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Späte Reue eines Spammers?

Die Tage schlugen hier drei SPAM-Mails auf, die alle für www.xnetcreate.de geworben haben. Natürlich an die üblichen von unserer Webseite geharvesteten E-Mail-Adressen gerichtet. Eigentlich wollte ich den Spammer ja schon die Tage vorstellen, aber gut das ich gewartet habe.

Die beworbene Domain gehört zu:
net-DESIGN – Der InternetPartner
Oranierring 70
D-47798 Krefeld

Denn heute folgen drei weitere E-Mails mit dem Betreff „Versehentlicher Mailversand – Entschuldigung“:

Sehr geehrter Empfänger dieser E-Mail,

aufgrund des Fehlers eines von unserem Werbepartner verwandten
Programmes haben wir Ihnen am 10./17.01.2005 eine E-Mail mit einer
Kurzvorstellung eines unserer Produkte (xnetcreate) zugesandt.
Aufgrund unserer Unternehmensphilosophie versenden wir E-Mails
ausschließlich an Kunden, die vorher eine entsprechende Anfrage an
unser Unternehmen gerichtet haben. Lediglich aufgrund des
dargestellten technischen Defektes wurde die E-Mail in diesem
Einzelfall an einen größeren Personenkreis versandt.

Wir möchten uns ausdrücklich bei Ihnen dafür entschuldigen, dass wir
Ihnen die E-Mail ohne Ihre vorherige Einwilligung zugesandt haben.

Die Versendung erfolgte ohne Verschulden unseres Unternehmens.
Gleichwohl haben wir zur Beseitigung eines eventuell hierin liegenden
Rechtsverstoßes noch am Abend des 17.01.2005 die rechtsverbindliche
und unter Vertragsstrafeversprechen gestellte Verpflichtung gegenüber
dem Erstabmahner abgegeben, es zu unterlassen, ohne ausdrückliches
Einverständnis des jeweiligen Empfängers, E-Mails mit werbendem Inhalt
zu versenden oder versenden zu lassen. Ein eventuell in der Versendung
liegender Rechtsverstoß ist damit ausgeräumt.

Sofern Sie uns in dieser Angelegenheit bereits angemailt haben, werden
Sie kurzfristig auf Ihre Mail noch Antwort erhalten.

Wir möchten uns nochmals für die Versendung der E-Mail an Ihre Adresse
entschuldigen und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg im Internet.

Mit freundlichen Grüßen

Brian Klanten
Geschäftsführung

Schon ein seltsamer Fehler. Ich könnte mir ja höchstens noch vorstellen, dass der „Werbepartner“ da versehentlich die Kundendatenbank mit der geharvesteten Adress-Liste verwechselt hat. Soll ja mal vorkommen. Zumindest hat man das auch einem Bloggerkollegen geschrieben, dessen Blog lustigerweise genauso aussieht wie meiner.

Also schauen wir doch mal, wer dieser zuverlässige Werbepartner ist. Die Mail wurde von xcnet.de eingeliefert. Wem die wohl gehören mag? Genau, es ist die selbe Firma. Die neue Entschuldigungs-Mail kam folgerichtig auch von einem Ihrer Server. Diesmal ist es taskmanager.xcnet.de. Rein technisch gesehen sind die E-Mails auch gleich aufgebaut. Es wird sogar das selbe CSS-File geladen.

Und zu guter Letzt: Warum sollte eine Firma, die sich selbst als „Der Internetpartner“ bezeichnet, den Versand eines simplen Newsletters an einen Fremdanbieter vergeben? Und das, wo doch „eMails per Mailinglisten versenden“ bereits in der kleinsten „Webvisitenkarte“ des Anbieters enthalten ist.

Nein, da hat wohl nur jemand erkannt das er einen Fehler gemacht hat. Das soll jetzt mit einer einfachen Entschuldigung aus der Welt geräumt werden. Aber ganz so einfach ist das leider nicht. Vor allem für einen Internetanbieter der selbst spammt.

4 Kommentare

  1. Hallo Jan,

    viele Gruesse aus Seattle in meine fruehere Heimat Stuttgart 🙂

    Das ist schon peinlich mit diesem Spammer: Ich vermute ja, die wollten einfach mal ausprobieren, ob es sich lohnt mit dem spammen. Das sind mir zu viele Zufaelle, als dass ich an einen technischen Defekt glauben kann (und wieso haben sie ueberhaupt Adressen geharvest?).

    Bloggerkollege Marco

  2. Nachtrag:
    Heute bekam ich eine Email von net-Designs Anwalt: Die haben tatsaechlich fein saeuberlich auf meinen TFFFFF geantwortet – das hab ich ja noch nie erlebt.

    Nur schade, dass sie jetzt die falsche Emailadresse gespert haben… naemlich die, die ich fuer die Kommunikation benutzt habe und nicht die, die sie bespammt haben – aber ich hoffe das bekommen sie noch hin.

    In dem Schreiben behaupten sie, dass die Adresse gekauft war und aus einer „allgemein zugaenglichen Quellen“ (=Internet?) stammt… soso.

    Gruss,
    Marco

  3. Hallo,
    ist ja ne ganz neue Masche. Die Idee ist nicht schlecht. Das ist rechtlich kaum angreifbar diese Art des Spammens. Schöne Idee.
    Gruß
    Peter

  4. Wieso sollte diese Art des Spammens nicht rechtlich angreifbar sein? Wenn ich einen Rechtsverstoß begehe räume ich den ja nicht dadurch aus der Welt, dass ich den Fehler auf andere schiebe und/oder mich entschuldige.

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