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Wie Skycheck/Port-47 Wikis zum Link-Spamming missbraucht

Es ist schon so eine Krux mit der Suchmaschinenoptimierung: Man braucht möglichst viele (gute) Links auf die eigene Webseite, damit sie möglichst weit oben in den Trefferlisten auftaucht. Denn je mehr Links, desto wichtiger offensichtlich die Webseite und desto höher (kann) sie gerankt werden. Doch woher bekommt man möglichst ohne viel Aufwand und schnell viele Links?

Wie man es falsch macht zeigt auf beeindruckende Weise die Firma Port-47 für ihr eigenes Portal Skycheck. (Bewusst jeweils ohne Links oder URLs.) Diese haben es geschafft, den Zorn der Barcamp-Community - vor allem der Organisatoren - auf sich zu ziehen, indem sie zahlreiche Barcamp-Wikis missbraucht haben um derartige Links zu platzieren. So fanden sich in diversen Wiki-Menüs bereits die "Flüge"-Links zu Skycheck. In anderen Wikis wurden diese in die Texte zur Anreise oder gar - ganz frech - auf der Sponsorenseite platziert. Alleine ich habe etwas zehn diese Link-SPAMs aus verschiedenen Wikis entfernt.

Das ist nichts anderes als die unterste Schublade von Link-Spamming. Wer auf diese Art Social Media zu seinem eigenen Nutzen missbraucht, sollte aus meiner Sicht nie wieder Zugang zum Internet in jeglicher Form bekommen. Leider ist diese Strafe noch nicht im deutschen Recht verankert. Aber es wäre mir schon eine Genugtuung, wenn die Seiten wenigstens von Suchmaschinen wie Google für diesen Missbrauch bestraft werden und mit ihren Projekten nie wieder ranken. Statt dessen dann bitte solche Blogposts ganz oben in den Trefferlisten anzeigen, wenn man nach den Firmen sucht. So weiß dann wenigstens jeder über ihre Geschäftsmethoden Bescheid.

Ich schicke dem Geschäftsführer der Firma jetzt mal eine E-Mail, in der ich ihm mitteile, was ich von dem Link-Spamming seiner Firma halte. Sollte das jemand für eine gute Idee halten, wisst ihr ja, wie man einen Mailclient bedient...

Tags: wiki linkspam

Geschrieben von Jan Theofel am 9.09.2010 um 13:57 Uhr (Permalink)
Abgelegt unter Antispam

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Wie Skycheck/Port-47 Wikis zum Link-Spamming missbraucht:

Geschäftspraktiken, Internet und Transparenz
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» Schweyen.de | 7.10.2010 um 19:47

3 Kommentare zu »Wie Skycheck/Port-47 Wikis zum Link-Spamming missbraucht«

Hallo Jan! ich lese schon länger deinen Blog, und war überrascht über die extrem heftige Reaktion, da du doch sonst sehr treffend das web2.0 verfolgst... einerseits kann ich deine Empörung natürlich nachvollziehen, finde aber den Kontext der von dem Portal eingebrachten Links nicht zwingend verwerflich... denkst du nicht, dass diese Flugseite auch als Erweiterung des Angebotes der Wiki-Seiten gelten kann? Ich glaube, die Besucher der Barcamps bzw. auch allgemeiner gefasst von Veranstaltungen dieser Art können durch solche Links auch Nutzen ziehen. Ich stimme Dir durchaus zu, dass die massenmäßige Verbreitung von Spam unterbunden gehört (ich leide auch täglich unter spamming durch "ViagraXY" und ähnliche nachrichten auf webpages oder im postfach), ich glaube aber auch, dass die gezeigte Reaktion vielleicht ein bisschen heftig ist. Denn sowohl die Zensur als auch das Teeren und Federn haben wir Gott sei Dank schon in früheren Jahrhunderten abgelegt und zu demokratischeren Formen gefunden und deshalb ist auch das Web das, was es ist - mit seinen Licht-, aber auch seinen Schattenseiten. Und da ist das Anbringen von Flug-Links meiner Meinung nach eines der marginalen Probleme.
Diese Meinung muss man nicht teilen, ich denke aber, dass auch die Wahrnehmung und Darstellung einer anderen Perspektive zum demokratischen Prozess gehört.

So, denn mal schöne Grüße vom Themse-Ufer,
der Stuttgart-Exilant Spencer

1 | Spencer Austen | 10.09.2010 um 20:38

Warum ist das wirklich Spamming?

Das es sich um plumpes Linkspamming handelt, ist schon alleine aus dem Grund offensichtlich, da die Links auch in Wikis platziert wurden, die schon vor Monaten oder Jahren stattgefunden haben. Da will sicher keiner mehr hinfliegen. Und bei Veranstaltungsorten die weit ab vom nächsten Flughafen liegen gilt das ebenso.

Zudem macht es einen gehörigen Unterschied, ob ein Mitglied des Orgatemas einen solchen Link zur Information seiner Teilnehmer setzt oder ob es der Seitenbetreiber selbst macht.

Und von der Masse der gesetzten Links wollen wir gar nicht anfangen zu reden...

Warum ich so reagiere?

Ganz einfach: Barcamps sind nichtkommerzielle Veranstaltungen, die von dem Wohlwollen den Sponsoren abhängig sind und an das Gute in der Community "glauben". Beides geht verloren, wenn jemand von außen die dafür eingesetzten Plattformen missbraucht.

Wie soll ich beispielweise einem Sponsor erklären, warum er nur auf der Sponsorenseite aufgeführt und verlinkt ist während die Plattform des Spammers auf jeder Seite direkt aus der Navigation heraus angeklickt werden kann? Wer profitiert hier mehr?

Personen wie ich in Form meiner Firma stecken locker 10 Tage Organisation in so ein Event. Sponsoren machen zusammen einen fünfstelligen Betrag locker. Wir alle tragen etwas zum Gelingen bei. Und dann kommt so ein Schmarozer daher und du fragst mich ernsthaft, warum ich so reagiere?

PS: Da ich keinen Zusammenhang zwischen deiner persönlichen Meinung hier und "Trallala Global Services" erkennen kann, habe ich den Link aus deinem Kommentar entfernt.

2 | Jan Theofel | 7.10.2010 um 22:06

@Spencer Austen: Das ist wohl so mit das dämlichste, was ich je gehört habe.

3 | Franz Patzig | 7.10.2010 um 22:21

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