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18.02.06

Tod von Unschuldigen durch Alkohol

Ich bin kürzlich auf einen Text gestoßen, den man auf vielen Internetseiten (u.a. hier) findet. Da ich finde, dass er eine wichtige Botschaft transportiert, habe ich ihn auch hierher übernommen:

Tod der Unschuldigen

Ich ging zu einer Party, Mama, ich erinnerte mich, was Du sagtest. Du ermahntest mich, nicht zu trinken, Mama, also trank ich Soda stattdessen.

Ich fühlte mich richtig stolz, Mama, so wie Du es mir vorausgesagt hattest. Ich habe nicht getrunken, um dann zu fahren, Mama, obwohl mir die anderen sagten, es sei nichts dabei.

Ich weiß, ich tat das Richtige, Mama, ich weiß, Du hast immer recht. Nun ist die Party zuende, Mama, und alle fahren sie fort.

Als ich in meinen Wagen stieg, Mama, wusste ich, ich würde rasch nach Hause fahren, weil Du mich so erzogen hast, verantwortungsbewusst und lieb.

Ich fuhr also los, Mama, aber als ich auf die Straße auffuhr, sah mich der andere Wagen nicht, Mama, er fuhr einfach über mich drüber.

Als ich lag auf dem Asphalt, Mama, hörte ich den Polizisten sagen, "Der andere Typ war betrunken", Mama, Und nun bin ich es, die bezahlen wird.

Ich liege hier sterbend, Mama... Ich wünsche Du wärst bald hier. Wie konnte das geschehen, Mama? Mein Leben zerplatzte wie ein Ballon.

Überall um mich ist Blut, Mama, das meiste davon ist meins. Ich höre den Arzt sagen, Mama bald werde ich sterben.

Ich wollte Dir nur sagen, Mama, ich schwöre, ich hab nichts getrunken. Es waren die anderen, Mama, die anderen haben nicht nachgedacht.

Er war wohl auf derselben Party wie ich. Der einzige Unterschied ist, er hat was getrunken Und ich werde sterben.

Warum betrinken sich die Leute, Mama? Es kann ihr ganzes Leben zerstören. Jetzt fühl ich heftige Schmerzen. Es sticht wie ein Messer. Der Typ, der mich anfuhr, der geht, Mama, und ich denke, das ist nicht fair.

Ich liege hier im Sterben. Und alles, was er kann, ist, zu starren.

Sag meinem Bruder, er soll nicht weinen, Mama, schreibt "Papas Mädchen" auf mein Grab.

Jemand hätte ihm sagen sollen, Mama, kein Alkohol hinter dem Steuer. Wenn sie es ihm bloß gesagt hätten, Mama, wäre ich noch am Leben.

Mein Atem wird kürzer, Mama, ich bekomme solche Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mama. Du warst immer da, als ich Dich brauchte.

Ich hab nur noch eine letzte Frage, Mama. Bevor ich mich verabschiede:

Ich bin nicht betrunken gefahren, also warum bin ich diejenige, die stirbt?

Anmerkung:
Dieser Text in Gedichtform war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) in Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden. Unter dem Gedicht steht folgende Bitte:
"Jemand hat sich die Mühe gemacht, dieses Gedicht zu schreiben. Gib es bitte an so viele Menschen wie möglich weiter. Wir wollen versuchen, es in der ganzen Welt zu verbreiten, damit die Leute endlich begreifen, worum es geht."

Und noch eine persönliche Anmerkung von mir:
Diesem Verbreitungsgedanken bin ich damit nun nachgekommen. Wer den Text noch nicht gebloggt/verlinkt hat, der sei hiermit dazu aufgefordert. Was mich angeht darf ich euch versichern, dass ich noch nie mit Alkohol am Steuer gesessen bin. Denn ich trinke schlicht keinen Alkohol - egal ob Party oder nicht, egal ob ich fahren muss oder nicht. Einzig als Zutat in meinen Rezepten darf ab und an ein edler Tropfen als Zutat mitwirken.

Tags: alkohol auto verkehr

Geschrieben von Jan Theofel am 18.02.2006 um 9:42 Uhr | Permalink
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14.01.05

DSL-Gedicht und Backup-Song

Passend zu meinem Linux - das Lied möchte ich noch kurz auf zwei weitere kreative Blogeinträge hinweisen: Das DSL-Gedicht und den Backup-Song. Viel Spass beim lesen und singen.

Geschrieben von Jan Theofel am 14.01.2005 um 8:06 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Texte und Lieder | 0 Kommentare