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PageGangster: PDF-Dateien als 3D-Objekt per Flash

Hinweis: Dies ist eine von Trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heißt das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe).

Ihr kennt diese kleinen Flash-Elemente in denen man in Büchern oder Katalogen blättern kann. Ich meine so „richtig“ die Seiten umschlagen, vor und zurück per Ziehen an den Seiten per Maus. Man kann über diese Elemente geteilter Meinung sein. Manche finden sie einfach sehr schick, andere finden sie einfach lästig.

Vor einiger Zeit hatte ich mal einen Kunden, der sowas auf seiner Webseite haben wollte. Also habe ich einen Flash-Entwickler angefragt, wie teuer es ist wenn er so etwas basierend auf fertigen Flash-Vorlagen (die sind wohl als Open Source oder recht preiswert zu haben) bauen würde. Danach wollte es der Kunde nicht mehr haben, weil es einfach viel zu teuer war. Schließlich muss das komplette Buch oder Heft in Flash nachempfunden werden – das ist eben ziemlich zeitaufwendig.

Viel einfacher wäre es da ja bestehende PDF-Dateien, sprich die ohnehin vorhandenen Kataloge, Prospekte oder Ähnliches einfach in Flash zu konvertieren. Genau diesen Ansatz verfolgt der Dienst von PageGanster.com. Dort kann man einfach eine PDF-Datei hochladen und bekommt diese automatisch in eine entsprechende Flash-Version umgerechnet.

Zum Testen habe ich mal die VI Kurzeinführung von mir hochgeladen. Das Ergebnis könnt ihr euch natürlich auch anschauen. (Der Link verbirgt sich auch hinter dem Bild links.)

Gerade bei einem LaTeX-Dokument wie diesem erkennt ihr beim Zoomen, dass in der vergrößerten Darstellung kaum bzw. kein Qualitätsverlust vorhanden ist. Zumindest sieht es dann nicht anders aus, wie wenn man die Datei als DVI bzw. PDF-Datei direkt betrachtet. Schöne finde ich auch, dass die Flash-Anwendung recht intuitiv zu bedienen ist. Und wer doch lieber eine „richtige“ PDF-Datei mag wird über den Button „PDF holen“ bedient.

Die umgerechneten Dateien werden von dem Anbieter gehostet und auch für Google indizierbar online vorgehalten. Das birgt bei der Suchmaschinenoptimierung allerdings die Gefahr von sogenanntem Duplicate Content. Allerdings funktioniert die Textindizierung sowieso nur, wenn der Text als Text und nicht als Grafiken in der PDF-Datei landet. Ingesamt fände ich es aber schön wenn man die Datei noch selbst hosten kann. Dann wäre man hier vom Anbieter unabhängig und die Daten würden nur an einer Stelle vorgehalten auch wenn man zusätzlich einen direkten PDF-Download anbieten möchte. Ob und wie das geht konnte ich allerdings nicht herausfinden.

Der einzige Haken für eine weiter Verbreitung dürfte wohl der Preis sein. Knapp 200 Euro kostet ein komplett konvertiertes und gehostetes PDF-Dokument. Das ist aber immer noch deutlich preiswerter als es einen Flash-Designer machen zu lassen oder einen eigenen Mitarbeiter entsprechend lange mit einer solchen Aufgabe zu betrauen.

Fazit: Eine interessante Dienstleistung, die gerade für hochwertige und kunstvolle PDF-Dateien interessant ist, weil man diese oft nicht als „banalen“ PDF-Download zur Verfügung stellen möchte.

3 Kommentare

  1. Robert

    Dieses „Ding“ hat jedenfalls keine brauchbare Suchfunktion, die ich mit einem Webbrowser verwenden könnte…

  2. Browsergangster

    Auf alle Fälle stürzt FireFox3 erstmal ab – beim Demo, bei Dir und schon beim Laden… wird jede menge Daten an die Site übermittelt. Download ist nicht… ausser mit ein paar Trixx. NEEEEE… Du solltest so etwas nicht empfehlen… nicht mal zum checken! Im übrigen kostet der Spass wenns aktuell wird 199 Dollares – für was eigentlich ;_== die Dateien um soetwas zu tun findest du im Netz.

  3. Eure Kritik ist durchaus berechtigt. Dennoch denke ich, dass es für viele Leute hiflreich ist, dass es solche Dienste gibt. Nicht jeder hat das Wissen und/oder die Möglichkeiten so etwas selbst zu machen. Und für schnieke Design-Geschichten ist es eine nette Sache.

    Das es mit FF 3 nicht tut wird man dort sicher bald beheben. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass es sich eher um ein Problem bei dem Flash-Plugin handelt, mit dem ich unter Linux auch öfters zu Kämpfen habe.

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