Nach dem Last Post folgt nun logischer Weise der angekündigte "First Post" aus der neuen Wohnung:
So, inzwischen steht das Wohnzimmerregal (ja, ok - nur teilweise), Radio und Fernseher laufen, ISDN und DSL noch nicht. Aber wozu gibt es Handy und UMTS? Jetzt nehme ich noch schnell ein Bad in der Wanne (endlich ein Wohnung mit Badewanne :-) und dann bin ich fertig für heute... Die neue Wohnung fühlt sich immer noch genau so gut an, wie zu dem Zeitpunkt, als ich sie das erste Mal gesehen habe. Und ich habe die Hoffnung, dass das auch so bleibt. :-)
Demnächst gibt es noch ein paar mehr Fotos aber für heute müsst ihr euch mit einer Außenansicht begnügen. Das sieht auf dem Foto gar nicht so schick aus. In der Realität macht das Haus einen wesentlich freundlicheren Eindruck. Und von dem genialen Ausblick sieht man auf dem Foto natürlich auch nicht viel.
So, das ist jetzt mein letzter Post - zumindest der letzte aus der alten Wohnung. Am Donnerstag war Umzug und ich habe am Freitag und heute erst mal noch ein paar Besorgungen (Baumarkt und Möbel) erledigt. Heute werde ich dann im Wohnzimmer noch das Regal aufstellen und weiter auspacken. Aber erst mal ein kurz (etwas wehmütiger) Blick zurück.
Hier habe ich bislang gewohnt - direkt unter dem Dach vom Dachfenster links bis zur Dachgaube und im Stockwerk darunter quasi im vorderen Eck. Schön war es hier und es ist schon ein bisschen schade, aus einem Haus auzuziehen, dass mit zu den ältesten in Zuffenhausen bzw. in ganz Stuttgart zählt. Erstmalig wurde es immerhin 1381 erwähnt. Und aus dieser Zeit sind auch noch die Holzbalken, die maßgeblich den Eindruck der Wohnung bestimmt haben.
Ich reiche euch noch Fotos nach unter dem Motto "zu mieten", weil die Wohnung ab sofort frei und noch nicht weiter vermietet ist. Wenn also jemand von euch eine schöne Altbauwohnung sucht, dann einfach noch ein oder zwei Tage Geduld.
Bis später zum "Frist Post" aus der neuen Wohnung...
Soll noch einer sagen, die Reichweite von Wireless LAN würde ihm nicht reichen. In Venezuela wurde damit eine Strecke von 382 km überbrückt. Diese Strecke stellt zur Zeit den Rekord für die längste Wireless-LAN-Verbindung dar. Mehr Informationen finden sich in einem Bericht zum Projekt.
Und wenn wir schon beim Thema Kinder sind: Ich finde diese Call-In-TV-Sendungen ja schon im "normalen" Fernsehen zum Davonlaufen und freue mich immer wieder über die hervorragende Aufklärungsarbeit von Call-In-TV.de und StefanNiggemeier. Nur leider werden Kinden diese Webseiten kaum lesen. Das müssten Ssie aber, denn inzwischen hat das Call-In-TV auch Einzug in das Kinderfernsehen gehalten. Zwar zum Glück (noch?) nicht tagsüber aber auf dem Fernsehsender Nick (bewusst kein Link bei so gutem Programm) läuft nachts zwischen 0:00 Uhr und 3:05 Money Express.
Nun mag man zu Recht einwenden, dass um diese Uhrzeit ohnehin alle Kinder schlafen sollten. Das ist zwar richtig, aber wieso wird dann ab 3:05 Uhr dann wieder das "normale" Kinderprogramm ausgestrahlt? Da sollte das ja auch noch gelten. Und was, wenn die Kids mal wieder nicht schlafen können?
Ich meine, dass auf einem Sender, der sich einem hochwertigem Kinderprogramm verschrieben hat, solche Sendungen noch nicht mal mit der Kneifzange angefasst werden dürften. Egal zu welcher Uhrzeit.
Eltern wissen um die Misere: Das Internet ist ein spannender Ort für Kinder. Allerdings ist ein großer Teil davon zwar spannend aber alles andere als für Kinderaugen geeignet. Dieses Problem soll nun Glubble, eine Erweiterung für Firefox lösen. Es bohrt den klassischen Browser für Profile von mehreren Personen mit unterschiedlichen Berechtigungen auf. Dabei werden Kinder andere Benutzeroberflächen angeboten und der Zugriff auf Seiten und Suchmaschinentreffer eingeschränkt. Und natürlich ist auch Glubble Open Source. Zur Zeit ist es allerdings noch Beta, aber das ist ja bei freier Software meistens schon stabiler als die stable Versionen von kommerziellen Produkten. :-)
So lautet der Betreff einer E-Mail, die ich vor etwas über zwei Wochen an ein Unternehmen in München gerichtet habe. Das Schreiben gibt es für juristisch nicht ganz so versierte Personen unter dem Kürzel "T5F" als praktische Vorlage.
Trotz einer wiederholten Beschwerde kam bis heute keine Antwort. Früher hätte ich das Unternehmen ja jetzt hier öffentlich an den Pranger gestellt. Aber jetzt lasse ich erst mal den Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz (bzw. dessen Büro) wirken. Mal schauen ob die dann immer noch nicht antworten wollen... :-)
In meinem Artikel Die Kommerzialisierung der Barcamps habe ich bereits geschrieben, dass ich die Unterstützung von Barcamps durch Sponsoren für sehr wichtig erachte. Klar können wir auch auf einer grünen Wiese campen und uns alle selbst versorgen. Das mag einen gewissen romantischen Lagerfeuercharme haben. Ich denke aber durch eine gewisse Infrastruktur (Räume, Essen, Netzzugang) den Sponsoren zur Verfügung stellen den Vorteil, dass man sich mehr auf Inhalte denn auf die Umgebung konzentrieren kann. So entwickeln sich Barcamps in meinen Augen schneller weiter und werden (inhaltlich) besser.
Aus diesem Grund finde ich es wichtig mit den Sponsoren offen über ihre Beweggründe zu diskutieren, warum sie ein als Sponsor für ein Barcamp aktiv geworden sind. Denn schließlich sollte es für Sponsoren auch rentieren in Barcamps zu investieren. Das muss dabei nicht finanziell gemeint sein. Gerade bei Cisco hatte ich den Eindruck, dass es hier viel mehr um einen regen Erfahrungsaustausch wie um eine bessere Positionierung von Cisco ging.
Kirsten Walter vom Saftblog nimmt dazu in ihrem Beitrag zum Barcamp Hamburg Stellung: Die Links der Blogger haben nun mal einen durchaus nicht unwesentlichen Beitrag am Erfolg des Saftblogs. Die gibt es durch ein Saft-Sponsoring natürlich auch. (Und ich denke mal, dass man sich auf dem Weg auch perfekt für all die vielen Links der Vergangenheit bedanken kann.)
Versteht mich dabei nicht falsch. Ich will nicht, dass Sponsoren Barcamps dominieren. Wenn man alle paar Minuten einen Flyer in die Hand gedrückt bekommt und alle Wände mit Werbung zugeklebt werden erzeugt das mehr (berechtigten) Frust als Stimmung für die Sponsoren. Dennoch sollten wir uns mit den Beweggründen der Sponsoren auseinandersetzen damit wir auch mittel- und langfristig auf ihre wichtige Unterstützung bauen können.
Elektronische Lösungen sind per se besser und schneller als manuelle Arbeit. Das wissen wir ja schon lange. Und darum sind Wahlen mit dem Wahlcomputer auch viel sicherer als eine Wahl, bei der mit Stiften diese altmodischen Kreuzchen auf noch altmodischeres Papier gemalt werden. Ist doch klar.
Nach unserem Erkenntnisstand kann der Austausch von Chips gegen manipulierte Chips
als Manipulationsverfahren für keine der bisher mit NEDAP-Wahlcomputern durchgeführten
Wahlen zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Mit keinem der vom Hersteller oder
der PTB angewandten oder vorgeschlagenen Prüfverfahren wäre eine solche Manipulation
zu erkennen.
Und das ist nur eine Zusammenfassung von viele. Und folgerichtig heißt es abschließenden Fazit dann auch:
Wenn der geringe Nutzen und die erheblichen Risiken
objektiv gegenübergestellt werden, erscheint es sinnvoll, von der Nutzung von Wahlcomputern
zukünftig abzusehen und beim nachvollziehbaren und bewährten Wahlverfahren
mit Papier und Stift zu bleiben.
Und damit wir das auch wirklich glauben, gibt es noch ein kleines Demo-Video, welches einen
Austausch der PROMs gegen eine manipulierte Version zeigt. Das dauert gerade mal 59 Sekunden.
Und jetzt geht es ab an die Tafel, 100 Mal schreiben: "Wahlcomputer sind nicht sicher! Wahlcomputer sind nicht sicher! ..." Danke. Setzen.
Noch ein Gedanke: Kann ich für mich Briefwahl beantragen und als Grund "Unsicherheit der eingesetzten Wahlcomputer" angeben, wenn hier auch mit Computer gewählt werden sollte?
... hat ihnen vermutlich jemand die passende Postscript-Datei gesendet. Denn Postscript als Druckbeschreibungssprache ist weit mächtiger als man allgemein hin annimmt. Um die folgenden Beispiele anzuschauen benötigst du einen Postscript-Viewer. Je nach Rechner kann es etwas dauern sie zu laden bzw. anzuzeigen.
Das Beispiel mit dem Raytracer in Postscript dürfte ja schon bekannt sein. Neu war mir jedoch ein Sudoku-Solver in Postscript (englisch), den ich hier entdeckt habe. Noch mehr (klassische) Beispiele gibt es hier (deutsch). Je nach dem welches Beispiel ihr wählt sorgt ihr damit auf eurem Drucker für eine mehr oder weniger starke Rechenlast. Damit dauert der Ausdruck natürlich entsprechend lange... :-)
In diversen Weblogs wird zur Zeit auf ein Video zum Barcamp Frankfurt und Köln verwiesen. Nette Sache nur mit 12 Minuten etwas lang. Und damit ihr es ganz anschaut eine kleine Quiz-Frage: Wie oft bin ich auf dem Video zu entdecken? Wer richtig zählt bekommt nix außer einem Lob. Kleiner Tipp: Genau hinschauen, ist überseht mich an zwei Stellen garantiert... (Ok, das eine Mal bei 6:22 als man meine Hand sieht, zählen wir mal nicht mit.)
Gerade eben habe ich ein neues Feature von Google entdeckt. Dabei wollte ich eigentlich nur wissen, wie gut ich zum Suchbegriff "Hochzeitstorte" mit meinem Hochzeitstortenprojekt positioniert bin. Da ich auf die zweite Seite blättern musste ist mir unter den Ergebnissen ein Bereich mit verwandten Suchvorgänge aufgefallen. Dort werden thematisch ähnliche Suchen vorgeschlagen, die alle verdammt gut passen. Ein nettes Feature, weil man so vielleicht auf neue Suchideen kommt.
Ich bin durch Martin Röll zum Bloggen gekommen. Das war im Oktober 2004 und es war mir damals schon fast ein wenig peinlich, dass ich von Blogs noch gar nichts gehört hatte. Da meine Webseite, die erstmals unter www.theofel.de 1998 ins Netz ging, damals seit einem Jahr bracht lag, sah ich darin eine gute Möglichkeit schnell und einfach aktuelle Inhalte online zu stellen.
Die erste Blog-Installation von Movable Type war am nächsten Tag schnell auf einem Server bei mir in der Firma installiert und mit dem Eintrag Gebloggt wird später ging es los. Ein paar Wochen später habe ich "Jans persönliches Blog" ausgegliedert, dass meine Kochleidenschaft verstärkt hat und konsequenterweise zu Jans Küchenleben wurde.
Kein halbes Jahr später war mir die Installation zu langsam und ich stellte einen eigenen Server für das Weblog ab. Dort laufen die beiden Weblogs zusammen mit dem Brettspiel-Blog und Rikes genial-lecker.de. (Demnächst gibt es dann übrigens den dritten Server, dazu bei Gelegenheit mehr.)
Als mein Hauptblog kann man inzwischen heute wohl Jans Küchenleben bezeichnen wo ich nicht nur in Aktionen wie Jan kocht WM-Rezepte (auch hier kommt bald ein würdiger Nachfolger an den Start) sehr viel Zeit und Leidenschaft investiert habe.
Dabei geht es um drei Dinge: Erstens um Firmen, die solche "Community"-Treffen nutzen, um Ihre Firmen und Ideen zu präsentieren. Und zweitens um Sponsoren, die das Geld oder andere Mittel zu solchen Veranstaltungen beisteuern. Schließlich drittes, ob Barcamps dadurch und durch "Überorganisation" zu sein einem Kongress statt einem Barcamp verkommen.
Aber diese Frage ist nicht neu. Sie ist nur für Barcamps neu. Eine andere Community hat längst ihr Antworten gefunden, finden müssen. Denn um Open-Source-Veranstaltungen wie den Linuxtag gab es solche Diskussionen schon vor vielen Jahren. Und wenn wir bei diesem Beispiel bleiben, frage ich, was an einer "professionellen" Organisation und Geld schlecht sein muss. Wer den Linuxtag kennt wird wissen, dass er sich gewandelt hat. Aber in meinen Augen nicht unbedingt zum schlechten. Er ist nur anders geworden.
Und gerade die Open Source Szene hat längst bewiesen, dass die Community in der Lage ist mit den großen (kommerziellen) Anbietern Schritt zu halten - dort bei der Software, hier eben bei (Un-)Konferenzen. Hier wie dort wird und muss es meiner Meinung nach Firmen geben, die Geld mit diesen Themen verdienen, die Projekte fördern und die als Sponsoren Veranstaltungen unterstützen. Daraus folgt eine raschere Weiterentwicklung als es die Community aus eigener Kraft erzielen könnte. Ein Nachteil? In meinen Augen nein.
Daher sehe ich keine Gefahr durch eine Kommerzialisierung von Barcamps. Sie werden sich durch Startups und Sponsoren genauso wie durch die Teilnehmer selbst weiterentwickeln. Ich finde von der Kommerzialisierung bis hin zu den Tiefen der Technik sind alle Themen auf einem Barcamp wichtig. Wie viel Platz sie einnehmen hängt dabei von den Teilnehmern selbst ab. Und eine klarerer Organisation bzw. Struktur schadet in meinen Augen nicht. Den auch eine spontane Konferenz muss nicht zwangsläufig chaotisch verlaufen. Beispiele wie die Wikipedia zeigen in meinen Augen ganz klar, dass man eine Organisation und Strukturen auch da benötigt, wo ursprünglich unorganisiert und chaotisch gearbeitet wurde. Ebenso ist es mir egal, ob wir uns wären belegten Semmeln oder neben dem Luxus-Catering-Buffet unterhalten. Das wichtig ist dabei, dass wir uns unterhalten und nicht was wir dabei essen.
Als Teilnehmer und insbesondere auch als Organisatoren müssen wir nur einen Weg finden wie wir die beiden größten gegensätzlichen Aspekte Business und Community unter einen Hut bringen. Einen möglichen Lösungsweg zeichnet der Linuxtag vor: Dort gab es (dieses Jahr weiß ich es nicht, weil ich nicht da war) in den letzten Jahren neben der Ausstellung auch einen Businesskongress in der Nachbarhalle. Eine mögliche Übertragung auf Barcamps wäre beispielsweise einen zusätzlichen Barcamp-Business-Tag am Freitag vor dem Barcamp durchzuführen der mehr zum Austausch von Startups, Gründern, Geldgebern, etc. dient und an den Folgetagen diese Themen nur allgemein zu diskutieren statt hier Geschäftsideen in Sessions vorzustellen. Eine andere Möglichkeit wäre die Sessions ein wenig thematisch zu gruppieren, wie das auch auf der Abschluss-Session in Hamburg angesprochen wurde.
Aus meiner Sicht bot sowohl das Barcamp in Frankfurt wie auch das vergangene in Hamburg eine gute Mischung und ich kann mich unter anderem Robert nur anschließen, dass es eine sehr schöne Veranstaltung war. Danke an die Orga und die Sponsoren!
Wohin der Weg der nächsten Barcamps geht legen wir selbst fest. Es ist unsere gemeinsame Reise und jeder kann an der Routenplanung teilhaben. Ich freue mich auf unser nächstes Reiseziel Köln!
Henning Krieg, euch allen bekannt als von der Monster-Barcamp-Session Weblogs und Recht hat am Wochenende sein neues Weblog kriegs-recht.de auf den Weg gebracht. Momentan steht nur ein einziger Artikel online, der sagt um was es geht. Aber wenn ihr alle ganz fleißig sein Blog besucht spornt das Henning bestimmt an endlich mit Content online zu gehen. :-)
Ok, das ich kein Powerpoint verwendet wisst ihr sowieso. Wenn verwende ich lieber LaTeX mit prosper oder wenn es sein muss OpenOffice um Präsentationen zu erstellen. Unabhängig von der verwendeten Software gibt es aber eine Reihe von Fehlern, die man vermeiden sollte. Dieses Video (englisch) stellt euch die wichtigsten davon in unterhaltsamer Form vor.
Heute habe ich bei Stefan Niggemeier zählen gelernt. Dabei geht es allerdings weniger um das Zählen als solches sondern viel mehr die spezielle Art wie beliebte Call-In-TV-Sender das Wort "zählen" verstehen. Das deren Definition von "zählen" nichts mit der eigentlichen Bedeutung des Worts zu tun hat ist ja ohnehin klar. Aber so krass hatte ich mir das dann auch nicht vorgestellt.
Es gibt (mal wieder ein Urteil) zur Forenhaftung. Dieses Mal einigten sich die Richter auf "wir haften nicht". Konkret ging es um einen beleidigenden Kommentar bei meinprof.de. Dieser wurde zwar sofort nach Kenntnis gelöscht aber der beleidigte Professor wollte zudem eine Abgabe einer strafbewährten Unterlassungserklärung erstreiten. In zweiter Instanz urteile das Landgericht Berlin, dass "eine pauschale Unterlassungserklärung [...] nicht eingesetzt werden [könne], um vorab kritische Kommentare zu verhindern." Und weiter: "Aufbauend auf der Rechtsprechung des BGH könne dem Betreiber auch keine Vorab- Prüfungspflicht zugemutet werden." (Zitate aus dem Blog von meinprof.de).
Mein Geschäftspartner hat auch endlich :-) ein Weblog gestartet: Schhorndorf bloggt. Er schreibt dort mit anderen Autoren zusammen über alle wichtigen Themen rund um Schorndorf. Viel Erfolg Markus!
Wie komme ich gerade auf dieses Thema? Nun, ich stoße beim Browsen immer wieder auf E-Mail-Adressen, denen ich direkt keine E-Mail schreiben kann. Das hängt meistens damit zusammen, dass der Webseitenbetreiber die E-Mail-Adressen "verschlüsselt" hat. So sollen Spider von Spammern die E-Mail-Adressen nicht auslesen können aber ab und zu trifft es eben auch mich als normalen Besucher. Da es auch immer wieder Benutzer von Webseiten trifft, stellt sich also die Frage, ob das "Verstecken von E-Mail-Adressen auf Webseiten überhaupt sinnvoll ist. Und die Antwort darauf ist ein klares nein.
Wolfgang sieht das ähnlich und argumentiert in seinem Artikel Das ewige Märchen: Spamschutz durch das Verbergen von Mailadressen im Web (gefunden beim Schockwellenreiter), dass der (Traffic-)Aufwand E-Mail-Adressen schlicht zu erraten geringer ist als der eines Spiders. Ich stimme seiner Argumentation bedingt zu, glaube aber dennoch, dass es solche Spider gibt. Aus meiner Sicht gibt es aber einen viel banaleren Grund: Es ist vollkommen unmöglich seine Mailadresse vor Spammern dauerhaft zu verstecken. Ein paar Gedanken (längst nicht vollständig):
Bleiben wir zunächst beim Spider: Wenn sich schon jemand den Aufwand macht das Web nach E-Mail-Adressen zu durchsuchen, dann ist es auch kein Aufwand mehr "verschlüsselte" E-Mail-Adressen zu entschlüsseln. Alles was der Browser entschlüsseln kann, kann auch ein automatischer Spider. Und das wird auch immer so bleiben. Darum steht meine Adresse jan@theofel.de seit 1998 steht unverschlüsselt im Netz.
Wenn ihr eure E-Mail-Adresse im Whois eingetragen habt (was bei mir auch der Fall ist) ist sie dort ohnehin unverschlüsselt auszulesen.
Bei wie vielen Online-Diensten, Online-Shops, etc. habt ihr euch mit eurer E-Mail-Adresse angemeldet? Zu glauben, dass diese alle gegen Hacker-Angriffe sicher sind, wäre unsinnig. Und was glaubt ihr wie viel Geld Spammer für eine komplette Datenbank eines Dienstes wie Xing bezahlen würden?
Ach, dort hinterlegt ihr immer eine spezielle E-Mail-Adresse? Wie clever. Aber gilt das auch für die Datenbank eures E-Mail-Anbieters? Spätestens da ist immer eure echte E-Mail-Adresse hinterlegt.
Oder was passiert wenn nur ein Mitarbeiter eines solches Dienstes schwach wird und alle E-Mail-Adressen verkauft? So geschehen damals bei AOL.
In wie vielen digitalen Adressebüchern seit ihr bei Freunden, Kollegen, etc. eingetragen? Der Aufwand auf einem mit einem Trojaner infizierten Windows-Rechner dieses Adressbuch von Outlook und Co auszulesen ist nahezu Null.
Wie viele E-Mails habt ihr mit der E-Mail-Adresse bereits versendet? Selbst wenn euch der Empfänger nicht in sein Adressbuch aufgenommen hat, so bleiben eure Mails meistens irgendwo in einem Archiv abgelegt. Der Aufwand alle diese E-Mail-Adressen zu ermitteln ist auch kaum erwähnenswert.
Und wie Wolfgang auch schon argumentiert: Das Erraten durch Ausprobieren von E-Mail-Adressen ist in den meisten Fällen auch nicht weiter schwierig.
Und das sind nur die wichtigsten Beispiele, wie ein Spammer an eure E-Mail-Adresse kommen kann. Der Versuch seine E-Mail-Adresse vor Spammern zu verstecken, kann also nicht klappen. Wer das versucht muss (mittelfristig) scheitern. Statt dessen sollte man sich lieber vernünftige SPAM-Schutz-Mechanismen installieren. Und dabei rede ich nicht von irgendwelchen SPAM-Filtern die lokal auf dem empfangenden Client laufen, sondern von solchen, die auf eurem Mailserver (bzw. bei dem eures Anbieters) laufen. Denn dort habt ihr die besten Chancen den Mist in die Tonne zu kloppen (sprich erst gar nicht anzunehmen).
Bei mir sieht das wie folgt aus: Meine Mail-Adresse jan@theofel.de steht seit 1998 im Web, laut Google inzwischen auf über 1700 verschiedenen Seiten. Seiten auf denen sie andere pseudoverschlüsselt aufführen mal nicht mitgezählt. Ich habe die Mailadresse seit dem in Verwendung und zwar auch auf vielen Mailinglisten. Daher liegt sie in unzähligen Mailarchiven rund um die Welt, öffentlichen wie privaten. Im Whois steht sie zudem auch noch drin und leicht zu erraten/auszuprobieren ist sie auch noch. Es dürfte also kaum eine Spammer-Datenbank geben, in der ich nicht drin stehe. :-) Dennoch erhalte ich vielleicht nur 5 SPAM Mails pro Tag. Die restlichen, es dürften inzwischen an die 1000 Stück am Tag sein, sehe ich nicht mal mehr.
Wie geht das? Durch eine Hand voll geeigneter Filterregeln in meinem Mailserver Postfix. Der reine Verstoß gegen verschiedenste Dinge auf Protokollebene (z.B. fehlende/generische Reverse-Lookups, Einlieferung von Dialup-Hosts, etc.) reicht dazu fast völlig aus. Dazu filtere ich noch auf ein paar bekannte URLs und Inhalte von Spammern und das war es dann auch schon.
Und um wieder auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Lasst das dämliche Verstecken von E-Mail-Adressen auf Webseiten. Es hilft sowieso nicht und behindert nur normale Besucher eurer Webseite. Danke.
Ich habe gerade mal meine Statistiken für den Mai gelesen und bin dabei über eine Zahl gestoplert, die mich sehr gefreut hat. Das erste Mal seit Messung meiner gesamten Seite www.theofel.de mittels AWStats lag die Zahl der "unterschiedlichen Besucher" bei über 100.000. Mit den Besuchern (Vistits) habe ich das schon vor etwa einem Jahr erreicht, aber eben nicht als unterschiedliche Besucher. Und mit knapp über 300.000 PIs liege ich auch nicht schlecht.
Das ganze hat knapp 40 GB Traffic verbraten, die (bereits oben rausgerechneten) Spider weite 7 GB und insgesamt hat der Server 80 GB Daten verwurschtelt.