel ich noch an persönlichem Wachstum vor mir habe.

Reisekilometer am Wochenende: 406km
Regulärer Fahrtpreis: 40,00€ (mit BC50)

Tags: fensterplatz nürnberg

Geschrieben von Jan Theofel am 28.02.2012 um 9:55 Uhr (Permalink)
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2 Kommentare zu »Barcamp Nürnberg«

(2.3.2012 22:46)

Lieber Jan,
Deine Traurigkeit am Ende des Wochenendes kenne ich nur zu gut. Ich nenne es After-Barcamp-Depression, da wir intensiv viel Zeit mit Menschen verbracht haben, die wir sehr gern haben und schätzen, die Freunde geworden sind, die wir aber nicht immer um uns haben. Beim Abschied wissen wir, dass wir sie wieder eine ganze Zeit lang nicht sehen werden. Womöglich erst beim nächsten Barcamp am gleichen Ort ein Jahr später. Und von Barcamp zu Barcamp wird diese After-Barcamp-Depression schlimmer. Aber ich freue mich, Dich und andere bald wieder zu sehen.
Lass Dich knuddeln, Romy

1 | Romy Mlinzk | 13.10.2013 um 16:20

(4.3.2012 14:37)

Ich weiß nicht ob es bei mir "nur" das war. Aber der Effekt, den du hier beschreibst spielt sicher auch eine Rolle. Ich komme einfach mal demnächst nach Hamburg - dann dauert es zumindest bei uns beiden nicht so lange bis wir uns wieder sehen... ;-)

2 | Jan Theofel | 13.10.2013 um 16:21

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