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Spammer sind Prominente

Wir haben es alle mitbekommen: Selbst N24 hat darüber berichtet, dass ein bekannter russischer Spammer ermordert worden ist. Ich möchte hier weniger diese Nachricht verbreiten sondern eher hinterfragen, warum das überhaupt eine Nachricht ist.

Zunächst muss ich noch vorweg schicken, dass er nicht aufgrund seines Spammings ermordet worden ist. Zumindest ist das nicht sehr wahrscheinlich. Der Heise Verlag berichtet im Newsticker und in Telepolis gleichermassen, dass der Mord wohl aufgrund eines Raubs passierte.

Also kein Auftragsmord an einem Spammer, wie ihn offensichtlich in die Schreiber der Kommentare bei CNet (gefunden von Oliver) gerne gesehen hätten. Also auch keine Selbstjustiz gegen einen Spammer. Sonder einfach nur ein ganz normaler Mord – so tragisch er auch für die Betroffenen sein mag.

Und damit steht der Spammer plötzlich ganz anders da: Nämlich als Prominenter, dessen (Privat-)Leben für die Medien scheinbar interessant ist. Sogar international interessant. Also vergleichbar mit dem Mord an Rudolph Moshammer im Januar. Naja, nicht ganz. Vielleicht vergleichen wir ihn mit einem brühmten Verbrecher wie Al Capone. Denn nichts anderes ist er doch gewesen: Eine berühmte, gefürchtete und auch verachtete Person. Und damit wieder ein Beweiss dafür, wie alltäglich SPAM und deren Verursacher heute im allgemeinen Interesse stehen.

[Nachricht zuerst gefunden bei agenturblog]

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