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Vortrag 2: Oliver Gassner über ‚User Generated Content ‚ bei Zeitungen/Magazinen

Der zweite Vortrag kommt von Oliver Gassner zum Thema ‚User Generated Content ‚ bei Zeitungen/Magazinen.

„User generated Content“ bedeutet, dass User, die bislang nur passive Leser waren, nun auch aktiv Inhalte über reine Kommentare hinaus erstellen und online stellen: Texte, Tonbeiträge, Videos und inzwischen sogar Werbung.

Im Kontext der „Zeitungskriese“ zu betrachten, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet wird: Übernahmen, Wegfall von kleinen Redaktionen (seit 2002) insbesondere Lokalredaktionen (weniger lokalen Nachrichten), Lohnkürzungen, Stellenkürzungen trotz gleichem Inhalt.

Im Gegensatz dazu:; Verdoppelung der Weblogs alle 18 Monate. Beachtlich auch 8% der US-Internetuser bloggen wovon 34% sagen, dass das Jorunalismus ist und 50% davon benennen Quellen und recherchieren die nach. Erfolgsbeispiel: 6-fache Zugriffszahlen des Frosta-Blogs wie die Webseite.

Es gibt einige bloggende Zeitungen in Deutschland/Österreich/Schweiz. Teilweise nur die Redakteure, teilweise Leser und/oder Prominente. Warum auch Leser: Kundenbindung über die persönlichen Kontakte der Leser-Blogger.

Werbeumfeld: Den Verlagen scheint es manchmal egal zu sein, wie der Platz zwischen den Anzeigen gefüllt wird. Ein großer Teil der Anzeigen sind dabei Stellenanzeigen. Blogs sind Einnahmequellen als zusätzliches Feature im Abo für die Leser – auch gegen Aufpreis statt Bloghoster. Leserbezug ist dabei auch regionales Bloggen, gebunden an die Heimat durch die Heimatzeitung.

Ziel? Reporterersatz beispielsweise bei Bild. Probleme sind dabei beispielsweise zu viele Leute bei Unfällen die Berichterstatter spielen.

Weblogprojekte von Verlagen gibt es inzwischen auch (z.B. GermanBlogs, Opinio). Ähnlich gibt es auch Blognetzwerke von „freien“ Bloggern.

Was ist noch weiter möglich, welche Potentiale hat User Generated Content? Anti-Gatekeeper bzw. Bürger-Journalismus filtern Artikel heraus, die klassiche Medien herausfiltern würden. Welche Zeitung word über den heutigen Webmontag berichten? Dabei auch Korrektur/Kommentare zu klassischen Medien – bestes Beispiel ist Watchblogging, z.B. von BildBlog aber auch von Nicht-Medien.

Ein Kommentar

  1. Präzisierung: 50% ALLER US-Blogger bennenen Quellen und recherchieren (allerdings nicht immer) also > die zahl, dei sich als ‚Journalisten‘ verstehen.

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