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Blogger in England gefeuert

Sie wollen es einfach nicht lernen: Nach der quasi schon legendären Queen of Sky wird nun in England wieder ein Mitarbeiter gefeuert, weil er privat gebloggt und dabei auch über seinen Job etwas geschrieben hat. Die TAZ hat etwas auf deutsch dazu geschrieben. Dabei wird auf den Guardian verwiesen, aber leider nicht verlinkt, also klickt bitte hier bzw. hier. Der betroffene Joe Gordon selbst hat in seinem satirischen Magazin The Woolamaloo Gazette natürlich auch eine ausführliche Information über die Gründe seiner Entlassung veröffentlicht. Das Prinzip ist wieder das selbe: Dem Mitarbeiter wird vorgeworfen durch seine Blogging-Tätigkeit die Reputation des Unternehmens geschädigt zu haben. Im Gegensatz zur Queen of Sky hat Joe Gordon allerdings keinen Hehl daraus gemacht wo er arbeitet. Allerdings - so gibt er zu bedenken - hat er auf seiner Seite auch viel positive Publicity für seine Firma Waterstone gemacht. Danaben gab es eben auch satirisch verfasste Beiträge über seine Arbeit. Doch dürften diese von seinen Lesern aufgrund des gewohnten Stils kaum als Schädigung seines Arbeitsgebers aufgefasst worden sein. Statt dessen sorgt die Firma nun selbst für die negative PR: Durch die Entlassung ist die ganze Geschichte und der Blog erst so richtig bekannt geworden. Auch klassische Medien haben die Geschichte aufgegriffen und verbreitet. Erst so ist wirklich eine Rufschädigung für Waterstone entstanden. Nun kommt es zum Prozess, der sicher auch in der Blogospähre mit Spannung verfolgt werden wird. [via Der Schockwellenreiter]

Geschrieben von Jan Theofel am 18.01.2005 um 19:54 Uhr (Permalink)
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2 Kommentare zu »Blogger in England gefeuert«

Mensch Kinners, lernt doch wenigstens mal ein bisschen Geographie: Edinburgh ist in Schottland, nicht in England. Aber mal davon abgesehen: Die Firma hat sicherlich ueberreagiert, das haette man auch besser loesen koennen. Gleichzeitig kann man auch Joe nicht von aller Schuld freisprechen. Ich weiss nicht was Du fuer einen Job hast bzw in welcher Position Du taetig bist, aber faendest Du es lustig wenn Du oeffentlich als "Evil Boss" bezeichnet wirst und ins laecherliche gezogen wirst? Oder wenn ueber Mitarbeiter hergezogen wird? Da ist mindestens das Vertrauensverhaeltnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gestoert. Der Zusammenarbeit im Team wird das auch nicht gerade zutraeglich sein wenn ein Kollege rausfindet dass in einem Blog ueber ihn gelaestert wird. Ein Blog ist nun einmal vollkommen oeffentlich, da sollte man sich schon etwas ueberlegen was man schreibt.

1 | Armin | 20.01.2005 um 1:27

Geographie-Fehler: Schuldig im Sinne der Planetopia Anklage. ;-)

Ich möchte Joe auch nicht von jeglicher Schuld freisprechen. Man muss sich immer die Frage stellen, wie weit man bei so etwas gehen darf. Wenn mich unsere Mitarbeiter als "Evil Boss" bezeichnen und das ganze aber klar als Satiere und im Zusammenhang mit den Dilbert-Cartoons steht, denke ich, dass ich damit leben könnte.

Auf jeden Fall sorgt das Verhalten der Firma nur dafür, dass jetzt noch mehr Leute die scheinbar so peinlichen Dinge über die Firma, den "Evil Boss" und die Mitarbeiter lesen werden. Eine einvernehmliche Lösung wäre sicher für beide Seiten die bessere Wahl gewesen.

2 | Jan Theofel | 20.01.2005 um 9:31

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