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3 Kommentare

  1. Meine Thesen dazu:
    „Kostenlos“ schadet unserer Wirtschaft.

    „Kostenlos“ ist mit daran Schuld, dass es – bildlich gesprochen – keine Tante-Emma-Läden mehr gibt.
    „Kostenlos“ fördert die Vormachtstellung bis hin zur Monopolisierung großer Firmen und Konzerne.
    „Kostenlos“ vernichtet Arbeitsplätze.

    Ich habe in meinem Forum dazu mal eine Diskussion gestartet, die ist aber nicht sehr weit gekommen. Hier meine Argumente:

    +++++ „Kostenlos“ macht die Wertschätzung kaputt +++++
    Man muss sich als Käufer fragen: Wenn es bei vorleser.net kostenlose HB gibt, warum muss dann woanders ein Hörbuch 22 Euro kosten, ist das nicht total überteuert??

    +++++ die Selbstlosigkeit der Leute, die Ihre professionell gemachten Produkte verschenken ist nur vordergründig+++++
    Sie geht auf Kosten derjenigen, die mit demselben Produkt Ihr Geld verdienen und mit ihrer Kraft überhaupt erst einen Markt für das Produkt (z.B. Hörbuch, Betriebssystem) geschaffen haben.

    +++++ „kostenlos arbeiten“ die Leute dieser Gemeinschaft nicht wirklich +++++
    … da sie in einem anderen Beruf Geld verdienen, denn sie müssen ihr Leben ja irgendwie finanzieren. Dieser Beruf ist aber davon abhängig, dass er nicht kaputt gemacht wird – z.B. weil andere dieselbe Leistung kostenlos anbieten.

    +++++ „Kostenlos“ macht die Preise kaputt +++++
    Denn letztendlich können in diesem kostenlos-oder-mindestens-billig-Preiskampf nur die großen Verlage überleben, für die (z.B.) Hörbücher ein Zubrot oder eine Spielerei ist. Somit fördert die ‚kostenlos-Gemeinschaft‘ gerade das, wogegen sie stehen will: Monopolhafte große Firmen oder Konzerne, die auf Grund der finanziellen Möglichkeiten, die diese haben, den Markt durch Preiskampf ‚regieren‘ und kleine, individuelle Firmen quasi im Vorbeigehen zermalmen. (Und dabei, nebenbei bemerkt, die kulturelle (z.B. Hörbuch-) Landschaft ziemlich verarmt)

    Viele Grüße, C. de Vos, Hörbuchverlag auditorium maximum

  2. Das wäre doch eine interessante Diskussion für unser neues Vorleser.net-Blog! Dort gibts auch Infos neue kostenlose mp3-Hörbücher und das allgemeine Verlagsleben hinter der Website.

    Viele Grüße
    Johannes Ackner

  3. Hallo aus Köln,

    anders herum wird ein Schuh draus! Ich betreibe einen sehr kleinen Verlag mit Krimis und biete unter http://www.krimikiosk.de kostenlos(!) mehrteilige Hörbuch-Krimis als Podcast an.

    Kostenlos heißt nicht ohne kommerziellen Gewinn! Es heißt nur, dass der Hörer nicht zahlt. Dafür muss er sich ab und an mit Werbung konfrontieren. Was hat der Verlag davon? Eine kostengünstige PR, viele neue Leser, glückliche ungeschröpfte Hörer und Einnahmen aus Banner- und Audio-Werbung. Unternehmen müssen begreifen, dass Marketing nicht bedeutet, nur den Kunden immer tiefer in die Tasche zu greifen. Natürlich hat alles seinen Preis, nur ist die Frage, wer ihn bezahlen muss.

    Ich als Klein-Verlag kann es mir leisten, mal einen Krimi „umsonst“ rauszugeben, beim großen Apparat eines bekannten Verlages würde das nur schwerlich funktionieren, schließlich wollen da viele verdienen…

    Und nicht zuletzt dieses ganze kostspielige Kulturgetöse. „Man kann doch Literatur nicht verramschen“. Mensch, wir leben in einer Zeit, in der man froh sein muss, wenn überhaupt noch gelesen wird! Und im Zweifel auch mal „nur“ als Hörbuch.

    Runter vom Kulturthron und rein in die spannende Wirklichkeit! Unsere „alten“ Dichter und Denker wollten uns ein Stück Leben zeigen, dafür braucht es nicht viel teures BrimBorium.

    Gruß aus Köln
    Petra Weber / KrimiKiosk

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