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Persönliche Gedanken und Geschichten von Jan Theofel

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Linuxtag - Ein Fazit

Ich hatte ja berichtet, dass ich auch dieses Jahr wieder als Aussteller auf dem Linuxtag war. Leider hatte ich noch keine Zeit ein Fazit zu ziehen, aber das möchte ich jetzt nachholen:

Generell hatte ich den Eindruck das weniger los war. Das liegt neben dem sehr guten Wetter (was aber eigentlich die letzten Jahre auch schon immer der Fall war) wohl vor allem an der Tatsache, dass dieses Jahr auch 15,00 Euro Eintritt zu zahlen waren. Es gab zwar an sich einige freie Tickets, die in der Community verteilt worden sind, aber scheinbar hat davon fast niemand etwas mitbekommen. Dadurch fehlten sicher die Besucher, die einfach mal schauen wollten was los ist.

Das ist vor allem für die Stände ärgerlich, die sich an Privatkunden richten und dort beispielsweise T-Shirts, Bücher, etc. verkaufen wollten. Nach meinen Informationen hat man dabei sogar die Standpreise erhöht (was ich als Unteraussteller nicht mitbekommen habe) und den Ausstellern erst danach gesagt, dass es dieses Jahr Eintritt kosten wird. Das zumindest war keine gute Idee.

Da wir uns mit unserem ERP-System aber ausschließlich an Business-Kunden richten, hat der Eintrittspreis sicher keine so direkte Wirkung auf unsere Lead-Generierung gehabt. Zwar haben wir weniger Leads als letztes Jahr, aber mir scheinen diese nach der momentanen Beurteilung "wertvoller" zu sein, als die des letzten Jahres. Außerdem meine ich eine Beobachtung weg von direkten Endkunden hin zu möglichen weiteren potentiellen Vertriebspartnern entdeckt zu haben.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich diese Verschiebung hin zu einer Business-Messe mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehe. Zum einen sind wir natürlich an Business-Kontakten interessiert und nur diese machen so eine Messepräsenz für uns profitabel. Auf der anderen Seite kenne ich den Linuxtag seit 2000 (damals noch als Aussteller im Open Source Bereich mit AniTMT) und vermisse den Community-Charakter, den diese Messe so geprägt hat etwas. Nicht das er nicht da wäre und die Leute an den Open-Source-Ständen sehr engagiert sind, aber es ist irgendwie nicht mehr ganz so wie früher.

Dennoch war der Linuxtag natürlich auch wieder eine gute Gelegenheit alte Bekannte aus der Community wieder zu treffen (beispielsweise Egbert Eich wie ich berichtet) und neue Kontakte zu knüpfen. Das fand dann abends nach der Messe statt, frisch geduscht und in wetterangepasster Kleidung statt dem schwarzen Anzug. Mit dabei waren meistens die Leute von Acronis (die dort ihr Acronis True Image für Linux vorgestellt haben), das Team von X.Org (alte Bekannte von 2000) und das Team von Dante e.V. (die dieses Jahr erstmals und sehr erfolgreich mit dabei waren). So konnte ich auch einige kleinere Probleme direkt mit den Experten lösen, die uns schon eine ganze Weile beschäftigt haben. Sehr praktisch. ;-)

Alles in allem werden wir wohl auch nächstes Jahr wieder mit dabei sein.

Weiter Blog-Stimmen zum Linuxtag:
LinuxTag 2005 - Das war's! [das Netzbuch]
LinuxTag 2005 und die Freikarten ... [Christoph]

Tags: Business erp erp-2 2005 linuxtag community karlsrue

Geschrieben von Jan Theofel am 30.06.2005 um 18:10 Uhr (Permalink)
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4 Kommentare zu »Linuxtag - Ein Fazit«

Interessant, dass sich der Linuxtag von seinen Ursprüngen entfernt und stärker auf das Business-Publikum abzielt. Damit liegen die Veranstalter offenbar voll im Trend. Die Kommerzialisierung von Open Source hat Matthew Langham auch in seinem Bericht von der OSBC festgestellt.

1 | Wolfgang Sommergut | 30.06.2005 um 21:19

hallo jan ! sag mal, du postetst unter linux photos auf deinen blog... machst du das mit flikr oder hast du ein programm ?

2 | martin | 5.07.2005 um 18:13

aaaaaaah. sorry sorry. habs jetzt gesehen, dass du flickr nimmst...

3 | martin | 5.07.2005 um 18:14

Wie kommst du auf die Idee, dass ich Flickr verwende? Ich lade die Fotos ganz normal über die Upload-Funktion in meinen Blog hoch und bekomme dann von MT einen HTML-Code zum Anzeigen des Bildes angezeigt, den ich einfach in den Beitrag übernehme.

4 | Jan Theofel | 6.07.2005 um 8:59

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