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Filmtipp: One Track Heart – The Story of Krishna Das

One track heart - Filmplakat

Letzte Woche habe ich zwei Mal Screener des Films „One Track Heart – The Story of Krishna Das“ geschaut. Zwei Mal, weil er mich tief berührt und zu Tränen gerührt hat. Dennoch ist es kein Film für das „große Publikum“. Denn eine gewisse spirituelle Offenheit sollte für das Schauen des Films vorhanden sein. Seit dem Wochenende läuft er in wenigen ausgewählten Kinos in Deutschland. Wenn du dich für solche Themen interessierst, solltest du das auf keinen Fall verpassen.

Bis ich den Film sah, hörte ich nichts bewusst von Krishna Das. Dabei ist er ein inzwischen weltbekannter Kirtan-Sänger und singt die indischen Chants in einzigartiger Weise für die westliche Welt. Schön, dass ich auf diesem Weg auf ihn aufmerksam wurde, denn nicht nur der Film, sondern auch seine Musik empfinde ich als sehr berührend.

In One Track Heart (was zugleich auch der Name des ersten Albums von Krishna Das ist) wird sein Leben gezeigt: Die ausgeschlagene Karriere als Lead-Sänger einer Rockband, die eigentlich hätte klar sein können. Von der Begegnung mit Ram Dass (LSD-Guru Richard Alpert), der im Film auch zu Wort kommt. Seine Reisen nach Indien und die Begegnung mit Maharaj-ji (Neen Karoli Baba), der als einer der großen Heiligen Indiens des 20. Jahrhunderts gilt. Die Rückkehr in die USA, das Singen dort und das Sich-dabei-selbst-im-Weg stehen. Der Tod seines Gurus, und die nicht endend wollende Suche nach ihm im Außen. Bis zum Aufwachen von Krishna Das selbst und welche Auswirkung das auf seine Musik hatte.

Krishna Das
Krishna Das im Interview (Pressematerial, © Jeremy Frindel)

Das alles ist nicht heilig und wird auch nicht so erzählt. Sondern ehrlich, manchmal hart und authentisch. Worte wie „Shit“ kommen dann schon mal vor. Ebenso wie die harte Realität, die Niederlagen und die zwischenzeitliche Kapitulation vor dem Leben. Das ganze setzt sich wie auf natürliche Weise zu einem Spannungbosen zusammen beschreibt Regisseur und Produzent Jeremy Frindel sehr zutreffend.

Sehr beeindruckend finde ich auch, wie hier die indische Tradition in den Westen übertragen wird. Nicht kopiert, sondern angepasst. Wie gut das geklappt hat, zeigt die im Film nicht aufgeführte Grammy-Nominierung 2013. (Da war der Film bereits gedreht.)

Alles in allem ein Film, der mich sehr berührt hat. Vor allem die letzte Viertelstunde hat nochmal richtig Tiefgang. Wer sich mit spirituellen Themen befasst, sollte sich „One Track Heart – The Story of Krishna Das“ unbedingt ansehen.

Die Kinotermine findet ihr in der Terminliste von Mindjazz Pictures.

Hier noch der Trailer: (Auf Englisch, mein Screener war mit deutschen Untertiteln. Ich vermute, dass die Kinofassung auch nur als OmU läuft.)

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