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25.11.09

Ein paar Zeilen zum T-Mobile "G2 Touch" (HTC Hero)

Vor etlichen Wochen hatte ich das G2 Touch von T-Mobile zum Testen. Leider hatte ich dann meine Notizen dazu verlegt und so vergessen, etwas darüber zu schreiben. Gestern sind die Notizen wieder aufgetaucht, so dass ich kurz ein paar Zeilen zum G2 Touch im Blog niederschreiben möchte.

Vorab: Das G2 Touch ist die T-Mobile Bezeichnung für das HTC Hero. Darauf kommt (natürlich) ein Android System mit einer durch HTC modifizierten Oberfläche zum Einsatz (HTC Sense).

Optisch gefällt mir das G2 Touch ziemlich gut. Es hebt sich deutlich vom G1 (auch T-Mobile) und auch etwas vom HTC Touch Magic (Vodafone) ab. Die unterhalb des Bildschirms angebrachten Bedienelemente sind durch einen leichte "Knick" dieses Bereichs nach vorne sehr angenehm zu erreichen und zu bedienen. Eine Tastatur gibt es keine. Statt dessen kommt die Softtastatur von Android zum Einsatz.

Pluspunkt HTC: Wenn man bereits ein Gerät hat (ich steige heute Abend vom HTC touch pro auf ein anderes Android-Gerät um) kann man alles Zubehör weiterverwenden: Lade- bzw. Datenkabelkabel und Kopfhörer passen weiter, so dass man dann Ersatz hat. So soll das sein.

Bei der Bedienung fällt auf, dass Android immer mehr Multitouch-Funktionen umsetzt. Allerdings ziehen sie sich nicht durch das ganze System. So kann man beispielsweise im Browser mit zwei Fingern zoomen, in Google Maps jedoch nicht.

Etwas gewöhnungsbedürftig aber durchdacht zeigt sich die HTC-Sense-Oberfläche, die HTC dem G2 Touch spendiert hat. So sind alle Programme thematisch sortiert auf verschiedenen Screens sortiert. Die Wetteranzeige bringt neben einstellbaren Lokationen auch das Wetter am lokalen Ort, der automatisch ermittelt wird, und der MP3-Player kann auch bei gesperrtem Bildschirm bedient werden.

Insgesamt ist das G2 Touch das bislang ausgereifteste Gerät, dass ich zum Test hatte. Mit der Oberfläche und physischer Tastatur (mein persönliches KO-Kriterium für sehr viele Handys) wäre es schon nahezu perfekt. Ich bin gespannt, was die weiteren Android-System leisten und mit welchen neuen Funktionen oder Oberflächen sie aufwarten.

Tags: g2 t-mobile

Geschrieben von Jan Theofel am 25.11.2009 um 21:14 Uhr | Permalink
Abgelegt unter | 1 Kommentare

16.03.09

G1 Testbericht

In den vergangenen Wochen konnte man über das G1 vom Trio T-Mobile, Google und HTC relativ viel lesen. Vor allem viele kritische Stimmen. Da für mich das G1 erste wirklich verfügbare Handy auf Basis von Andriod (und damit Linux) ist, habe ich mich sehr über ein Testgerät von T-Mobile gefreut. Und im Gegensatz zu vielen anderen habe ich doch einen sehr positiven Eindruck vom G1. Als Vergleich dienen mir meine vorherigen zwei Nokia Communicator, ein VPA 4 und das aktuelle HTC touch pro und ein paar Mal Spielen mit dem iPhone.

Fangen wir mal mit den Macken der Hardware selbst an. Die Tastatur verbirgt sich unter dem Display und wird über einen Schiebemechanismus herausgeklappt. Der ist leider so konstruiert, dass das G1 ab und zu knarrt. Gerüchteweise soll man das mit etwas Tesafilm beheben können - ausprobiert habe ich es jedoch nicht. Negativ ist mir außerdem die Kamera aufgefallen. Die Bildqualität fand ich nicht toll und es ist dank der langsamen Auslösung unmöglich bewegte Objekte aufzunehmen.

Andererseits muss ich die Hardware auch loben. Obwohl sie keinen besonders stabiel Eindruck macht, hat das Handy zwei Stürze vom Schreibtisch völlig klaglos überlegt. Auch die Tastatur ist für ein mobiles Gerät dieser Größe vergleichweise gut gelungen. Und trotz permanent laufendem Twitterclient konnte hatte ich auch keine besonderen Probleme mit der Akkulaufzeit, von denen oft zu lesen ist.

Meine Hauptnutzung des G1 war dann auch das mobile Internet und weniger das Telefonieren. So wie mit meinem "normalen" Handy eben auch. :-) Dabei bin ich sowohl mit den mitgelieferten als auch mit nachinstallierten Anwendungen hervorragend zurecht gekommen. Vielleicht auch weil in meiner Brust schon seit 10 Jahren ein Linuxherz schlägt.

Insgesamt kam mir die Bedienung deutlich intuitiver und einfacher vor, als bei der aktuellen Windows Mobile Version mit Flow 3D (heißt das so?) auf dem HTC touch pro. An die Menütaste als auch an den kleinen Knubbel zum Navigieren muss sich kurz gewöhnen. Aber danach möchte man sie nicht mehr missen. Bei Wiindows Mobile fallen mir auch permanent kleine Macken auf, die ich beim G1 so nicht bemerkt habe. Ein Hemmnis ist jedoch die fehlende Softtastatur, so dass für alle Texteingaben die Tastatur ausgeklappt werden muss. Es gibt zwar Erweiterungen hierfür. Diese sind aber auch sehr umständlich, weil Andriod wohl keinen Hook bereitstellt, mit dem man sich in die Texteingabe einklinken könnte. Hier habe ich aber Hoffnung, weil das erste Android Handy vom Wettbewerber Vodafone (HTC touch magic) ohne Hardwarekeyboard an den Start geht. Bis dahin muss das Problem also generell gelöst sein.

Auch bei den zusätzlichen Applikationen hatte ich den Eindruck, dass diese eine sehr hohe Qualität anbieten. Beispielsweise ist Twitriod ein genialer Twitterclient und perfekt in das System (z.B. zur Kamera hin) integriert. Auch der SSH-Client ist zusammen mit der Tastatur und dem Joystick als Pfeiltasten mit Abstand der beste, den ich bislang auf einem Handy zur Verfügung hatte. Hier hatte ich das Gefühl, dass ein linuxbasertes System deutlich mehr gute Entwickler anspricht, als dies andere Plattformen vermögen.

Einen Punkte muss man beim G1 bzw. Android allgemein aber auch noch bedenken: Die Daten werden mit einem Google-Konto synchronisiert. Dies hat den Nachteil, dass diese Daten auf fremden Systemen liegen. Wer hier hinsichtlich des Datenschutzes sehr sensibel ist, muss diesen Punkt zwingend berücksichtigen. Wer sich darüber weniger Sorgen macht, hat den Vorteil, dass dadurch die Daten auch gleich gesichert sind. So entfällt die lästige manuelle Synchronisation, Sicherung und Übertragung (bei einem neuen Gerät) der Daten. Und wenn Google einen Dienst wie FaceBook mal kaufe sollte, kennt man dort meine Kontakte auch so.

Fazit: Abgesehen von kleinen Schwächen im Hardwarebereich konnte mich das G1 als Handy überzeugen. Vor allem der mobile Netzzugang ist sehr schön. Ich werde mein Testgerät vermissen. Bei der nächsten Handyentscheidung wird ein G1-Nachfolger/Android ziemlich sicher vorne liegen.

Natürlich stellt dieser Testbericht eine völlig subjektive Meinung von mir dar. Daher empfehle ich euch zusätzlich die Bewertungen zum G1 bei Testfreaks zu lesen, um euch insgesamt ein besseres Bild machen zu können.

Tags: g1 t-mobile

Geschrieben von Jan Theofel am 16.03.2009 um 20:41 Uhr | Permalink
Abgelegt unter | 4 Kommentare

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