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URL-Redirects gegen Kommentarspammer

In Moe's Blog findet sich eine Idee, wie man Kommentar-Spammern den Garaus machen kann. Leider glaube ich nicht, dass das funktionieren wird. Und zwar aus drei Gründen. Hier zunächst was er macht:
Dear comment spammers, please take notice that from now on, all hyperlinks in comments and trackbacks on my blog will be redirected through google like this: http://www.google.com/url?sa=D&q=http://www.YourSiteHere.com Google does not calculate any PageRank for these redirects.
Und hier nun, warum ich glaube, dass das nichts bringen wird: Zum einen kann man nicht abschätzen, ob Google das nicht doch eines Tages bei dem Pageranking mitberücksichtigt, weil sonst keiner mehr externe Links setzen möchte. (Na dem Motto: He setzt gefällisgt einen Link auf mich, aber warum sollte ich einen Link auf dich setzen?) Daher sollte man das - wenn man es denn überhaupt so machen will - über einen eigenen Redirect-Mechanismus machen. Zum anderen zerstört diese Methode - wenn sie denn um sich greift - die Art und Weise der Seitenbewertung durch Google. Nicht umsonst stehen Blog-Einträge bei vielen Google-Suchen sehr weit oben. Und das in der Regel zu Recht, denn es sind meistens die besten Quellen zu dem gesuchtem Thema bzw. gute Ausgangspunkte für eine weitere Suche. Drittens fürchte ich, dass sich die Spammer-Software, die Blogs sicher vollautomatisiert mit SPAM füttert, kaum von diesem Hinweis Notiz nehmen wird. Der Spam wird kommen, ob mit Pagerank-würdigem Link oder nicht. Daher finde ich es wichtig Ansätze zu suchen, die SPAM ohne Beeinflussung regulärer Beiträge bekämpfen können. Bei E-Mail ist das IMHO schon recht gut gelungen. Zumindest bekomme ich hier von ursprünglich mehreren hundert Mails am Tag nur noch ein bis zwei durch - und die sind schon als Spam markiert und verursachen nur noch Abuse-Mails. ;-) [via Der Schockwellenreiter]

Geschrieben von Jan Theofel am 13.12.2004 um 13:33 Uhr (Permalink)
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3 Kommentare zu »URL-Redirects gegen Kommentarspammer«

zu 1: AFAIK wurden diese redirects extra dafür entworfen, dass sie *nicht* zum PageRank zählen. Dass Google diese nun irgendwann plötzlich doch dazurechnet ist also mehr als unwahrscheinlich. Richtig ist aber, dass eine Abhängigkeit besteht. zu 2: Die Seitenbewertung von Google wird dadurch meiner Ansicht nach nicht allzusehr beeinträchtigt, da es sich ja nicht um alle Links handelt, sondern nur um die in den Kommentaren. In den meisten Fällen befinden sich die Links ja in den Beiträgen, und diese werden auch in Zukunft reguläre Links sein. zu 3: es macht in der Tat erst dann Sinn, wenn es nicht von einzelnen betrieben, sondern als Default in die bekannten Blogsoftwares eingebaut wird. So würden ganze Systeme für Spammer uninteressant werden.

1 | Moe | 13.12.2004 um 14:41

Danke für deinen Kommentar. Ich greife das natürlich gerne auf und will die Diskussion ein bischen weiterführen:

1. Wenn Google das so eingeführt hat, ist natürlich nicht davon auszugehen, dass man es später als PageRank-Link zählt. Aber schon alleine die von dir erwähnte Abhängigkeit stört mich. Und so ein Link-Redirect ist ja schnell geschrieben.

2. Ich denke, dass auch Kommentare zu dem gehören, was Blogs untereinander vernetzt und damit einen Einfluß auf die Links haben sollte, die Google als solche erkennt. Bei vielen Blogs ist zu beobachtenn, dass viele interessante Hinweise und damit auch Links in den Kommentaren zu finden sind. Das soll natürlich nicht den Wert der Links im eigentlichen Eintrag mindern.

3. Da stimme ich zu. Wäre das der Default in vielen Programmen würden die Spammer von denen zumindest die Finger lassen. Zumindest darf man das hoffen. Viele Spammer scheinen sich nicht wirklich mit viel Verstand an ihre Aktionen ranzugehen. ;-)

2 | Jan Theofel | 13.12.2004 um 16:02

sondern nur um die in den Kommentaren. In den meisten Fällen befinden sich die Links ja in den Beiträgen, und diese werden auch in Zukunft reguläre Links sein.

3 | a engineer | 26.05.2005 um 1:49

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