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16.04.05

Neue nervende Werbeform auf Webseiten

Im Internet Pro Weblog wurde diese Woche eine neue Form der Internetwerbung vorgestellt: Werbung statt Links? Dabei geht es darum, dass nun auf Webseiten einzelne Worte verlinkt werden und dann aber nicht zu einer weiteren Seite mit Informationen führen, sondern zu einem Anzeigekunden.

Nun wird in diesem Blogeintrag leider gleich wieder die weitere Existenz des Internets in Frage gestellt: Wie soll schließlich ein User unterscheiden, ob es sich um einen echten ("guten") oder einen schlechten ("bösen Werbelink") handelt? Nun, nichts wird so heiß gekocht wie es gegessen wird und nun ist mir diese Werbeform auch in der freien Wildbahn in den Browser gekommen:

2005-04-16-nervende-link-werbung.png

Es handelt sich um einen Screenshot von einem Artikel der Computerwoche. Mal ausprobieren - aha, wenn ich mit der Maus auf dem Link verweile kommt ein kleines Popup mit Informationen. Wenn ich den Link anklicke, komme ich auf eine Seite von Arcor wo ich ISDN beauftragen kann. (Gut, dass wirkt vielleicht deplatziert, weil der Artikel darüber berichtet, dass Arcor gerade mit der Auftragsbearbeitung nicht mehr nachkommt. ;-)

Aber ist das wirklich so schlecht? Ich denke nein - zumindest nicht wenn man es so löst, wie es der aktuelle Anbieter IntelliTXT tut:

  1. Das Popup erscheint erst, wenn ich mit der Maus auf dem Link verweile. Das heißt es "regnet" keine Popups nur weil ich mit der Maus mal über die Webseite und damit verschiedene Links drüberfahre.
  2. Die Kennzeichnung der Links ist grün und doppelt unterstrichen. Sie sind also eindeutig als "Werbelinks" zu erkenne.
  3. Und gerade auf den letzten Punkt legt der Anbieter großen Wert: "Ignore the double-underlined words and they will ignore you."

Daher habe ich in dieser Form nichts dagegen einzuwenden. Sobald allerdings verschiedene Anbieter auf den Markt drängen, die Ihre Links nicht alle einheitlich kennzeichnen oder gar nicht mehr gegenüber normalen Links abgrenzen bekommt das einen unschönen Beigeschmack. Allerdings glaube ich kaum, dass sich solche Anbieter durchsetzen werden. Denn Seiten, die das nutzen werden von den Anwendern auf Dauer wohl gemieden, so dass die Mehreinnahmen durch die Werbung ziemlich schnell wieder weg sein dürften.

Tags: arcor intellitxt

Geschrieben von Jan Theofel am 16.04.2005 um 22:16 Uhr | Permalink
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