Zum Inhalt springen

Einfacher SEO-Effekt: Die Zitatsammlung

Für das BleibGesundCamp habe ich nicht erfolglos eine simple Maßnahme zur Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO) betrieben, die ich euch präsentieren möchte. Im Grunde handelt es sich um eine schlichte Zitatsammlung, die mit wenig Aufwand erzeugt wurde. Aber die aktuell zusätzlich 120 Besucher pro Monat auf das Event und unsere Hauptsponsoren aufmerksam macht.

Entstanden ist dies aus dem Wunsch auf dem Facebook-Stream ständig etwas posten zu können. Ein häufiger anzutreffendes Element ist dabei, Sprüche und Zitate als Grafik zu verpacken und dort zu veröffentlichen. Das ginge auch als reiner Text, aber als Bild bekommt es mehr Likes und Shares. Ich bin nicht so der große Künstler – aber ein paar bescheidene Sachen habe ich auch zu Stande gebracht:

mangelernaehrung-sarah-wiener.png

Wenn man das alles recherchiert hat, liegt es nahe, sich zu überlegen, wie man das auch anderweitig nutzen kann. Was läge näher, als einfach alle Zitate und Sprüche in Textform nochmal auf der eigenen Webseite zusammenzufassen? Also habe ich diese Seite erstellt und für jedes gepostete Zitat es dort als Text hinterlegt.

Der Aufwand ist minimal, bringt aber einen erstaunlichen SEO-Effekt: So rankt das BleibGesundCamp für „Zitate Gesundheit“ aktuell auf Platz 4 – direkt hinter den großen Zitatportalen und noch vor Wikiquote. Für „Zitat Gesundheit“ auf dem etwas schlechteren Platz 6. Diverse Keyword-Kombinationen in dem Umfeld kommen auch auf gute Rankings, etwa: „Zitate Thema Gesundheit“ auf 2. Und das, obwohl ich seit April keine neuen Einträge vorgenommen habe. Auch Links oder andere SEO-Maßnahmen für diese URL habe ich nicht betrieben. Es zählt alleine der gute Content auf der Seite.

In Summe spült all diese Suchbegriffe circa 120 Besucher pro Monat auf die Webseite. Leute, die sonst von dem Event keine Ahnung hätten, und die ich zum Beispiel versuchen könnte für unseren Newsletter zu gewinnen. Der Aufwand dafür liegt bei weniger als fünf Minuten für die Webseitenpflege pro Woche.

Warum findet Google das spannend und positioniert die Seite gut?
1. Der Content wird regelmäßig aktualisiert. (Bei mir in der „heißen Phase“ zwei Mal die Woche.)
2. Es werden soziale Signale erzeugt. So hatte ich an einigen (nicht an allen) Postings einen Link zu „mehr Zitaten“.
3. Die Besucher verweilen tendenziell länger auf der Webseite, da sie sich alles durchlesen. (Bei mir nicht so, vermutlich schreckt der massive Header zu sehr ab.)
4. Natürlich kommen die spannenden Keywords alle vor, eine WDF/IDF-Analyse der Seite liefert sehr gute Werte. (Und zeigt, dass man nicht nur auf Zitate, sondern auch auf Sprichworte gehen sollte.)

Diese SEO-Methode kann man problemlos für andere Themenfelder übernehmen. Eine Keywordrecherche liefert vorab ganz gute Daten, wie viele Besucher man gewinnt. Stellt sich nur noch die Frage, wie man die konvertiert.

6 Kommentare

  1. Spannende Anregungen – aber urheberrechtlich schon ein bisschen grenzwertig, oder? 🙂

    Ich würde mich das nicht trauen.

  2. Tom

    Technisch natürlich ein sehr einfacher SEO-Kniff – rein rechtlich jedoch ein EXTREM bedenklicher.

    Denn entgegen zu landläufiger Meinung ist eine derartige Sammlung NICHT vom Zitaterecht abgedeckt, also in vollem Umfang abmahnfähig. 😉

    Die leider sehr oft missachtete juristische Grundregel:
    „Ein Zitat muss einen konkreten Zweck erfüllen (und in einem eigenständigen, wertschöpferischen Kontext stehen)“

    Interessante Basisinformation dazu:
    http://www.internetrecht-rostock.de/zitatrecht.htm

    Wie dort so treffend beschrieben:
    „Vielmehr fordert das Gesetz bei allen drei Zitatarten, dass das Zitat als Beleg oder der Erläuterung des Inhalts des übernehmenden Werkes dient. Das Zitat muss also der Unterstützung der eigenen vertretenen Auffassung dienen und Ausdruck der geistigen Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk sein.“

    Insofern: Sehr vorsichtig mit solchen Tipps. Das kann in’s Auge gehen.

  3. Danke für eure Hinweise. Man sollte natürlich keine Zitate nutzen, an denen es noch Urheberrechte gibt. Weder von deren Verfassern noch vom Übersetzer. Glücklicherweise haben aber auch schon antike Philosophen und Co schlaue Dinge gesagt, die man problemlos zitieren kann.

  4. Danke an Jan für den Tipp aus SEO-Sicht. Und danke an die anderen Kommentatoren wegen ihrer Einwände aus urheberrechtlicher Sicht. Gerade wegen des „Aufhängers“ von Sarah Wiener sind mir solche Bedenken auch gekommen.

  5. Martin

    Noch viel bedenklicher als die Zitate auf Deiner Seite finde ich das Sponsoring einer Apotheke auf einem Gesundheitscamp. Oder bekomme ich anstatt künstlichen Nahrungsergänzungsmitteln ab sofort Bio-Obst und Bio-Gemüse im Apothekenversand?

  6. @Martin: Jedem steht frei, sich so um seine Gesundheit zu kümmern, wie er das für richtig hält. Und Doc Morris bedient verschiedene Zielgruppen. Du kannst dort beispielsweise auch Schüsslersalze kaufen.

    Abgesehen davon, haben Sponsoren bei Barcamps keinen Einfluss auf die Inhalte. Sie können nur – wie alle Teilnehmer – selbst Sessions anbieten. Von daher gibt es da sowieso keinen Konflikt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.