Kürzlich habe ich einige Optimierungen an dem SPAM-Filter für meine privaten Mails vorgenommen und dabei ziemlich gute Ergebnisse erzielt.
Mein Ziel dabei war es wie bislang auch komplett auf SMTP-Ebene zu arbeiten, also keinerlei inhaltliche Bewertung der E-Mails vorzunehmen. Den besten Ansatz dazu liefern natürlich Blacklists, in denen die IP-Adressen von Hosts gelistet werden, von denen man keine E-Mails annehmen möchte. Die Gründe für einen solchen Eintrag sind je nach Betrieb der Liste unterschiedlich.
Nun hat man aber die Qual der Wahl, da es zahlreiche verschiedene Blacklists gibt. Hier gilt es deren Effektivität (Erkennungsrate) gegen den Aufwand (zu viele Listen erzeugen schon einiges an DSN-Zugriffen) und deren False-Positive-Rate abzuwägen. Doch ohne selbst geteste Zahlen ist das rechts schwierig.
Den Job des Blacklist-Messens kann man aber getrost Experten überlassen. Ich habe mich dazu auf den Blacklist-Monitor von Intra2Net bezogen. Dort werden etwa 50 Blacklists basierend auf realem E-Mail-Verkehr auf Ihre Treffer- und False-Positive-Rate getestet. Die Liste ist sortierbar, so dass man sich relativ leicht seine Favoriten herauspicken kann. Für diese lohnt dann noch ein Blick auf die Performance der letzten Wochen um stabile Listen zu erkennen. Wichtig ist auch noch die Prüfung der Einsatz-Policy, So ist die Liste SPAMHUAS ZEN, die mit einer alleinigen Trefferrate von über 95% und ohne Fehlern die Liste aktuell anführt, für den kommerziellen Einsatz leider kostenpflichtig. Insgesamt kommt man dank des Blacklist-Monitors schnell zu einigen geeigneten Blacklists.
Ich habe mich für den Einsatz folgender Listen entschieden:
zen.spamhaus.org
cbl.abuseat.org
dnsbl-1.uceprotect.net
ix.dnsbl.manitu.net
hostkarma.junkemailfilter.com (Achtung: Auf Rückgabewert 127.0.0.2 prüfen!)
Dank der guten Auswahl sind meine Mailboxen nahezu SPAM-frei. Und das ohne rechenaufwändige inhaltlichen Prüfungen. Was will man mehr? Danke für dieses Tolle Tool an die Intra2Net!
Tags: blacklist monitor intra2net
Geschrieben von Jan Theofel am 27.12.2010 um 22:42 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Antispam | 3 Kommentare

Seit einigen Tagen habe ich zum Test von LG einen Flatron E2350V-PN hier auf meinem Schreibtisch stehen. Am Anfang hatte ich Probleme, die gesamte maximale Auflösung des Monitors von 1920x1080 Pixel auszureizen. Nun habe ich es am Wochenende geschafft mit der neuen Fedora 13 Beta meine Grafikkarte so zu konfigurieren, dass das auch klappt und ich den LED-Monitor sinnvoll beurteilen kann.
Optik/Gehäuse
Beim Auspacken fällt bereits auf, dass der E2350V nicht der üblichen grau/schwarzen Tristesse anderer Monitore folgt. Statt dessen ist das Gehäuse schwarz-violett gehalten und hat an einigen Stellen Halbtransparenzen. Zusammen mit den abgerundeten Ecken und dem ovalen Standfuß macht der Flachbildschirm einen deutlich schickeren Eindruck also andere Geräte.
Nach dem Anstecken sucht man vergeblich erhabene Tasten zum Einschalten des LED-Monitors. Statt dessen findet man unten rechts tastsensitive Bereiche zum Einschalten als auch zur Steuerung des On-Screen-Displays. Wie lange die funktionieren kann ich nach einigen Wochen Test natürlich noch nicht vorhersagen. Aber wer sich im Vergleich zu normalen Tasten Sorgen macht, der sei auf die 36 Monate vor Ort Garantie hingewiesen. Sollten die Tasten also nach Monaten streiken, einfach den Service anrufen. :-)
Darstellung
Ich betreibe den Monitor mit der maximalen Auflösung von 1920x1080 Pixel. Im Vergleich zu meinem bisherigen System mit 1240x1028 hat man da doch deutlich mehr Platz für seine Applikationen. Aber das hängt natürlich immer davon ab, von welcher Auflösung ihr umsteigt.
Die Farbwiedergabe finde ich sehr satt - gerade im Vergleich zu anderen TFT-Displays mit denen ich bislang gearbeitet habe. Das ist ein subjektiver Eindruck, den ich mangels Equipment natürlich nicht testen kann. Allerdings spricht auch die Helligkeit von 250 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 5.000.000:1 deutlich für die gute Qualität der Darstellung. Ebenso wie die Reaktionszeit von 5ms, kann ich diese Werte allerdings nicht verifizieren.
Doch nicht nur die schneller Reaktionszeit ist für Gamer hilfreich: Auch die von mir am Anfang leider nicht gefundene Funktion, die Darstellung auf 4:3 umzuschalten, unterstützt diese bei Spielen, die keine breiten Bildschirme unterstützen. Die Ausgabe wird dadurch nicht verzerrt (was auch für die Arbeit wichtig ist) und gleich dadurch schärfer.
Dank der hohen Auflösung ist der LED-Monitor Full-HD und somit auch für die Wiedergabe von Videos geeignet. Allerdings ist kein Fernsehmodul integriert, so dass die Ausgabe von einem andern Gerät erfolgen muss.
Ergonomie
Störend an dem Monitor finde ich, dass er nicht höhenverstellbar ist. Man kann den Fuß zwar abnehmen, was laut Hersteller einen angenehmen Betrieb neben dem Notebook als Zweitmonitor (kein Höhenunterschied) ermöglicht, aber der normale Desktop-Betrieb des E2350V ist mir ebenfalls zu nieder. Hier muss man sich also extern durch ein paar alte Bücher unter dem Monitor behelfen.
Durch die große Breite des Monitors (die Diagonale misst 23") kann es ermüdend sein, wenn Anwendungen über die komplette Bildschirmbreite arbeiten und die gesamte Breite für eine Textzeile nutzen. In diesem Fall hilf es einfach die Fenster nicht über die ganze Breite zu ziehen. Es gibt wohl auch eine Art virtuelle Desktop-Teilung für diesen Einsatz, aber die habe ich nicht getestet.
LED Technik
Im Vergleich zu normalen TFT-Monitoren sorgt der E2350V als LED-Monitor dafür, dass ihr Strom spart. Das entlastet nicht nur euren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. So nimmt der Monitor im Betrieb weniger als 28 Watt auf. Der Standbymodus liegt unter 1 Watt und der Aus-Modus bei weniger als 0,5 Watt. Eine Stromleiste mit Schalter hilft aber wie üblich den Aus-Zustand auf 0 Watt zu reduzieren...
Technik
Für die Technik-Freaks unter euch hier noch die wichtigsten technischen Spezifikationen:
Display-Typ: TFT-LCD Aktiv Matrix mit WHITE LED Backlight
Bildschirmgröße: 23" (mit dem LG E2250V-PN gibt es auch eine 22" Ausführung)
Pixel Pitch: 0,265 mm x 0,265 mm
Maximale Auflösung: 1.920 x 1.080 (60 Hz) digital
Helligkeit: 250 cd/m²
Kontrastverhältnis: 5.000.000:1 mit DFC (statisch 1000:1)
Responszeit: 5 ms (ISO)
Blickwinkel: 170° horizontal, 160° vertikal
Full HD: Ja
Eingäänge: HDMI, DVI-D (mit HDCP), 15 pol. D-SUB
Mehr technische Informationen gibt es hier.
Fazit zum LG E2350V
Insgesamt ist der LG E2350V ein optisch ansprechender LED-Monitor mit einer guten Bildwiedergabe. Wenn man über den Mangel der fehlenden Höhenverstellbarkeit wegsieht, kann ich das Gerät uneingeschränkt empfehlen.
Preise/Bezugsquellen
Beschriebenes Gerät: LG E2350V-PN bei Amazon für aktuell 216,45 Euro
22" Ausführung: LG E2250V-PN bei Amazon für aktuell 184,19 Euro
(Preise Stand 4.5.2010)
Tags: monitor e2350v led lg
Geschrieben von Jan Theofel am 4.05.2010 um 8:37 Uhr | Permalink
Abgelegt unter Hardware | 1 Kommentare