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Dauerhafte Leistung, dauerhafte Bezahlung

Symbolbild Geld

Ja es gibt sie noch: Die SEOs, die Links gegen Geld aufbauen. Und das verstehe ich auch – immerhin gibt es Branchen, das verlinkt niemand gerne freiwillig. Auf (unseriöse) Kreditanbieter will man ebenso wenig verweisen wie auf die beste Hämorridensalbe, oder? Und so Anfragen bekomme ich hier auch regelmäßig rein. Ich frage dann immer mal nach – was ich denn so verdienen würde… Die Neugierde ist ja doch da. 🙂 Und wisst ihr, was mich am meisten irritiert?

Genau: Sie wollen alle einen Link, der natürlich dauerhaften Bestand hat. Bezahlt wird aber einmalig dafür. Ich meine ok – wenn man mit anderen SEOs zu tun hat, die irgendwo Linkmüllhalden aufbauen, kann man dafür sicherlich einen einmaligen Betrag abdrücken und beide sind glücklich. Aber würde ich ernsthaft in Erwägung ziehen, solche Anfragen auch anzunehmen, würde ich mein Blog langfristig in eine ebensolche Linkmüllhalde verwandeln. Davon hätte weder der Linkkäufer noch ich etwas.

Und mal ehrlich liebe Linkeinkäufer: Ihr wollt für dauerhafte Leistung nur einmal bezahlen? Wie soll das gehen? Geh doch mal bei deinem Lieblingsitaliener vorbei und schlage ihm Folgendes vor:

Hey Chef! Ich zahle dir heute einmal 2000 Euro. Dafür komme ich für den Rest meines Lebens vorbei und darf immer bei dir essen. Das ist doch ein fairer Deal, oder?

Und dann nimm die Beine in die Hand und renn, wenn der Koch völlig zu Recht das Messer nach dir wirft! Wer dauerhafte Leistung will, muss auch bereit sein, dauerhaft dafür zu bezahlen. Das ist doch nicht so schwer, oder?

So nun habe ich einen hübschen Artikel zu dem Thema. Fehlt nur noch der Textbaustein, mit dem ich alle eingehenden Anfragen dazu, hierher verweise. Dann habe ich hoffentlich nicht mehr so viel Arbeit, diese nervigen Menschen abzuwimmeln.

Foto: Ivan Prole (übrigens: Dauerhafte Leistung = Foto nutzen, für dauerhafte Bezahlung = Link zu seiner Seite)

4 Comments

  1. Moin Jan,

    Ja, so Zeugs kommt auf meinem Reiseblog (und im Testblog) immer wieder. Je nachdem, wie die Anfrage formuliert ist, lösche ich das kommentarlos oder schlage eine Vereinbarung für Zeitraum xy vor 😉 grade ist so ein Angebot draussen, bin sehr gespannt, was da zurück kommt (wir hatten aber schon mehrmals wegen Zusammenarbeit gemailt).

  2. Carsten

    Das ist ein ziemlich schleppender Vergleich, da dem Italiener bei jedem Besuch kosten entstehen. Den Artikellink, den du teilweise dazu bekommst und mit einer Einmalzahlung versehen wird, landet bei dir im Blog und rutsch von Woche zu Woche tiefer und wird damit unwichtiger. Dir entstehen weder Kosten noch Mühen nach deiner einmaligen Handlung, den Artikel zu veröffentlichen.

    Wenn du jemanden die dauerhafte prominente Verlinkung des Artikels anbietest, ist eine regelmäßige Zahlung mehr als gerechtfertigt. Aber mal eben ein paar 100,00 € (falls du eine gute Seite hast) mit 5 Minuten arbeit zu verdienen, finde ich mehr als fair…

    Eventuell bist du auch einfach nur den falschen SEOs begegnet 😉

    VG

  3. Ein Blog dauerhaft zu pflegen bedeutet sehr wohl einen Aufwand. Dazu kommen Kosten für das Hosting, Domains, ggf. Support/Webdesign, das du einkaufst etc. Daher hinkt der Vergleich nicht.

    Robert Basic geht in seinem Artikel sogar so weit zu sagen, dass der Link immer wertvoller wird, weil du durch ein gut geführtes Blog dauerhaft Links zu dir aufbaust und so der Wert des Links steigt.

    Und es sind niemals 5 Minuten Arbeit. Das ist es, wenn du eine Müllhalde hast, auf der du jeden Mist unbesehen postest. Willst du ein hochwertiges Blog führen, musst du erst mal abstimmen, was der andere wirklich will. Und was du bereit bist zu geben. Alleine dafür ist schnell eine halbe Stunde weg. Dann wirst du wenn du seriös arbeitest immer selbst einen Artikel schreiben und keinen für 2€ bei einem Schreibdienst gekauften annehmen. Auch da sind je nach Thema und Komplexität schnell mal 1-2 Stunden weg.

    Rechnen wir also mal nur die Arbeitszeit mit einem vernünftigen Stundensatz müsstest du nur dafür 200€ nehmen. Dann den direkten Werbeeffekt (ca. 3000 Empfänger via RSS/Twitter/…) zu einem TKP von 10 Euro weitere 30€. Und schon alleine das ist kein SEO der Welt bereit zu zahlen. Also rede ich da erst gar nicht weiter drüber, sondern biete einfach immer nur einen Platz auf meiner Müllhalde an. (Wie Google die bewertet ist mir reichlich egal. Zumal es noch nicht mal meine Domain, meine IP oder mein Impressum ist…)

  4. Es ist abartig, was da für Geschichten laufen. Letztlich sind Bloglinks ja wertiger als Links von „großen“ Websites wie z.B. SPON, weil nämlich die Blogger aus Erfahrung etwas empfehlen, aus Expertise. Und da mit ein wenig Geld „nachzuhelfen“ ist OK, ich würde auf meinen Blogs trotzdem kein Produkt besprechen oder „bewerben“, das mir persönlich nicht zusagt, insofern bleibt die „Credibility“ auch bei gekauften Links bestehen – allerdings nur gegen Bares, da hast Du schon Recht.

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