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Bayerischer Wald vom Feinsten – Hotel Mooshof ****S

[Trigami-Review]

Letztes Wochenende haben wir einen Kurzurlaub im Bayerischen Wald verbracht. Unser Hotel war derMooshof ****S im idyllisch Bodenmais, einem vor allem für seine Kristallproduktion bekannter Ort. Hier ein ausführlicher Reisebericht mit Video.

Anreise am Donnerstag: Nachtschicht

Schlafzimmer mit Wasserbett

Unsere Anreise erfolgt spät, aber der Empfang war nicht minder herzlich: an alles war gedacht und wir bezogen unsere wunderbare Traumblick-Suite mit sicherlich traumhaften Ausblick auf den Großen Arber, den wir aber im Stockdunkeln nicht mehr sehen konnten. Er ist mit 1455,5 Metern Höhe der höchste Berg des Bayerischen Waldes.

Wir haben noch kurz in der Erlebnis-Dusche erfrischt – nicht ohne vorher deren Anleitung zu studieren – und haben uns dann bei der Wahl des Schlafzimmers für das mit dem großen Wasserbett entschieden. Eine interessante und angenehme Erfahrung, das erste Mal auf einem solchen zu schlafen.

Freitag – der erste Urlaubstag

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffet (u.a. lose Teesorten zum selbst zusammenstellen – neben „Tütentees“, Apfelsaft mit Essig, Buttermilch, gute Müsliauswahl, leckere verschieden Brotsorten, Front-Cooking für Rührei und Speck, etc.) und ausgestattet mit der hauseigenen Morgenpost, die den Menüplan für das Abendessen sowie Wetterbericht und Zitate beinhaltet, erkunden wir die Umgebung unseres Zimmers.

Treppenhaus im Mooshof

Wo befindet sich welche Suite und welche Ausstattung hat unser traumhaften 100 m² Domizil verglichen mit den Nachbarsuiten, die „Romantik-Suite Mooshof-Himmel“, „Honeymoonsuite“ oder „Birkenhain-Suite Deluxe“ heißen? Wir freuen uns über zwei Schlafzimmer, einmal mit herkömmlichem Matratzenbett, einmal mit Wasserbett, und eine Whirlwanne und Dusche mit Saunafunktion im großzügigen Badezimmer.

Von 12 Uhr bis 13 Uhr genießen wir eine „alpienne“-Massage im Untergeschoß der Hotelanlage, wo sich neben dem umfangreichen Saunabereich auch Kosmetik, Massage, Schwimmbad und exzellente Ruheräume (teilweise ebenfalls mit Wasserbetten) befinden. Der Name „Vitalressort“ ist passend für diese außergewöhnlich schöne und große Anlage, die praktischerweise direkt mit der Zimmerkarte zugänglich ist und im Bademantel über einen Lift erreichbar ist – Wellness pur im bayerischen Wald.

vw-phaeton.jpg

Das Hotel verfügt über ein eigenes Shuttle-Fahrzeug, um Gäste vom Bahnhof Bodenmais oder anderen Ankunftsorten abzuholen: ein VW Phaeton vom VW VIP Service, den Gäste auf Anfrage auch für eine Ausfahrt nutzen dürfen. Das machen wir sofort: wir wollen das Modezentrum Garhammer in Waldkirchen unsicher machen und wählen den stilvollen Ritt in der luxuriösen Limousine als Reisemittel – sehr zu recht, wie sich bald herausstellt.

Denn Walkirchen liegt zwar ebenfalls im Bayerischen Wald, aber der ist groß und vor allem über Landstraßen nur bedingt schnell zu durchqueren. So erleben wir eine beschauliche Fahrt durch die Orte Regen, Freyung und Grafenau, bevor unser Navigationssystem findet, dass wir nun unser „Ziel erreicht“ haben: tatsächlich, mitten in Waldkirchen thront das große Bekleidungshaus Garhammer und wir lassen uns überraschen, was uns wohl dort erwartet.

Garhammer – Bekleidungshaus der Extraklasse

Einkaufstüten von Garhammer

Unser hohen Erwartungen an das Modehaus Garhammer wurden bei weitem übertroffen: Auf vier Etagen gibt es dort alles, was das Herz beim Shoppen begehrt: umfangreiche Auswahl an Bekleidung für Damen, Herren und Kinder, ein Cafe und Getränkeservice sowie etliche Accessoires direkt vor Ort.

Dank der guten Beratung ist ein passendes Herrenoberhemd bald gefunden. Sondergrößen sucht man beim Garhammer vergeblich – statt dessen ist ein Team von 15 Schneiderinnen ständig im Background-Einsatz, um Änderungswünsche auch innerhalb kürzester Zeit sofort abzumessen und umzusetzen. In unserem Fall dauert ein Kürzen der Hemdsärmel gerade mal 30 Minuten(!) und das, obwohl das Haus sehr gut besucht ist und wir sagten, dass es uns in zwei Stunden reichen würde. Das nennen wir einen vorbildlichen Service!

Aber es kommt noch besser: Jede Beratung wird individuell ausgeführt und falls man eine Dame anspricht, die für diesen Bereich keine Fachfrau ist oder die gerade einen anderen Kunden bedient, wird die passende Kollegin schnell informiert. Man kann in der Garderobe oder vor dem Spiegel stehen bleiben, die gewünschte Modeauswahl wird gebracht, ebenso wie das gewünschte Getränke. Die Beratung ist unaufdringlich und fachlich sehr versiert. Freundlich und mit viel Einsatz wird der Kunde darin unterstützt, sich beim Garhammer rundherum wohl zu fühlen.

Als die nette Dame an der Kasse erfährt, dass das soeben umgeschneiderte Herrenhemd heute abend noch zum Einsatz kommen soll, lässt sie es kurzerhand aufbügeln und per Kleidersack begleitet uns die neue Errungenschaft heim – wunderbar!

Fazit: Erstklassiger Service bei riesengroßer Auswahl und ein rundum gelungenes Konzept bietet Garhammer – und die Preise sind dabei normal. Für uns steht fest: Wenn wir wieder einmal im Bayerischen Wald logieren, steht ein Einkaufsbesuch beim Garhammer auf jeden Fall auf unserer Wunschliste.

Der Abend am Mooshof

Mooshof

Zurück am Mooshof geben wir den Phaeton wieder ab und freuen uns auf unser Abendessen. Nach der morgenlichen Auswahl erwartet uns ein 6-Gang-Menü, was teilweise am Tisch serviert wird oder auch am Buffet selbst zusammengestellt werden kann. Die Weinkarte ist zumindest im Bereich der italienischen Rotweine excellent: Sieben Weine und einer besser als der andere!

Unser Tisch ist liebevoll gedeckt – es ist immer der gleiche Platz morgens und abends, so fühlt man sich auch hier „zu Hause“ – und die Bedienung ist sehr freundlich und aufmerksam. Auch die Inhaber des Hauses, Herr und Frau Holzer, schauen vorbei und fragen bei ihren Gästen nach, ob alles den Wünschen entspricht.

Wir genießen den Abend und freuen uns schon auf den nächsten Tag unseres Mooshof-Urlaubs!

Samstag: Ausflug in die Kristallwelten von Joska

Joska von aussen

Am Samstag nach dem Frühstück machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur Glashütte von Joska, wo Einkaufszentrum, Ausstellung, Restaurant und Glasbläserei zum Anfassen in einem Gebäudekomplex vereint sind. Der Wanderweg führt durch ein Waldstück und ein Teil des Weges teilen wir uns mit einer Skilanglauf-Loipe, die allerdings bei den aktuellen Altschnee-Verhältnissen nicht mehr benutzbar ist.

Das Glas- und Kristall-Einkaufszentrum bietet eine gute Information rund um „Wie wird Glas hergestellt?“ und man kann einem Glasbläser bei der Herstellung mundgeblasener Glaskugeln zuschauen und auch eigene Farben für eine Kugel, die man später mitnehmen möchte, auswählen. Der Küchenpavillon bietet verschiedene Porzellanserien u. a. aus dem Hause Villeroy & Boch an, die sehr ansprechend dekoriert sind.

Größtes mundgeblasenes Bierglas

Die Brotzeit nehmen wir im Restaurant „Kristall-Welten“ ein, das nicht nur das größte mundgeblasene Bierglas im Foyer stehen hat, sondern auch eine sorgfältige Speisenauswahl am Buffet zu kleinen Preisen bietet. Später erfüllen wir uns noch einige Dekorationswünsche im Einkaufszentrum der hauseigenen Glasproduktion, die u. a. auch eine „Gläserklinik“ für Reparaturen und diverse Kristallschmuck- und Kronleuchterangebote beinhaltet. Dort können wir dank der Joska-Kundenkarte vom Hotel Mooshof unsere Einkäufe 10 % günstiger erwerben und sie werden uns obendrein direkt auf unser Zimmer im Hotel gebracht – dies erweist sich als besonders praktisch, da wir dann Gläser, Kerzen und Deko-Steine nicht auf dem Rückweg unserer Wanderung im Rucksack transportieren müssen.

Wir laufen ein kurzes, aber recht steiles Wegstück von den Joska Kristallwelten in den Ortskern von Bodenmais, erledigen noch ein paar Einkäufe und stoßen auf zwei weitere Verkaufsstellen von Joska – ohne Zweifel ein Muss, wenn man in Bodenmais Urlaub macht. Allein die Kronleuchter und Kristalldekorationen einmal anzuschauen lohnt schon den Weg in den Luftkurort Bodenmais.

Wellness im Mooshof

Sonnenuntergang in Bodenmais

Auf dem Heimweg haben wir noch einen phantastischen Ausblick auf den Sonnenuntergang. Er dient hier zur Illustration dieses Abschnitts, weil wir im Wellnessbereich nicht fotografiert haben. Im Video weiter unten findet ihr jedoch zahlreiche Einblicke in den Wellnessbereich.

Zu Fuß wieder beim Mooshof angelangt, machen wir uns auf, den umfangreichen Wellnessbereich zu erkunden: Zunächst drehen wir eine Runde im hoteleigenen Schwimmbad und testen die Whirlpool-Liegen im Randbereich des Beckens. Anschließend geht es noch eine Etage tiefer – das gesamte Vitalressort umfasst drei Stockwerke – und damit dringen wir in die Sauna- und Dampfbad-Welten vor. Verschiedenste Angebote und verwinkelte Anordnung laden zum Erkunden ein. Es gibt nicht nur klassische, finnische Holzsaunen, Biosaunen und Dampfbäder, sondern auch ein Kräuterbad mit Automatikaufguss, ein Laconium, eine Himalaya-Salzsauna und drei große Ruheräume mit unterschiedlicher Beleuchtung und Ausstattung – sogar einen davon mit Wasserbetten als Ruhemöglichkeit.

Obwohl wir beinahe zwei Stunden durch die sprichwörtlich „unendlichen Weiten“ des Wellnessbereiches touren, haben wir noch nicht alles gesehen und probiert, was wir gerne möchten und so beschließen wir, auch morgen noch einmal diesen herrlichen Teil des Hotelkomplexes aufzusuchen.

Italienischer Abend

Das Abendbuffet ist heute ganz italienisch gehalten: Eine vielfältige Antipasti-Auswahl, verschiedene Salate, Vitello Tonnato und sonstige Köstlichkeiten bieten den Auftakt zu einem umfangreichen Menü, das heute komplett als Buffet serviert wird. Wir werfen zwar auch einen Blick in die reguläre Speisekarte, bleiben aber bei unserem ursprünglichen Plan, das italienische Buffet zu genießen. Als Wein begleitet uns der schon gestern ausgewählte Italiener (Lagrein Dunkel, 2009, Weingut Muri-Gries, Südtirol), der heute noch gereifter und passender ist.

Primi Piatti sind Pasta verschiender Kombination; als Hauptgang gibt es Saltimbocca, die die Küche direkt am Buffet zubereitet, oder wahlweise Fisch mit Kräuterreis und Spinat. Das Highlight des Tages ist aber das Nachtisch-Buffet: Ein Schokobrunnen versüßt Obst am Spieß und auf Portionslöffeln am WMF-Buffetkegel (die kleine Variante von meinem 😉 gibt es eine Lebkuchen-Mousse, die unsere absolute Bestnote erreicht: einfach unglaublich gut!

Obwohl noch eine Käseplatte bereitsteht, die wir vor lauter Dessertangebot kurzfristig übersehen haben, beschließen wir, dass diese Lebkuchen-Mousse als Krönung des Abends bestehen bleiben soll und beschließen unser Dinner glücklich und zufrieden an diesem Punkt – perfekt, lieber Mooshof! Auf eine gute Nacht und einen erholsamen Sonntag.

Sonntag am Mooshof

Wellnessbereich von Außen

Nach einem üppigen sonntäglichen Frühstück, das auch mit Räucherlachs und Prosecco aufwarten konnte, haben wir unsere Suite geräumt, sämtliche Einkäufe im Auto verstaut und uns ausgiebig dem Wellnessbereich gewidmet. Hier bietet das Hotel die Möglichkeit, auch nach dem Checkout noch das Spa-Ressort zu nutzen. Und aufgrund des Sonntags als An-/Abreisetag hat man dort beinahe alle Annehmlichkeiten für sich allein. Im Schwimmbad wurden sämtliche Whirlpool-Funktionen getestet – bei manchen mussten wir erst den Knopf zum Aktivieren finden, danach war es ein großer Spaß, den wir auch auf Film gebannt haben!

Im Saunabereich testeten wir die Himalaya-Salzsteinsauna, die uns wirklich in kurzer Zeit zum Schwitzen brachte. Durch die Salzsteine an der Wand ist das Licht sehr schön natürlich gedämpft und der Salzeffekt auf der Hut tut sein Übrigens für gesundes Saunieren. Außerdem fanden wir den „Parkblick“-Ruheraum mit Vollausstattung inklusive „Kuschelmuschel“, einem paartauglichen Rattanmöbel in Muschelform. Dazu einen traumhaften Ausblick auf die hoteleigene Parklandschaft und das Außenschwimmbecken, was natürlich saisonbedingt geschlossen war.

Nach einige tiefentspannten Stunden im Wellnessbereich war es Zeit für einen kleinen Imbiss und wir haben die Einladung von Frau Holzer zum Nachmittagsbuffet für Hausgäste gern angenommen. Es stand eine Salatauswahl, verschiedene kleine Häppchen sowie ein Käse- und Kuchenbuffet zur Verfügung – genau richtig für den kleinen Hunger zwischendurch.

Schließlich war es auch für uns an der Zeit, das Hotel Mooshof zu verlassen und wir haben die restlichen Dinge im Auto verstaut und dem freundlichen Team eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Auf bald im Bayerischen Wald!

Rückfahrt über Straubing: Flugplatz direkt an der Donau

Auf dem Rückweg machten wir einen interessebedingten Halt am Flugplatz: Sabine hat dort in 2004 ihre Prüfung zur Privatpilotenlizenz für Hubschrauber gemacht und ist seither oft von dortaus unterwegs gewesen – meistens mit ihrem Lieblingshubschraubern vom Typ Hughes 300 und Hughes 500, die beide dort stationiert sind. Mittlerweile hat sie ganz frisch den Berufspilotenschein in der Tasche und das hat sie den netten Fliegerkollegen dort erstmal mit einem freudlichen „Servus!“ mitgeteilt. Wir sahen heute mehrere Flächenflugzeug sowie einen Hubschrauber von Typ Bell 206 JetRanger, der gerade von einem Sonntagsausflug bei strahlendem Sonnenschein zurückkam – wunderbar! Demnächst noch ein eigener Rundflug, dann ist die Neugier befriedigt 😉

Wieder auf die Autobahn, beeindruckt uns der glutrote Sonnenunterlag über dem Bayerischen Wald. Ein rundum gelungenes Wellnesswochenende geht seinem Ende entgegen und wir freuen uns schon auf das nächste „Willkommen und Grüß Gott!“ im Naturpark Bayerischer Wald.

Video vom Mooshof

Abschließend noch die Videoeindrücke aus dem Mooshof. Es hat uns dort alles extrem gut gefallen. Der einzieg minimale Kritzikpunkt ist, dass die Küche nicht ganz den sonst absolut hohen Qualitätsstandard des Hauses halten konnte.

Danke an Andreas Zeitler von Mac OS X Screencasts für die Video- und Audiobearbeitung!

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