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Google beteiligt sich an AOL

Was muss ich da heute im Heise Newsticker lesen: Google beteiligt sich mit 1 Milliarde Dollar an AOL. Das möchte ich doch nicht unkommentiert in der Welt stehen lassen:

Zunächst einmal hat das einen sehr angenehmen Effekt: Google hat bislang die Suchergebnisse für AOL geliefert und wird das auch weiterhin tun. Die Suchtechnologie von Microsoft/MSN ist damit für AOL aus dem Rennen – zumindest für die nächsten fünf Jahre. Das ist auf jeden Fall ein Rückschlag für die Bestrebungen von Microsoft mehr Einfluß im Internet zu gewinnen – und damit wie ich finde sehr positiv zu bewerten.

Auf der anderen Seite frage ich mich, wie sich das mit dem inoffiziellen Firmenmotto von Google vereinbaren lässt: „Don’t be evil.“ (Nachzulesen in den Investor Relations) Denn gerade im Internetbereich gibt es nur wenige Firmen, die ebenso „evil“ sind wie AOL. (Machen die inzwischen eigentlich auch „echtes“ Internet? Ich bekomme immer noch diese komischen E-Mails mit dem Satz „AOL Kunden klicken bitte hier“, was mich darauf schließen lässt, dass die kein echtes Internet anbieten…) Ok, ich gebe zu, dass ich auch mal deren Hotspots genutzt habe, als die gerade bei einer Sommeraktion dieses Jahr kostenlos waren – aber das ist auch schon das Maximum der Gefühle. Ich würde niemals auf die Idee kommen einen AOL Zugang zu nutzen geschweige denn die Firma in irgend einer anderen Art zu unterstützen. Aber nun tue ich das ja indirekt, wenn ich Google nutze. Und das tue ich ziemlich viel…

So sehr mich also über die Schlappe für Microsoft freue, so sehr bedauere ich die Beteiligung an AOL durch Google. Würde man AOL nur weiter die Suchergebnisse und Werbung verkaufen würde ich mir weniger negative Gedanken über Google machen.

2 Kommentare

  1. Hallo Jan,

    ich teile voll und ganz deine Meinung 😉

    Denn der Satz:
    A*L Kunden klicken bitte hier

    Sollte doch eigentlich jeden nachdenklich machen! oder ?

  2. Jannis Kazanis

    Schade, dass ich diesen Beitrag jetzt erst finde. Ich finde es lustig, dass so viele Menschen so oft über das Internet und Technik, etc. schreiben, obwohl sie oft den Gegenstand gar nicht kennen. Ich gestehe: Ich nutze AOL. Einfach, weil die damals eine sehr günstige Schmalband-Flat hatten, und ich irgendwie da geblieben bin, bis heute, mit DSL. Lag hauptsächlich am Service, weil der immer top war. Irgendwann war jeder mal genervt: Die Software hatte mal eine grauselige Version, man musste sie benutzen, der Speed hinkte, etc. Aber AOL lernte dazu: Heute muss ich die Software nich benutzen, tue es aber manchmal. In Sachen Kundenservice habe ich bei anderen Firmen weit schlechtere Erfahrung gemacht, in Sachen Performance sowieso. Es ist immer einfach, über die Dinge zu schimpfen, die wir nicht kennen. Ob es klug ist, ist eine andere Frage. Lustig finde ich auch, dass du von den kritischen Stimmen, die sich immer mehr zu Google äußern, so gar keine Silbe erwähnst. Vielleicht hast du davon aber auch noch keine Silbe gehört – das wiederum würde heißen: Zwei Dinge kommentiert, die man eigentlich nicht so richtig kennt. Musst ich mal schreiben: Dieses Gebashe führt einfach dazu, dass man als Kunde mal gedrängt ist, einen Kommentar abzugeben…

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