Vor etlichen Wochen hatte ich das G2 Touch von T-Mobile
zum Testen. Leider hatte ich dann meine Notizen dazu verlegt und so
vergessen, etwas darüber zu schreiben. Gestern sind die Notizen wieder
aufgetaucht, so dass ich kurz ein paar Zeilen zum G2 Touch im Blog
niederschreiben möchte.
Vorab: Das G2 Touch ist die T-Mobile Bezeichnung für das HTC
Hero. Darauf kommt (natürlich) ein Android System mit einer
durch HTC modifizierten Oberfläche zum Einsatz (HTC Sense).
Optisch gefällt mir das G2 Touch ziemlich gut. Es hebt
sich deutlich vom G1
(auch T-Mobile) und auch etwas vom
HTC Touch Magic (Vodafone)
ab. Die unterhalb des Bildschirms angebrachten Bedienelemente sind durch
einen leichte "Knick" dieses Bereichs nach vorne sehr angenehm zu
erreichen und zu bedienen. Eine Tastatur gibt es keine. Statt dessen
kommt die Softtastatur von Android zum Einsatz.
Pluspunkt HTC: Wenn man bereits ein Gerät hat (ich steige heute Abend
vom HTC touch pro auf ein anderes Android-Gerät um) kann man alles Zubehör
weiterverwenden: Lade- bzw. Datenkabelkabel und Kopfhörer passen weiter,
so dass man dann Ersatz hat. So soll das sein.
Bei der Bedienung fällt auf, dass Android immer mehr Multitouch-Funktionen
umsetzt. Allerdings ziehen sie sich nicht durch das ganze System. So kann
man beispielsweise im Browser mit zwei Fingern zoomen, in Google Maps
jedoch nicht.
Etwas gewöhnungsbedürftig aber durchdacht zeigt sich die HTC-Sense-Oberfläche,
die HTC dem G2 Touch spendiert hat. So sind alle Programme thematisch sortiert
auf verschiedenen Screens sortiert. Die Wetteranzeige bringt neben einstellbaren
Lokationen auch das Wetter am lokalen Ort, der automatisch ermittelt wird, und
der MP3-Player kann auch bei gesperrtem Bildschirm bedient werden.
Insgesamt ist das G2 Touch das bislang ausgereifteste Gerät, dass ich zum Test
hatte. Mit der Oberfläche und physischer Tastatur (mein persönliches KO-Kriterium
für sehr viele Handys) wäre es schon nahezu perfekt. Ich bin gespannt, was die
weiteren Android-System leisten und mit welchen neuen Funktionen oder Oberflächen
sie aufwarten.
Tags: g2 t-mobile
Geschrieben von Jan Theofel am 25.11.2009 um 21:14 Uhr | Permalink
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In den vergangenen Wochen konnte man über das G1 vom Trio T-Mobile, Google und
HTC relativ viel lesen. Vor allem viele kritische Stimmen. Da für mich das
G1 erste wirklich verfügbare Handy auf Basis von Andriod (und damit Linux) ist, habe ich
mich sehr über ein Testgerät von T-Mobile gefreut. Und im Gegensatz zu vielen anderen
habe ich doch einen sehr positiven Eindruck vom G1. Als Vergleich
dienen mir meine vorherigen zwei Nokia Communicator, ein VPA 4 und das aktuelle
HTC touch pro und ein paar Mal Spielen mit dem iPhone.
Fangen wir mal mit den Macken der Hardware selbst an. Die Tastatur verbirgt sich unter dem Display
und wird über einen Schiebemechanismus herausgeklappt. Der ist leider so konstruiert,
dass das G1 ab und zu knarrt. Gerüchteweise soll man das mit etwas Tesafilm beheben
können - ausprobiert habe ich es jedoch nicht. Negativ ist mir außerdem die Kamera
aufgefallen. Die Bildqualität fand ich nicht toll und es ist dank der langsamen Auslösung
unmöglich bewegte Objekte aufzunehmen.
Andererseits muss ich die Hardware auch loben. Obwohl sie keinen
besonders stabiel Eindruck macht, hat das Handy zwei Stürze vom Schreibtisch
völlig klaglos überlegt. Auch die Tastatur ist für ein mobiles Gerät dieser
Größe vergleichweise gut gelungen. Und trotz permanent laufendem Twitterclient
konnte hatte ich auch keine besonderen Probleme mit der Akkulaufzeit, von denen
oft zu lesen ist.
Meine Hauptnutzung des G1 war dann auch das mobile Internet
und weniger das Telefonieren. So wie mit meinem "normalen" Handy eben auch. :-)
Dabei bin ich sowohl mit den mitgelieferten als auch mit
nachinstallierten Anwendungen hervorragend zurecht gekommen. Vielleicht
auch weil in meiner Brust schon seit 10 Jahren ein Linuxherz schlägt.
Insgesamt kam mir die Bedienung deutlich intuitiver und einfacher
vor, als bei der aktuellen
Windows Mobile Version mit Flow 3D (heißt das so?) auf dem HTC touch pro.
An die Menütaste als auch an den kleinen Knubbel zum Navigieren muss
sich kurz gewöhnen. Aber danach möchte man sie nicht mehr missen.
Bei Wiindows Mobile fallen mir auch permanent kleine Macken auf, die ich beim G1 so nicht
bemerkt habe. Ein Hemmnis ist jedoch die fehlende Softtastatur,
so dass für alle Texteingaben die Tastatur ausgeklappt werden muss. Es
gibt zwar Erweiterungen hierfür. Diese sind aber auch sehr umständlich, weil
Andriod wohl keinen Hook bereitstellt, mit dem man sich in die Texteingabe
einklinken könnte. Hier habe ich aber Hoffnung, weil das erste Android Handy
vom Wettbewerber Vodafone (HTC touch magic) ohne Hardwarekeyboard an den
Start geht. Bis dahin muss das Problem also generell gelöst sein.
Auch bei den zusätzlichen Applikationen hatte ich den Eindruck, dass
diese eine sehr hohe Qualität anbieten. Beispielsweise ist Twitriod
ein genialer Twitterclient und perfekt in das System (z.B. zur
Kamera hin) integriert. Auch der SSH-Client ist zusammen mit der
Tastatur und dem Joystick als Pfeiltasten mit Abstand der beste, den
ich bislang auf einem Handy zur Verfügung hatte. Hier hatte ich das
Gefühl, dass ein linuxbasertes System deutlich mehr gute Entwickler
anspricht, als dies andere Plattformen vermögen.
Einen Punkte muss man beim G1 bzw. Android allgemein aber auch noch
bedenken: Die Daten werden mit einem Google-Konto synchronisiert. Dies
hat den Nachteil, dass diese Daten auf fremden Systemen liegen. Wer
hier hinsichtlich des Datenschutzes sehr sensibel ist, muss diesen
Punkt zwingend berücksichtigen. Wer sich darüber weniger Sorgen macht,
hat den Vorteil, dass dadurch die Daten auch gleich
gesichert sind. So entfällt die lästige manuelle Synchronisation, Sicherung
und Übertragung (bei einem neuen Gerät) der Daten. Und wenn Google
einen Dienst wie FaceBook mal kaufe sollte, kennt man dort meine
Kontakte auch so.
Fazit: Abgesehen von kleinen Schwächen im Hardwarebereich
konnte mich das G1 als Handy überzeugen. Vor allem der mobile Netzzugang
ist sehr schön. Ich werde mein Testgerät vermissen. Bei der nächsten
Handyentscheidung wird ein G1-Nachfolger/Android ziemlich sicher vorne
liegen.
Natürlich stellt dieser Testbericht eine völlig subjektive Meinung von mir
dar. Daher empfehle ich euch zusätzlich die Bewertungen
zum G1 bei Testfreaks zu lesen, um
euch insgesamt ein besseres Bild machen zu können.
Tags: g1 t-mobile
Geschrieben von Jan Theofel am 16.03.2009 um 20:41 Uhr | Permalink
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