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Bloggertreffen bei Bosch

Ein Monat ist unserer Bloggertreffen bei Bosch her. Höchste Zeit also, dass ich euch meinen Bericht nachreiche. Dem Ruf von Robert Basic zu dem Termin folgten etliche Auto- und Technik-Blogger. So konnten wir am 18.10. mit Mitarbeitern von Bosch über Bloggerbeziehungen sprechen und Einblicke in die Hybrid-Lösungen des Automobil-Zulieferers zu bekommen.

Blick von mir zur Schillerhöhe

Mich verbindet meine Geschichte mit dem über 125 Jahre alten Traditionsunternehmen: So war Bosch Hauptsponsor der beiden Landeswettbewerbe Jugend forsch, an denen ich 1998 sowie 2000 teilnahm. Außerdem hatte ich früher viel mit der Heidehof-Stiftung zu tun, die von den Bosch-Kindern gegründet worden ist. Und schließlich kann ich - wie ihr im Bild selbst feststellen könnte - jeden Tag zur Schillerhöhe rüberblicken. Das ist der heutige Hauptsitz, an dem wir uns auch an jenem Tag trafen.

Aber zurück zu unserem Gastgeber: Am Vormittag stand eine spannende Diskussion auf dem Programm. Dabei beleuchteten wir mit den Kommunikations-Verantwortlichen von Bosch diverse Fragen zur Kommunikation zwischen Firmen und Bloggern. Mein wichtigstes Fazit aus dem Gespräch: Es gibt nicht „den“ Weblog-Autor - wir sind alle verschieden. Das fängt bei unseren Antrieben zu bloggen an, geht über verschieden tiefes Fachwissen und endet noch lange nicht mit unseren persönlichen Einstellung zu PR-Material von Firmen. Einigkeit herrschte darüber, dass Blogger meistens direkte Kommunikation - wenn möglich mit den Experten - statt PR-Texte wünschen.

Wir haben auch die Frage der Relevanz von Bloggern umgedreht und gefragt, wie relevant Unternehmen wie Bosch für Blogger sind. Schließlich merkt man als Endkunde kaum etwas von der Technik unter der Motorhaube. Und da steckt eigentlich immer BOSCH drin, wie wir erfahren haben: Durchschnittlich im Wert von 400 Euro pro neuen europäischen Wagen! Dazu gibt es noch zahlreiche andere Technologie-Sparten im Haus. Unter anderem den Bereich der Haustechnik, der mit den Küchengeräten für mich natürlich sehr interessant wäre, als Joint Venture mit Siemens. Da will ich in Zukunft anzuknüpfen.

Schokoladenkuchen bei Bosch

Womit wir beim Thema Essen wären. Denn nach einer abschließenden Präsentation der Geschichte der Fahrzeugtechnik von Bosch gab es leckeres Mittagessen für uns. Ich nutzte den besonders gelungenen Schokoladen-Kuchen, um die neue Offenheit gegenüber Bloggern auf die Probe zu stellen: Ich fragte nach dem Rezept dafür. Test bestanden: Es folgte ein paar Tage später per E-Mail. (Und jetzt auch in meinem Küchenleben.)

blogger-bei-bosch.jpg

Wohl gestärkt bestiegen wir den Shuttle-Bus zum Werk in Tamm (nördlich von Stuttgart bei Ludwigsburg). Dort bekamen wir Einblicke in die Hybrid-Technologie von Bosch. Zuerst konnten wir drei Serienwagen verschiedener Hersteller mustern, die alle unterschiedliche Technologie von Bosch an Bord hatten. Draußen gab es noch die Möglichkeit für Fotos, aber drinnen war natürlich alles streng geheim, sodass es von dort keine Aufnahmen gibt.

Im Inneren ging es mit einer Führung weiter: Zunächst mit den Teststände, in denen Elektro-Motoren geprüft werden. Anschließend die Werkstatt, wo Autos als Versuchswagen mit neuer Technik „gepimpt“ werden. Auf diesem Weg wird hier die neue Generation Hybrid-Technik getestet, die erst in einigen Monaten oder Jahren Marktreife erlangen wird. Beides übrigens Bereiche, die Gruppen, wie uns, normal nicht zugänglich sind ...

Sicherheitshinweis am Spiegel

Abgeschlossen wurde der Nachmittag mit einer Präsentation zur Anwendung und Physik hinter der Hybrid-Technologie. Beispielsweise mit einer Simulation, was passiert, wenn das ESP keine Informationen aus dem Hybrid-System bekommt.

Damit hätte ich als alter Physik-Fan mehr mit anfangen können, wenn ich nicht unter Rückenschmerzen litt. Ich ignorierte sozusagen vorab dort fotografierte Schild (vom Spiegel auf den Toiletten) und hätte mich früher wegen der Schmerzen absetzen sollen ... Sorry, dass ich da abweisend war, wenn ihr mich angesprochen habt. (Der Osteopath richtete meine Wirbel man nächsten Tag auf wundersame Weise.)

Insgesamt war es ein schöner und informativer Tag bei Bosch. Ich denke, beide Seiten konnten viel voneinander lernen. Und ich habe einen neuen Lieblings-Schokoladen-Kuchen. Hach. Danke an Robert und Bosch für die Einladung!

Hier noch ein paar andere Blogposts zu dem Tag:
Na klar BlOgSCH (Elbblick)
Ein kleiner Schritt für Bosch, aber ein großer Sprung für die Blogger-Welt (Auto Diva)
Blogger Relations bei Bosch (Autophorie)
Bosch vs. Blogger (Buzzriders)
Erster Blogger Rountable bei Bosch (Lots of Ways)
Kein Auto ohne BOSCH (mein-auto-blog)
BOSCH, Blogger und Emotionen (Padlive)

Das Video, dass von Bosch selbst angefertigt wurde:

PS: Schreibt man im Fließtext eigentlich BOSCH oder Bosch?

Tags: bosch blogsch

Geschrieben von Jan Theofel am 18.11.2012 um 12:40 Uhr (Permalink)
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