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23.02.11

Reisebericht: Sand in Taufers - Wandertag

Heute morgen berichte ich leider schon vom gestrigen letzten Urlaubstag von uns. Nach dem Frühstück geht es nämlich weiter nach Deutschland zu einem Treffen des Projekts Wer bin ich wirklich?

Morgen

Beim Frühstück gibt es keine Abweichungen zu vermelden. Die Auswahl ist identisch zum Vortag, die dreckige Tasse leider auch.Der Service tauscht diese zügig aus, unschön ist es dennoch.

Nach dem Frühstück erledigen wir ein paar Besorgungen - unter anderem eine Wanderkarte - und ich erkundige mich nach italienischen Mobilfunkverträgen. Von Vodafone gibt es etwas Passendes: Einen Prepaid-Vertrag mit 3 Euro für Datentarif pro Woche mit 250 MB Limit - für Twitter, E-Mails und ab und an einen Blick auf Google Maps sollte das gut reichen. Leider dauert die Bereitstellung bis zu 24 Stunden, so dass sich das nicht mehr lohnt. Zudem verfällt das Guthaben (Startbetrag 15 Euro), wenn man nicht innerhalb eines gewissen Zeitraums nachlädt.

Wanderung

Anschließend machen wir uns auf den Weg zu einer bösen Wanderung, was wir zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht ahnen. Auf der Wanderkarte haben wir uns einen netten Waldweg ausgesucht, der uns auf über 1500 Meter Höhe bringen soll - also 600 Höhenmeter hinauf.

Ausblick beim Wandern

Das erste Teilstück des Weges ist auch ganz passabel. Wir müssen nur über einen Schneehaufen klettern um dann ein Stück an der Straße entlang zum nächsten Waldweg zu laufen. Dort angekommen biegen wir auf einen Weg ein, der uns hoch auf den Berg bringen soll.

Auch hier startet der Weg erst mal noch ganz harmlos: Ab und an liegt etwas Schnee und darunter Eis auf dem Weg. Je weiter wir gehen, desto schlimmer wird es. Da wir uns deutlich weiter wähnen, als wir real sind, gehen wir dennoch weiter - wir erwarten hinter jeder nächsten Kehre die asphaltierte Straße die wir dann zurück ins Tal nehmen wollen. Bald kommen die ersten Eisplatten, die wir noch abseits des Wegs gut umgehen können - also gehen wir weiter. Es folgen komplette Wegstrecken, die komplett vereist sind - neben uns geht es dann meistens fünf bis zehn Meter in die Tiefe. Meine Freundin "begeht" diese Teilstücke auf allen Vieren, ich klettere abseits durch die Böschung, ziehe mich an Bäumen, Ästen und Wurzeln hoch. Einige Male komme ich dabei ins Rutschen und konnte mich gerade noch irgendwo abfangen.

Wanderweg

Nach qualvollen vier Stunden kommen wir auf einen breiten Weg, der bald in die Straße enden müsste. Wir sind darüber echt froh, dass die Qualen nun ein Ende haben und wir keine Angst mehr haben müssen, abzustürzen. Diese ist im Winter allerdings als Skipiste umgebaut und so müssen wir zu Fuß die Skipiste hinab und erreichen die nächste Straße gerade rechtzeitig bevor die Carabinieri die letzte Abfahrt vornehmen und verlorene Skifahrer einsammeln.

Als wir in den Ort zurück kommen, ist es schon fast dunkel. Heilfroh, dass wir nur mit kleinen Schürfwunden, blauen Flecken und einem halben Wald in unserer Kleidung wieder heil unten angekommen sind, kehren wir in das Hotel zurück. So eine Wanderung machen wir das nächste Mal sicher nur noch, wenn wir die passende Ausrüstung bei uns haben. Irritierend finde ich, dass die Wege nicht gänzlich gesperrt waren - vor allem weil sie ja oben zu einer Skipiste umgebaut waren.

Was mich an der Wanderung fasziniert hat: Obwohl ich bislang unter ziemlich starker Höhenangst gelitten habe, habe ich zu keinem Zeitpunkt des Weges Angst verspürt. Das Risiko war mir immer bewusst und wir haben ständig überprüft wo wir sind und das wir Hilfe rufen könnten - aber Angst kam keine in mir hoch. Das führe ich positiv auf unser oben genanntes Projekt hinzu.

Abendessen im Hotel

Da wir uns erst etwas von den Strapazen erholen mussten, kamen wir recht spät zum Abendessen im Hellweger's Genießerhotel. Dadurch war das Salatbuffet schon ziemlich stark geplündert und wir mussten kurz warten, bis neue Salate nachgelegt wurden. Hatte ich eigentlich schon die sehr guten Grissini von Grissin Bon erwähnt, die es hier gibt? Die schmecken übrigens noch köstlicher wenn man sie ganz unkniggemäßig in etwas Rotwein dippt.

Zur Suppe gab es eine Consomeé mit Hühnerklößchen. Bei meiner vegetarischen Variante fehlten einfach die Klößchen aber auch die Brühe schien mir einen fleischigen Geschmack zu haben. Hier wäre doch eine extra Suppe auf ähnlichem Level agebracht gewesen. So hat es etwas davon, dem Vegetarier nur die Beilagen zu servieren.

Der Zwischengang kann uns hingegen begeistern. Es handelt sich um eine Spinat-Ricotta-Roulade, die mit Parmesan leicht gratiniert ist. Dazu gibt es als essbare Deko getrocknete Tomatenhaut. Die schmeckt interessant, ist aber etwas zäh.

Beim folgenden Hauptgang bekomme ich die Wahl zwischen Fisch oder einem Käsegericht. Es klingt nach mit Käse überbackenem Gemüse. Was ich bekomme ist eine Platte mit sechs Stück Käse und den gleichen Beilagen wie zum Fleisch - Mandel-Brokkoli und Reis. Der Käse ist verdammt gut, aber als Hauptgang in einem Menü doch wieder eine extrem einfache Kombination. Das Fleisch bei meiner Freundin hingegen kann überzeugen und kommt mit einer leckeren Gorgonzola-Sauce.

Zum Menüabschluss gibt es ein Tiramisu. Das ist von der Größe her genau richtig, also nicht zu groß nach so einem Menü, und schmeck ganz vorzüglich.

Der Service erscheint uns heute deutlich entspannter und auch die Gerichte haben eine andere Klasse. Wir vermuten, dass Herr Hellweger wieder im Haus ist, verifizieren diese Annahme allerdings nicht.

Abendausklang

Nach dem Abendessen laufen wir noch eine kleine Runde durch den Ort um mal noch "normal" zu laufen. In einer Bar trinken wir noch etwas warmes und kuscheln uns dann zum letzten Mal für diesen Urlaub in unser Hotelbett.

Tags: urlaub sand-in-taufers wanderung

Geschrieben von Jan Theofel am 23.02.2011 um 9:47 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Privat | 2 Kommentare

22.02.11

Reisebericht: Sand in Taufers - Ausflugstag

Nach unserer Ankunft gestern haben wir uns für den ersten Tag einen Ausflug vorgenommen. Da ich noch nie in Südtirol war, wollten wir auf einen Pass hochfahren, damit ich den imposanten Ausblick auf die Berge auch mal selbst sehen kann - nicht nur von hier unten. Aber immer schön der Reihe nach:

Frühstück

Nach unserem typischen Auftakt für einen Urlaubstag - sie geht laufen und ich sitze am Rechner und blogge den Urlaubsbericht - steht das Frühstück im Hotel an. Die Auswahl ist hier im Hellwegers kleinem Genießerhotel zwar etwas kleiner als in den Hotels aus denen ich die letzten Wochen berichtet habe. Aber die Qualität der angebotenen Lebensmittel ist echt gut.

Ich versuche mich mal an einer möglichst vollständigen Aufzählen - wobei das ja auch variieren kann: Bei den Getränken gibt es Kaffee am Platz, eine sehr gute Auswahl von 25 offenen Tees und einigen Teebeutelsorten zum selber Zubereiten in der Kanne, Quellwasser (gekühlt mir Eis), Apfel-, Orangen und Pampelmusensaft. Unangenehm ist dabei, dass eine unserer Tassen nicht sauber ist. So etwas sollte nicht auf dem Tisch des Gasts landen.

Insgesamt gibt es wenig frische Produkte - sowohl Obst als auch Gemüse. Lediglich die Deko auf den Platten und eine Ananas liegen bereit. Wenn diese alle ist wird gegen Ende des Frühstücks verständlicher Weise nicht mehr aufgefüllt um keine neue Frucht anschneiden zu müssen. Wer es zum Frühstück frisch mag, kann sich am Eingangsbereich zum Frühstücksraum von der Tagesplatte vielleicht einen Apfel mit hinein nehmen.

Auf der herzhaften Seite stehen zwei Platten Schinken, eine Platte Wurst und jeweils eine Platte Schnitt- und ganze Käse zur Auswahl bereit. Dazu gibt es gekochte Eier, Rührei und Speck. Als Basis dienen drei leckere Brote: Eine Variation des Vinschgauer Brots mit Kümmel und zwei dunkle Brote mit Körnern. Weiter gibt es dunkle BRötchen (ähnlich dem Vinschgauer), helle Brötchen und Knäckebrot.

Die süße Seite fällt umfangreicher aus. Hier gibt es eine gute Auswahl an Marmeladen und süßen Brotaufstrichen. Davon ist die Johannisbeermarmelade sogar hausgemacht - und sehr sauer. Beim Müsli gibt es ein hausgemachtes Müsli, fünf trockene Müslis als Basis, eine Trockenfruchtmischung, eingelegte Pflaumen und acht Ergänzungen (verschiedene Saaten, Weintrauben, etc.). Neben Milch gibt es auch Joghurt, Früchtejoghurt, Buttermilch und Magerquark dazu.

Beim Service fällt uns lediglich negativ auf, dass die leeren Teller nicht abgeräumt werden. Nachgelegt wird jedoch bis auf die Ananas auch gegen Ende der Frühstückszeit noch und wir werden freundlich und zügig bedient.

Grödner Joch

Grödner Joch

Unsere Tagestour führt uns hoch auf das Grödner Joch mit einem wunderbaren Ausblick auf die umgebenden Berge. Trotz der winterlichen Verhältnisse, sind die Straßen sehr gut befahrbar und so gut wie eis- und schneefrei. An das Fahren der Kehren, bei denen man nicht sieht, ob einem jemand entgegen kommt, muss ich mich aber erst noch etwas gewöhnen. Bergab fällt mir die Fahrt aber schon deutlich leichter als hoch auf den Pass.

Blick auf die Dolomiten

Oben belohnt uns dann dank klarem aber kaltem Wetter ein echt grandioser Ausblick auf die Dolomiten. Ein Bild habe ich euch nebenan online gestellt, weitere folgen, sobald ich wieder zu Hause bin. Bei -1°C bleibt es aber bei eine kurzen Aufenthalt und auf dem Rückweg wärmen wir uns an einer Tasse Tee.

Kräuterhof im Naturstammhaus

Naturstammhaus des Kräuterhofs

Unser Rückweg führt uns zum Kräuterhof Hauser in einem wunderbaren Naturstammhaus. Im Untergeschoss erwerben wir eine Seife, eine Handcreme, einen Kräutertee und Kräutersalz. Nebenan gibt es einen HExenraum und im Obergeschoss befindet sich eine kleine archäologische Ausstellung.

Als wir wieder fahren wollen, unterhalten wir uns mit der Inhaberin noch über die Vorzüge von Naturstammhäusern. Bei diesem hier handelt es sich um das größte in Südtirol. Als Bauunternehmen bekommen wir HOLZMAR genannt. Mein Schatz schwärmt jetzt noch mehr davon und ich habe mir schon mal erklären lassen, wie man da Kabel legen lässt.

Wellness im Hotel

Zurück im Hotel gönnen wir uns etwas Entspannung im Wellnessbereich. Die Runde im Pool ist erfrischend, weil dieser relativ kalt ist. Danach geht es weiter ins Caldarium, welches mit nur etwa 40 °C ein "künstliches Fieber" hervorruft. Ich mache mit dem Dampfbad (nicht viel heißer, aber mit Dampf) weiter, Sabine mit den Tiroler Schwitzstuben (etwa 90 °C). Anschließend entspannen wir im kleinen Ruhebereich, wo es zur Erfrischung Quellwasser und zur Stärkung die Trockenfrüchtemischung gibt, die wir vom Frühstück bereits kennen.

Damit ist neben den Massage- und Behandlungsräumen der Wellnessbereich leider auch schon komplett beschrieben. Obwohl der Bereich sehr klein ist, fühlt man sich nicht eingeengt. Schade ist auch, dass der nur nachmittags geöffnet hat und der Blick hinaus auf die Betonmauer des Innenhofs.

Abendmenü im Hotel

Nach dem vorherigen Abend, sind unsere Erwartungen an das Fünf-Gänge-Menü im Hellweger's Genießerhotel eher gedämpft. Unser Wein steht als wir kommen vom Vortag bereits auf dem Tisch. Wir bestellen wieder eine Karaffe Wasser, die - wie wir nun wissen - gerade mal einen Euro kostet.

Das Menü beginnt wieder mit einem Salatbuffet und ich wähle das zweite Dressing, welches ebenso gut schmeckt wie das Balsamico-Dressing. Dazu gibt es statt Baguette "nur" weiße Brötchen, die aber auch munden. Als zwieter Gang folgt eine Zucchinicreme-Suppe mit einem Knoblauch-Crostini. Die Suppe ist lecker, der Crostini für einen solchen leider zu weich - "mit Knoblauch-Baguette-Scheibe" hätte es besser beschrieben.

Als Zwischengang gibt es laut Menükarte Makkeroni Arrabiata. Auf unsern Tellern finden sich jedoch normale Penne Rigate mit Tomatensauce. Selbst wenn letzteres die vegetarische Variante einer scharfen Sauce darstellen mag, sind beide Gerichte für ein solches Menü doch etwas schwach.

Zum Hauptgang gibt es den gleichen Fisch wie gestern. Das sollte eigentlich auch nicht der Fall sein. Heute hat er allerdings keinen fleischigen Beigeschmack mehr, etwas zu kräftig gewürzt bleibt er jedoch. Beim Fisch tippe ich auf Scholle. Als Beilagen gibt es eine Salzkartoffel und ein sehr leckeres Tomaten-Paprika-Gemüse.

Statt Nachtisch gibt es zum Menüabschluss eine Käseauswahl vom Buffet. Diese ist sehr lecker und es gibt hausgemachtes Haselnussbrot dazu, das ebenfalls sehr fein schmeckt. Wir futtern uns einmal durch alle Käsesorten und sind anschließend kugelrund. ;-) Dazu gibt es noch Vanillepudding der in Kombination mit den milden Käsesorten erstaunlich gut schmeckt. Leider ist es ein Tütenprodukt und nicht aus Störke und Vanille selbst hergestellt - obwohl ich doch sogar für privat ausgerechnet habe, dass echter Vanillepudding billiger ist, als der aus der Tüte.

Der Service ist heute immer noch etwas unachtsam. Für gestern und heute fühlt sich das bei uns "nervös" an. Wir gewinnen insgesamt den Eindruck, dass der Chef des Hauses nicht anwesend ist und die Mitarbeiter etwas überfordert sind. Da er zudem auch der Küchenchef ist, würde das auch die einfachen Gerichte in den Menüs plausibel erklären.

Ansonsten

Sonst erfahren wir noch, dass das WLAN eigentlich nur in der Lobby funktionieren sollte, was es gegen Abend dann auch nur noch tut. Das wurde uns aber bereits so angekündigt - ist also kein Problem.

Der Zimmerservice kommt übrigens ziemlich früh, noch während wir unser Frühstück genießen. Das ist sehr positiv zu vermerken.

Tags: urlaub sand-in-taufers

Geschrieben von Jan Theofel am 22.02.2011 um 22:29 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Privat | 0 Kommentare

21.02.11

Reisebericht: Anreise nach Sand in Taufers (Südtirol)

Nachdem hier zahlreiche Reiseberichte erschienen sind, bei denen wir vom Hotel aus eingeladen waren, sind wir dieses Mal tatsächlich auf eigene Faust und Kosten in den Urlaub gefahren. Unsere Auswahl für Südtirol war dabei von vorne herein klar, das Hotel sollte das Hellweger's kleines Genießerhotel in Sand in Taufers sein. Ein Freund, der hier vor ein paar Jahren schon mal war, hat es uns empfohlen.

Anreise über Zürich

Unsere Anreise am Freitag Abend erfolgte über Zürich. Ich fuhr mit dem Auto dort hin, während meine Freundin geflogen ist und wir uns in Zürich am Flughafen trafen.

Indisches Curry auf Bananenblatt

Anschließend haben wir unsere Freunde in Zürich abgeholt und sind weiter zum Tibits gefahren - einem der besten Plätze um in Zürich vegetarisch essen zu gehen. Anschließend sind wir noch etwas am Seeufer entlang gelaufen um noch etwas frische Luft zu tanken.

Am Samstag hatte ich - das war der Grund, warum wir über Zürich gefahren sind - einen Termin zur Farbberatung bei Herta Hirth. Das ist eine ziemlich spezielle Geschichte und ich werde da noch ausführlich darüber berichten. Auf jeden Fall eine sehr einmalige Erfahrung. ;-) Am späten Nachmittag fuhren wir zurück nach Zürich und haben abends noch gekocht. Indisches Curry, serviert auf einem Bananenblatt und mit den Fingern gegessen. Ebenfalls eine sehr interessante Erfahrung.

Am Sonntag morgen sind wir weiter nach Sand in Taufers gefahren, so dass wir hier am späten Nachmittag ankamen.

Ankunft in Sand in Taufers

Ausblick vom Hotelzimmer

In Sand in Taufers angekommen, haben wir als erstes unser Hotelzimmer in Hellweger's kleines Genießerhotel bezogen. Das Haus macht ebenso wie das Zimmer einen gemütlichen Eindruck. Obwohl wir nur die zweitkleinste Zimmerkategorie gebucht haben, ist es sehr geräumig. Auch im Bad hat man genügend Platz, was auch daran liegt, dass die Toilette nochmals in einem kleinen Extraraum untergebracht ist. Unser Blick geht auf die umgebenden Berge, die Burg ist von unserem Zimmer leider nicht zu sehen.

Neben einem Schreibtisch mit einem kleinen Fernseher darauf gibt es noch einen weiteren Tisch, einen dreitürigen Kleiderschrank und einen ziemlich großen Balkon. Negativ fällt auf, dass im Bad der Abfluss vom Waschbecken defekt ist und nicht geöffnet werden kann. Das sollte der Zimmerservice bemerken und beheben (lassen). Irritierend ist ebenfalls, dass es keine Infomappe auf dem Zimmer gibt, in der man nochmals alle wesentlichen Punkte (Durchwahl Rezeption, Essenszeiten, Infos zum Wellness, etc.) nachlesen kann.

Abendessen

Unsere Erwartungen was das Essen angeht sind in einem "Genießerhotel" natürlich besonders hoch. Wir hatten bereits vorab per E-Mail angekündigt, dass wir nur vegetarisch bzw. Fisch essen und die Dame am Empfang hatte uns dies auch nochmals bestätigt. Laut Karte durften wir uns auf ein Fünf-Gänge-Menü freuen welches im Zimmerpreis bereits enthalten ist.

Vorab wählten wir noch einen Flasche 2006er Lagreiner aus der guten Weinauswahl. Ebenso wie später am Nebentisch wurde uns diese in einer bereits geöffneten Flasche an den Tisch gebracht. Bei einem Wein für über 30 Euro sollte man das eigentlich anders erwarten dürfen. Dazu eine Karaffe Wasser, von der bis heute morgen unklar bleibt, ob und wenn ja wie viel diese kostet.

Das Essen startet mit einem Salatbuffet mit guter und frischer Auswahl, dazu Brot und Grissinis. Wir entschieden uns für das leckere Balsamico-Dressing. Es folgt eine klare Suppe mit einem großen Grießnocken, die auch lecker schmeckt. Allerdings gab es hier kurze Irritationen, ob es sich um eine klare Fleisch- oder Gemüsebrühe handelt. Der geschmackliche Höhepunkt des Menüs folgt mit der Gemüselasagne, die wirklich lecker schmeckt. Mit dem Hauptgang folgt der Faux pas des Abends: Obwohl wir klar Fisch bestellt haben, bekommen wir einmal Fisch und einmal Fleisch. Mit den sinngemäßen Worten, dass das leider im Hotel schief gelaufen wäre, stellt man meiner Freundin das Fleisch hin. Pardon, aber das geht gar nicht! Hätten wir das falsch bestellt ist das eine Sache, aber so sicher nicht tragbar. Zum Glück ist sie ab und an Fleisch und wir akzeptieren das ausnahmsweise. Aber auch der Fisch ist nicht in Ordnung: Er schmeckt deutlich nach Fleisch, weil er offensichtlich in der selben Pfanne wie selbiges gebraten wurde. Meine entsprechende Reklamation wird weitergegeben, eine Antwort erhalte ich nicht. Zum Nachtisch gibt es eine Biskuitrolle mit Heidelbeeren. Der schmeckt wieder ganz gut und kommt mit anständiger Sahne daher, ist aber für ein solches Menü als Nachtisch etwas schwach.

Der Service beim Abendessen ist zwar sehr freundlich, aber nicht besonders aufmerksam. Wein und Wasser schenken wir uns immer selbst nach. Die leere Wasserkaraffe wird - obwohl ich sie extra ganz vorne auf den Tisch stelle - nicht bemerkt. Auch bleiben wir zwei Mal vor leeren Tellern sitzen als der Service am Nachbartisch serviert und unsere leeren Teller hätte mit zurück nehmen können.

WLAN im Haus

Im Hotel gibt es glücklicherweise WLAN, so dass wir hier online gehen können. Allerdings ist es kostenpflichtig - wenn auch mit 15 Euro für 7 Tage deutlich günstiger als in anderen Hotels. Auf der Loginseite ist die Webseite des Hotels zu sehen, meine alternative Empfehlung kennt ihr ja bereits.

Tags: urlaub sand-in-taufers zürich

Geschrieben von Jan Theofel am 21.02.2011 um 9:15 Uhr | Permalink
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