Vor ein paar Wochen sahen sich die Benutzer von meinnachbar.net mit neuen AGBs konfrontiert, die heimlich, still und leise Gebühren für den Dienst eingeführt haben. (Ich berichtete.) Nachdem die meisten Benutzer dort wohl gekündigt haben, stellt sich natürlich die Frage nach Alternativen. Da kam mir das Angebot von Trigami recht, über die Plattform townbuddy zu schreiben.
Der erste Blick galt hier dann natürlich den AGB. Abschnitt 4 regelt dabei Kosten:
4.1 Die Anmeldung bei Townbuddy.net ist kostenlos. Bis auf weiteres bleiben auch alle Dienste und Funktionen von Townbuddy.net kostenlos.
4.2 Der Betreiber behält sich das Recht vor, die Nutzung von bestimmten Diensten (z.B. SMS-Versand) auf der Plattform zur gegebenen Zeit entgeltlich zu gestalten. [...]
Zur Zeit ist also erst mal alles kostenlos nutzbar. Und das man hier den selben Fehler macht, später für Grundfunktionen Geld zu verlangen, halte ich für unwahrscheinlich. Das hingen einzelne Teilbereiche (wie SMS-Versand) später kostenpflichtig werden können finde ich in Ordnung. Zumindest ist es fair, dass sich der Betreiber diese Option offen hält und dies aber auch klar in den AGB kommuniziert.
Spannend ist aber auch der Abschnitt 5.3 aus den AGB, hier gekürzt und kommentiert wiedergegeben:
5.3 Ihre personenbezogenen Daten werden nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Sie können Ihre Einwilligung (sofern diese erteilt wurde) [Kommentar: Was bei der Anmeldung passiert.] jederzeit widerrufen. [...] erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Angaben für Marketingzwecke verwendet werden dürfen und Sie telefonisch / per eMail / Post über interessante Angebote (Werbung) – vom Betreiber, sowie von den Firmen [...] für Werbezwecke verarbeitet und genutzt werden. Ihre Daten werden unter Beachtung des BDSG ausschließlich für Marketing-, Kundenbetreuungs-, Marktforschungs- und Werbezwecke elektronisch verarbeitet und genutzt. [...] Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen. Diese kann per eMail (widerruf@Townbuddy.net) [...] erfolgen.
Da die Seite zur Zeit noch recht werbefrei ist (siehe auch weiter unten), ist die Datennutzung aktuell scheinbar die hauptsächliche Einnahmequelle des Betreibers. Ich habe nach der Anmeldung meinen Widerruf an den Betreiber mit Bitte um Bestätigung gesendet. Etwa einen Tag später ist die Antwort noch offen. Ob ihr mit einer solchen Klausen in den AGB leben möchtet, müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Für mich ist es mit Nutzung des Widerrufrechts kein Problem.
Wenn ihr euch nun zu townbuddy anmelden wollt, ist das ziemlich einfach. Einfach die Daten eingeben und schon seit ihr mit dabei. Eine E-Mail mit Aktivieriungslink gibt es dabei leider ebenso wenig wie eine doppelte Abfrage bei E-Mail-Adresse oder Passwort. Hier sollte auf jeden Fall im Sinne der User nachgebessert werden um Tippfehler und falsche E-Mail-Adressen auszuschließen. Geworben wird mit einem 50-Euro-Gutschein vom Club Bertelsmann, bei dem es um den klassischen Rabatt für Einsteiger handelt. Auf der Bestätigungsseite findet sich schließlich die einzige von mir bemerkte Werbung auf der Seite. Diese scheint sogar lokalisiert zu sein, weil mir Probeabos von zwei Stuttgarter Zeitungen angeboten worden sind.
Nach der Anmeldung stehen den Benutzern dann verschmiede Funktionen zur Verfügung. Ihnen gemeinsam ist der lokale Bezug zur Nachbarschaft. Ziel ist es dabei Menschen nicht nur virtuell sondern auch real zu vernetzen. Sehr lobenswert wie ich finde. So kann man beispielsweise im Profil angeben, bei welchen Arbeiten von Babysitten bis Fahrdienste man den Nachbarn helfen kann. In der Regel klappt dieser regionale Bezug auch ganz gut. Gerade in Stuttgart sind schon erstaunlich viele User aktiv. Dennoch wurden mir an ein paar Stellen "Nachbarn" in einigen hundert Kilometer Entfernung präsentiert.
Insgesamt werden ansonsten die typischen Funktionen von Social Networks wie Platz für Fotos, Eintragen von Freunden und Versand von Nachrichten angeboten. Neue Freunde kann man dabei aus der Nachbarschaft rekrutieren, die auf einer Karte einsehbar ist. Thematisch passend wird hier dann auch nicht "gekruschtelt" sondern ein Klingelstreich begangen. Interessant ist auch der Flohmarkt, über den man Kleinanzeigen aufgeben kann. Für mich neu ist die Funktion von "Feinden", die sich aber wohl auch in echten Nachbarschaften finden lassen. Zusammengefasst also nicht unbedingt viel Neues, aber rund geschliffen zum Thema Nachbarschaft.
Die Benutzung der Seite ist recht gut auf Web-2.0-Technik ausgerichtet. Im Gegensatz zu anderen Seiten funktionieren die Sachen dann auch bis auf Kleinigkeiten. Das ist man gerade als Firefox-Benutzer nicht von allen Seiten gewohnt. Was die Technik im Hintergrund angeht kann ich leider nicht viel dazu sagen. Allerdings möchte ich hier, wie schon bei der Beschreibung der Anmeldung, mahnen meinen Finger heben und den Betreiber auf Nachbesserungen hinweisen: Sowohl bei den Anmeldung wie auch beim Login werden die Daten nicht per SSL verschlüsselt übertragen. Dazu hatte ich eine Nachricht in meiner Mailbox die weder von mir ist noch an mich gerichtet war. Hierüber habe ich den Support natürlich informiert, die E-Mail ist aber bis dato (etwa einen Tag später) noch nicht verschwunden.
Kurzübersicht
townbuddy ist ein Social Network mit einem starken Fokus auf Nutzbarkeit in der Nachbarschaft.
Vorteile:
+ Kostenloser Account
+ Nahezu werbefrei (bis auf die Anmeldung)
+ Funktionsumfang
+ Lokaler Fokus (Nachbarschaftsbereich) des Angebots
+ Funktionen auf Thema abgestimmt
+ Keine technischen Probleme
Nachteile:
- Kein SSL bei Anmeldung und Login
- Keine Verifikation von E-Mail-Adresse und Passwort
- Nutzung der Daten laut AGB
Kommendes Wochenende werde ich zum BarCamp in Klagenfurt sein. Noch gibt es auf der Teilnehmerliste etwas Luft. Ihr habt also noch die Chance euch anzumelden. Alles weiter zum BarCamp gibt es im Wiki.
Ich bin im Hotel Weidenhof untergekommen. Wenn dort noch jemand ist, bitte kurz Bescheid geben. Wir können zusammen fahren/laufen.
Auf dem Hinweg kann ich Freitag Abend von München jemanden mitnehmen. Am Sonntag Abend geht meine Fahrt dann zurück bis Stuttgart. Wer mitfahren will bitte ebenfalls melden.
Einige von euch werden sich an meinen Mitschrieb von Hennings Session Weblogs und Recht erinnern. Auf dem Wordcamp in Hamburg hat er einen ähnlichen Vortrag gehalten und dieses Mal auch seine Folien online gestellt.
Seit einiger Zeit wird ja immer mal wieder die Frage diskutiert, ob man die No-Show-Rate bei Barcamps dadurch drücken kann, dass man eine Art Pfand einführt. Dieses zahlen die Teilnehmer bei der Anmeldung und erhalten es bei Erscheinen zurück. Der Rest wird im Zweifelsfall in die Barcamp-Kasse geworfen oder an eine gemeinnützige Organisation gespendet.
Beim diesjährigen Blog-trifft-Gastro habe ich eine solche Anmeldegebühr eingeführt. Und das durchaus erfolgreich. Kein einziger der angemeldeten Teilnehmer hat gefehlt. Das mag natürlich auch damit zusammenhängen, dass ich die meisten Teilnehmer persönlich kenne und wir nur eine kleine Gruppe (19 Personen) waren.
Abgewickelt habe ich das ganze über Amiando, indem ich dort einfach ein Event mit Ticketshop (20 €) eingerichtet habe. Beim Abendessen am Samstag habe ich dann einfach pro Teilnehmer diesen Betrag beim Bezahlen mit übernommen. Dadurch musste ich nicht größere Mengen 20€-Scheine besorgen.
Was will ich damit sagen: In kleinen Gruppenist eine solche Anmeldegebühr durchaus hilfreich. Gerade in diesem Fall mussten wir sicherstellen, dass die Teilnehmer erscheinen und ihr Menü bezahlen, weil diese vorbestellt wurden. In größeren Gruppen stelle ich mir das Handling hingegen schwierig vor. Gerade bei BarCamps müsste man den Geldbetrag bar ausschütten, was einiges an Problemen (Geldbeschaffung, Kasse, Abrechnung, Sicherheit) mit sich bringen würde, die wir in diesem Fall nicht hatten.
Vor einigen Wochen habe ich die Freisprecheinrichtung EGO CUP von Funkwerk zu Testzwecken zugeschickt bekommen. Auch wenn mich der Name erst abgeschreckt hat, zeigt sich jedoch schnell, dass hinter dem Produkt eine pfiffige Lösung steckt.
Der Namesbestandteil "Cup" verrät auch schon die Befestigung der Freisprechanlage. Sie wird auf einen Aufsatz gesteckt, der sich mittels flexibler Lamellen in jedem Getränkehalter sicher befestigen lässt. Damit befinden sich der EGO CUP in bequemer Griffweite für Fahrer und Beifahrer in der Mittelkonsole, so das er von beiden gleichermaßen genutzt werden kann. Nachteilig ist diese Befestigungsart nur, wenn - wie bei mir im Subaru - die Getränkehalter versenkt sind, und das Gerät dadurch nicht ganz so leicht zugänglich ist. Der Vorteil gegenüber festeingebauten Freisprecheinrichtungen liegt klar auf der Hand: Mit wenigen Handgriffen kann dieses Produkt in ein anderes Auto umgebaut werden.
So flexibel wie die Befestigung zeigt sich auch die Stromversorgung. Diese wird einfach in den Zigarettenanzünder gesteckt und mit der Freisprecheinrichtung verbunden. Soweit nichts besonderes, aber beim Anschluss wurde mitgedacht. Er entspricht den USB-Steckern, wie sie auch in vielen Handy und Kleingeräten verwendet werden. So kann man das Kabel ebenfalls zum Laden dieser Geräte verwenden, wenn man den EGO CUP gerade nicht benutzt. Zum Handy selbst wird eine Verbindung über Bluetooth aufgebaut, so dass hier kein weiteres Kabel notwendig ist. Das Handy kann also in der Tasche oder Jacke bleiben.
Von diesen äußern Werten hat man als Anwender aber leider nicht viel, wenn der wesentliche Punkt, die Sprachqualität, nicht zufriedenstellend ist. Aber auch hier glänzt der EGO CUP und kann gut punkten. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten ist die Sprachqualität vergleichbar mit fest eingebauten Freisprechanlagen. Ich hatte im Test zwar kleiner Aussetzer. Diese schienen mir dann allerdings an der Netzqualität und nicht an dem EGO CUP zu liegen.
Damit ein Gespräch zustande kommen kann, bietet die Anlage eine sehr einfache Bedienung. Neben den beiden Knöpfen für die Regelung der Lautstärke gibt es einen grünen Knopf zum Annehmen bzw. zur Wahlwiederholung, wenn gerade kein Anruf eingeht. Die rote Taste hingegen dient zum Ablehnen bzw. Auflegen und der Ansteuerung der Sprachwahl, falls das Telefon dies unterstützt. Dabei sind alle Tasten leicht erhaben, so dass man sie auch ertasten kann ohne den Blick vom Verkehr abwenden zu müssen.
Erfreulicher Weise kostet der EGO CUP trotz eines guten Produktdesigns und einer guten Produktqualität keine Welten. Der Listenpreis liegt bei 89 €. Bei Amazon kann man das Produkt aber bereits ab etwa 70 € bestellen.
Auch wenn ich mit dem Produkt und der Verarbeitung sehr zufrieden bin, möchte ich doch noch zwei Verbesserungsideen für den EGO CUP anbringen. Zum einen hasse ich es, wenn das lose Teil aus dem Zigarettenanzünder im Auto rumkullert. Eine kleine Mulde unten in der Befestigung könnte einen Aufbewahrungort hierfür schaffen. Zum anderen wäre es tatsächlich sinnvoll, wenn man über den EGO CUP das Handy auch tatsächlich laden könnte, wie das bei festen Freisprechanlagen oft der Fall ist.
Hat von euch zufällig noch jemand eine SuSE 7.3 DVD übrig? Ich könnte die zur Pflege eines alten Sauriers in einer virtuellen Maschine gebrauchen. Die originale DVD ist leider nicht mehr lesbar. Wenn jemand weiterhelfen kann, würde ich mich über eine kurze Mail an jan@theofel.de freuen. Danke!
Update 23.1.2008: Es befindet sich eine DVD auf dem Weg zu mir. Vielen Dank!
Wenn ihr diese Zeilen lest, ist das der beste Beweis dafür, dass der erste Teil des Serverumzugs geklappt hat. Zumindest meine eigenen Domains sind bis auf Mail und ein paar besondere Subdomains nun komplett umgezogen. Solltet ihr noch auf Probleme stoßen bitte ich um eine E-Mail an jan@theofel.de.
Ich hatte es ja schon lange geplant, aber immer wieder verschoben. Aber jetzt ist er endlich da, mein neuer Server. Darüber laufen in Zukunft meine Blogs unter theofel.de, das Brettspiel-Blog und Rikes genial-lecker.de.
Und weil ich ja weiß, dass ihr mich sowieso danach fragen werdet verrate ich euch auch, was ihr auf dem Bild seht aber leider nicht erkennen könnt: Intel Quad-Core Xeon mit 2.5GHz (ein Sockel zum Aufrüsten ist noch frei), 4 GB (6 DIMM-Steckplätze noch frei), zwei 136 GB SAS als ein RAID-1-Verband und zwei Hot-Plug-Netzteile. Darauf installiert ist ein CentOS 5.1 für viele Jahre Sicherheitsupdates.
Heute Abend kommt der Server in das Rack meiner Firma im Rechenzentrum. Zur Umstellung werde ich kurzfristig die Kommentare deaktivieren. Ansonsten solltet ihr von dem Umzug der Webseiten nichts mitbekommen.
Und gleich noch eine Ankündigung für ein Barcamp: Das Barcamp Offenburg findet am 26./27. April 2008 statt. Da es weit im Südwesten liegt ist der Weg für viele Teilnehmer aus Deutschland etwas weit, aber vielleicht bekommen wir dafür ja mehr Leute aus der Schweiz (Yoda: Dieses Mal sind es nicht 700 km sondern nur 200 km) und aus Frankreich.
Wichtig: Der Termin ist auf Grund der Lesung dieses Mal mitten in der Woche (man nennt den Tag MIttwoch :-) und nicht - wie sonst üblich - an einem Freitag!
Gestern hat Thomas den Termin für das Barcamp Leipzigbekanntgegeben. Ich hoffe sehr, dass ich dort einen Platz bekomme, denn in Leizpig war ich bislang noch gar nicht. Die Anmeldung soll Anfang Februar starten.
Schon seit geraumer Zeit scheinen Single- und Dating-Plattformen ziemlich im Trend zu liegen. Dennoch scheinen mir hier neue Konzepte ziemlich selten zu sein: Im Prinzip sind die mir bekannten Dienste alle ähnlich einem Netzwerk wie Xing aufgebaut: Profil anlegen, Foto hochladen, Kontakt aufnehmen (gegen Bezahlung). Nur dass es eben nicht ums Geschäft sondern den Partner für das Leben (oder zumindest für die nächste Nacht) geht. Ok, der Vergleich hinkt vielleicht etwas, aber ihr wisst was ich meine.
Kürzlich habe ich nun Vlitter entdeckt. Die Seite ist noch recht neu und befindet sich noch in einer echten Testphase. Dennoch ist die Seite schon jetzt sehr einfach zu bedienen und kommt an einigen Stellen recht modern mit AJAX daher. Das eigentlich spannende ist aber die Idee dahinter: Kein langes Nachrichten schreiben und so, sondern es geht direkt zur Sache - zum Date.
Wer sich registriert hat kann sich als Date versteigern. Nicht gegen Bares sondern an das interessanteste Gebot. Die Auktion läuft ein paar Wochen, kann jedoch vorab durch ausreichend Angebote beendet werden. Jeder eingeloggte Benutzer kann ein Gebot abgeben und etwas zu dem Date schreiben. (Das ist der Teil, der in Zukunft Geld kosten wird. In der Testphase ist das aber noch kostenlos.) Zum Auktionsende entscheidet der "Anbieter", welches der Angebote den Zuschlag erhält.
An sich finde ich das eine nette Idee und ich bin gespannt ob sich dieses Konzept weiter verbreiten kann. Zur Zeit finden sich noch kaum Auktionen auf der Plattform und so ist z.B. eine Suchfunktion noch nicht notwendig. Aber ich gebe der Idee gute Chancen, dass sich das bald ändert.
PS: Vielleicht sollte ich meinem Glück auch mal etwas auf die Sprünge helfen und ein Date einstellen. Mal schauen. :-)
Es geht wieder los mit den TeX-Stammtischen in diesem Jahr. Übermorgen findet der in Stuttgart statt. Ort und Zeit sollten euch als Stammleser bekannt sein. Ich werde dieses Mal auch wieder mit dabei sein.
Datum: Dienstag, 8.1.2008
Uhrzeit: ab 19:30 Uhr
Ort: Bar e Ristorante Valle (Geschwister-Scholl Str. 3)
Ich heiße Jan Theofel, lebe in Stuttgart und biete Contao-Dienstleistungen an.
„Jans Technik-Blog“ ist mein privates Weblog für alles was mich interessiert und irgendwie mit Technik zu tun hat. Mehr über mich privat erfahrt ihr in meinem anderen Weblog Jans Küchenleben.
Das Schreiben dieses Blogs macht mir sehr viel Spass. Dennoch ist es
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